Dienstag, 27. Februar 2018

Kartoffelpüree - kann man leider nicht selbst herstellen ;-)

Leider kann man Kartoffelpüree nicht selbst herstellen und man muss es zwingend aus der Packung / Tüte verwenden. Das liegt daran, weil es total schwierig ist und auch total lange dauert, sauteuer wäre und sowieso nicht schmeckt, wenn man es selbst machen könnte. Ich zeige Euch deswegen mal warum das so ist.



Zutaten:

1,5 Kartoffeln
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
200 Milliliter Milch
100 Gramm Butter

Das sind rohe Kartoffeln, die muss man in einen Topf legen. Eine echte Höchstschwierigkeit, weil man den Kartoffelsack vorher noch aufschneiden muss. 


Passt auf, jetzt kommt's... Da muss jetzt noch so viel kaltes Wasser in den Topf, bis die Kartoffeln bedeckt sind UND ein bis zwei Esslöffel Salz. Das muss man sich mal vorstellen. Herd anstellen und wenn das Wasser kocht, 20 Minuten kochen lassen, bis die Schale sich wellt. Danach das Wasser abkippen und die Kartoffeln ausdampfen lassen. In den 20 Minuten in denen das Wasser kocht und natürlich auch in der Zeit bis das Wasser endlich kocht, muss man die ganze Zeit vor dem Herd stehen und immer in den Topf schauen. Jede Sekunde einen Strich auf einem Blatt Papier machen, zum Zeichen, dass noch alles ok ist.


Ich habe die Kartoffeln schon einen Abend vorher gekocht, weil ich wusste, dass es am nächsten Tag Kartoffelpüree geben soll. Total doof, weil jetzt sind die Kartoffeln am nächsten Tag ja nicht mehr heiß und man kann deswegen nicht mehr darüber meckern, dass man sich beim Entfernen der Schale die Finger verbrennt. Wer will, kann auch gleich mit den heißen Kartoffeln weiter machen und am gleichen Tag sein Kartoffelpüree zubereiten. Dann motzt Ihr halt über die heißen Kartoffeln.


Deswegen habe ich die Kartoffeln vor Wut wieder in den Topf geworfen, weil ich nichts zu meckern hatte, denn die sind schon kalt.


Nachdem ich die Kartoffeln unter Einsatz meiner gesamten Kräfte zermalmt habe, spüre ich dass ich zumindest die DNA des Hulk in mir haben muss.


Ich habe den ganzen Tag gearbeitet und keine Lust mehr zu kochen, aber ich bin irgendwie noch so voller Adrenalin. Da beschließe ich mir eine warme Milch zu kochen, um runter zu kommen. 


Die Milch hatte aber nur 3,8 % Fett und ich habe gehört, dass Fett ein Geschmacksträger ist. Deswegen werfe ich noch 100 Gramm Butter in die Milch


Die Butter ist voll bescheuert. Weil sich sich nicht gut tarnen kann, sieht man sie noch im Topf, bis sie gemerkt hat, dass es besser ist, sich zu verflüssigen, als ich ihr mit einem Schneebesen zu Leibe rücke. 



Der Milch wurde es mit der Butter auch zu blöd und sie wollte nach acht Minuten nur noch raus aus dem Topf



Kennt Ihr Kochtourette? So vor nem Topf stehen und irgendwas grimmiges in den Bart brubbeln. Ey, Ihr scheiß kalten Kartoffeln, aus Euch wird in diesem Leben auch nix mehr.


Habt Ihr Euch selbst schon mal probiert? Da fehlen doch noch deutlich Salz, Pfeffer und Muskatnuss!


Wenn ich gleich die Pfannitüte genommen hätte, dann hätte ich nur nen Eimer Wasser drauf kippen müssen und bei Milch hätte mich schon jeder für nen Angeber gehalten. 


Das wird doch sowieso nichts. Ich gieße die Milch mit der Butter schluckweise in den Topf mit den Kartoffeln und drehe auch noch den Herd auf mittlere Temperatur, um den Kartoffeln mal ein bisschen Feuer unterm Arsch zu machen, dafür dass sie sowieso nichts werden. 


