Donnerstag, 10. Mai 2018

Spargel mit Tomatensoße

Ich denke ja immer an alle. Meine Frau hat gemeckert, dass ich den Spargel zuletzt immer in der Pfanne gebraten habe, weil ich finde, dass er dann mehr Struktur und Geschmack hat. Die anderen vor den Empfangsgeräten können sicherlich meine Dauerhollandaiseschleife schon nicht mehr sehen.  Deswegen gibt es was für jeden Jecken. Gekochten Spargel und eine schnelle, leckere Tomatensoße. 


Zutaten:

1 Kilo Spargel
Salz
Zucker
Zitronensaft frisch
Basilikum
Hartkäse gerieben

Tomatensoße:

2 Esslöffel Tomatenmark
30 Gramm Butter
1 Esslöffel Mehl
300 Gramm Brühe
Salz
Pfeffer
Zucker
300 Milliliter Tomatensoße


Spargel an den holzigen Enden abschneiden und mit dem Sparschäler von der Schale befreien


Bis das Spargelwasser heiß ist, dauert es eine Weile, zumindest bei meinem Gasherd. In der Zeit ist kann ich schon die Soße anfangen und den Mehlgeschmack rauskochen. Das kann man ja auch so steuern. 


Deswegen fange ich auch schon mal an, das Spargelwasser zu erhitzen. Ich habe mal von meinem Lieblingskoch gelernt, dass Spargelwasser mehr Zucker braucht als Salz und deswegen kippe ich einfach mal sinnlos Zucker rein, bis es nebelt und hinterher auf vier Liter Wasser noch einen Esslöffel Salz


Einen ordentlichen Spritzer Zitrone, ich sage mal 30 Milliliter, was zwei Esslöffeln entspricht. 


Bämm!


Und dann das Spargelwasser zum Kochen bringen. 


Jetzt schnell die Soße machen. Herd auf voll Pulle stellen. 


30 Gramm Butter, 2 Esslöffel Tomatenmark



1 gehäufter Esslöffel Mehl


Das ist die Basis, damit die Soße am Ende ordentlich andickt. 


Hier kommen die anderen wichtigen Zutaten. Brühe selbst gekocht. 



Tomatensoße für alle Fälle, natürlich auch selbst gekocht. 


Wenn Butter, Mehl, und Tomatenmark angeschwitzt sind und der Topfboden anfängt braun zu werden, kommt schluckweise Brühe in den Topf


Dann verrühren, damit sich die legendäre Mehlpampe bildet, von denen die Unkundigen immer faseln.


Dann den Rest Brühe dazu geben und verrühren und die Soße aufkochen. 


Das sieht dann so aus. 


Statt passieren Tomaten aus der Packung, habe ich eine selbst eingekochte Tomatensoße, die eben aus viel mehr als Tomaten besteht. 


Die kommt auch noch in den Topf und unter häufigem Umrühren, soll die Soße aufkochen und dann durch das Tomatenmark, die Butter und das Mehl sichtbar andicken. 


Wenn die Soße kocht auf kleinste Flamme reduzieren und 20 Minuten einkochen lassen, dann schmeckt nichts mehr nach Mehl, sondern alles nach Tomatensoße. Vor dem Servieren probieren, ob noch Salz und Pfeffer fehlen, oder eine Prise Zucker.


Den Spargel habe ich 12 Minuten gekocht. Ins kochende Wasser, dann auf kleinste Flamme reduziert, damit der hinterher auf der Gabel nicht so wie die Papageienkrankheit aussieht. 


Tomatensoße 


Das ist Geschmackssache, aber geriebener Hartkäse macht darauf einen schlanken Fuß. 


Noch ein bisschen Basilikum und wir können behaupten, dass es ein altes italienisches Rezept ist. 


Sehr lecker in der Kombination, ich bin allerdings weil das Bessere schon immer des Guten Feind war, eindeutig bei gebratenem Spargel, weil da eindeutig mehr Mundgefühl und Geschmack drin ist. 


Ob Ihr das jetzt mit gebratenem oder gekochtem Spargel macht, spielt ja auch keine Geige, wichtig ist, dass keine Soße hollandaise aus der Tüte darüber verfrevelt wird, dann wäre der arme Spargel umsonst gewachsen. 




Verpassen sie nicht in der nächsten Folge, wenn die Ehestute wiehert, dass Reis nicht zu Spargel passt, aber Risotto sehr wohl...


... und wie ich Blut und Wasser schwitze, während ich eine Käsekruste, die es eigentlich gar nicht geben kann, daran hindere wegzulaufen. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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