Ich fühle mich sofort deutlich besser, als ich mit dem Kartoffelstampfer noch ein bisschen darin rummatschen kann. 


Das probiere ich gleich noch einmal aus.


Eine Insel mit zwei Bergen *stampf*


Wo ist die Milch jetzt schon wieder hin?


Ich rufe erstmal meine Frau an den Topf und sage, "schaue Dir mal die Sauerei an. Die Kartoffeln sind weg, die Milch ist weg und alles ist glatt und sämig" 


Muttern sagt, noch ein bisschen Salz und dann passt es. 


Hallooooooo (extra asi mit langem oooooo), dann kann man ja bald gar nichts mehr aus der Tüte essen, wenn das so einfach ist? Leben und leben lassen, das muss ja jeder selbst wissen, pflanzt Ihr alle Eure Kartoffeln selbst an, Ihr geht alle zu MC Donald's. jedem das Seine! Wenn Ihr findet, dass das doof und zusammenhanglos klingt, so geht es mir bei den Argumenten der Faulpelze jedes Mal. 


Ganz einfaches Kartoffelpüree, ohne Schnörkel.


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 


Morgen gibt es die Soße, die sich in den USA Gravy nennt


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 




Kommentare:

  1. Lecker.... aber wenns eher ums fett geht, dann kann man eigentlich auch direkt 10% Kondensmilch nehmen?

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    1. ich muss gestehen, dass ich noch nie kondensmilch im haus hatte, außer die gezuckterte, um daraus dulce de leche zu machen

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  2. Ich habe ein einziges Mal Tütenpüree gegessen - und das restliche Pulver danach weggeschmissen. Grrr.

    Ich glaube, mein Rezept ist noch ein Eckchen fauler ;-):
    Ich schäle die Kartoffeln und schneide sie in kleine Würfel, das geht fix. Dann kommen sie mit wenig Wasser und etwas Salz in den Topf und köcheln, bis das Wasser fast verkocht ist. (Wichtig ist, dass kein Wasser mehr abgegossen wird, sonst gießt man das Aroma mit weg.) Dann mit etwas Sahne verstampfen. Fertig! Sooo lecker. Ob Milch plus Butter oder gleich Sahne dürfte sich vom Fettgehalt gleich kommen. Kondensmilch würde ich allerdings lassen, die hat keinen Eigengeschmack.

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    1. danke Ursula, das ist ein sehr schönes Rezept. mit dem Kochwasser habe ich bisher nur einmalig probiert und ich hatte zu viel salz drin. das muss ich auf jeden fall mal machen. schönen gruß jörg

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  3. was meint ihr, wie viele leute mir heute erzählen wollten, dass man doch Kartoffelpüree selbst machen kann? ich habe echt gefeiert

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  4. Also ich muss bekennen, letztens hab ich seit 30 Jahren mal so ein Tütchen Kartoffelpüree gemacht - und es war gar nicht so schlecht :-) Die Industrie hat die Hausfrau beinah eingeholt...
    aber, normalerweise stampft die Mutti das natürlich selber. Allerdings hier ohne tonnenweise Butter (und Milch oder Sahne, da wir beides nie im Hause haben). Ich koch die Kartoffeln einfach in Gemüsebrühe mit Knoblauch (nee, nicht selbst gemacht) und nehm was von dem Kochwasser, bisschen Butter, nachwürzen das ganze. Aus die Maus. Fertig. Lecker.

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    1. mir reicht schon, wenn man irgendwo beim essen auswärts so nen tütenkram untergejubelt bekommt. wenn ich selbst koche, mache ich das eben selbst. einfach nur für das gute gefühl

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  5. Jörg, irgendwie sie das Endergebnis -bitte entschuldige meine Offenheit- wie Tapetenkleister aus, nicht wie Kartoffelpüree.
    Ich mache es auch geschälten, frisch gekochten Kartoffeln. Also aus heißen Kartoffeln. Irgendwie kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass dein KaPü richtig heiß war...

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    1. ging halt nicht anders, wenn man das in der woche machen möchte und die kinder noch mitessen sollen. wenn ich die wahl habe, mache ich das auch aus heißen kartoffeln.

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