Donnerstag, 25. Januar 2018

Toastbrot mit dem Wunderteig nach Stevan Paul

Der Wunderteig eignet sich hervorragend für Toast, Burgerbuns und Hotdogbrötchen. Autor des ursprünglichen Rezeptes ist Stevan Paul. Den habe ich, bevor ich es Euch zeige extra gefragt, wieso der Wunderteig eigentlich Wunderteig heißt. Der Name Wunderteig entstammt der Tatsache, dass man ihn wie eingangs erwähnt, so vielfältig nutzen kann und dass man damit auch als Backdepp vorzeigbare Resultate erzielen kann, wenn man sonst beim Backen zwei linke Daumen hat. Somit passt er perfekt in mein Konzept "kochen für Doofe", bei dem man mit ganz wenig Mitteln und wenig Ausrüstung maximale Ergebnisse erzielen kann. 


Zutaten

450 Gramm Mehl
50 Gramm Maisgrieß
150 Milliliter lauwarmes Wasser
50 Milliliter lauwarme Milch
40 Gramm Zucker
1/2 Würfel Hefe
2 Eier
80 Gramm Butter
1 Teelöffel Salz

1 Eigelb und 1 Schuss Milch zum Bestreichen

Ich bin beim Backen ja eher von Mut als von Können geprägt und mein Gasofen, der nur über Unterhitze verfügt, ist ein zusätzliches Hemmnis, weil man damit nie eine gut gebräunte Oberfläche erzeigt. Bei Toastbrot ist das egal, weil es später sowieso noch mal in den Taster wandert. Da geht es eher um eine angenehme Krume und ein gutes Mundgefühl und Geschmack. Gekauftes Toast vermittelt ja eher das Gefühl Bauschaum zu essen. Da weiß man so ein Toast gleich doppelt zu schätzen, wenn man mal das Glück hat, sowas frisch gebacken konsumieren zu dürfen. 


Ich wiege erstmal die Zutaten ab. 


450 Gramm Mehl. Ich beteilige mich bei solchen banalen Backwaren nicht an so'nem Mehlfetisch mit Mahlgraden, ob man da 550 der 450 oder 1000 er Mahlgrad verwendet. Euch interessiert doch auch nur, dass Ihr das Mehl verwenden könnt, das Euch gerade aus dem Schrank anspringt und deswegen nehme ich auch genau das Mehl, zu dem jeder zuerst im Supermarkt greift, wenn er sagt, Oh ich brauche noch ne Tüte Mehl. Keine Extravaganzen.


50 Gramm Maisgrieß


Maisgrieß mit dem Mehl vermischen



Mit ein bisschen Rütteln Maisgrieß unter das Mehl mischen. 


Ein Litermaß nehmen und 150 Milliliter lauwarmes Wasser einfüllen. Da kommt noch die Hefe rein, deswegen muss es unter 40 Grad warm sein, weil sonst die Hefe gleich tot ist. Wenn man kein Thermometer hat, kann man als Faustformel sagen, dass das Wasser an der bloßen Hand, als nicht zu heiß empfunden werden soll. Dann ist es auch unter 40 Grad. 


50 Milliliter lauwarme Milch. Ich hatte gerade noch einen Rest von Muttis allabendlichem Milchschaum


Insgesamt haben wir jetzt 200 Milliliter lauwarme Flüssigkeit im Mixbecher. 


Einen Hefewürfel teilen


Einen halben Hefewürfel in der Flüssigkeit auflösen. 


40 Gramm Zucker abwiegen 


Zucker zur aufgelösten Hefe ins Litermaß gießen. 


Salz zum Mehl geben. 


Eine Mulde in das Mehl Maisgrießgemisch drücken. Ich habe dafür einfach eine kleine Plastikschüssel benutzt.


In die Mulde die aufgelöste Hefe kippen


Arbeiten wie die Profis. Ich mache das normal nicht so, aber man merkt echt, dass es so viel besser funktioniert. 


Schüssel abdecken und 30 Minuten ruhen lassen


80 Gramm Butter abwiegen


Nach 30 Minuten ist schon richtig was los in der Schüssel


Butter in die Schüssel geben. 


Zwei Eier in die Schüssel schlagen. 


Jetzt müssen alle Zutaten verknetet werden. 


Dafür eignet sich natürlich eine Küchenmaschine, oder ein Handrührer mit Knethaken, oder so wie der Vati mit einem Pfannenwender, so lange bis sich alle Zutaten miteinander vermischt haben


Wenn es mit dem Pfannenwender nicht mehr weiter geht, knetet man einfach mit der Hand weiter und freut sich, dass der Teig gar nicht so klebrig ist, wie man gedacht hat. Das klappt jedenfalls wie verrückt. 


Wieder eine halbe Stunde ruhen lassen. 



Ich habe keine ausgewiesene Toastbrotform zum Backen und meine Kastenform war gerade mit einem Marmorkuchen für die Familie belegt, aber ich habe zum Geburtstag letztes Jahr so eine Angeberkuchenform bekommen, bei der man immer Zwischenwände einziehen kann. Die kommt jetzt mal zu Ehren. Die habe ich mir so gesteckt, dass das Brot die Größe eines gekauften Toastbrotes hat. Ich habe auch extra noch mal Maß genommen


Form mit Butter ausfetten. Nachdem mich am Tag der Rezeptveröffentlichung gefühlt 50 Leute nach der Form gefragt haben. Die ist von Cynthia Barcomi und heißt Multisize Backform. Hier ist ein Link zum Shop, an dem ich wie immer nichts verdiene, aber meiner Informationspflicht nachkomme...  


So ist der Teig nach einer halben Stunde aufgegangen. 


Toastbrotteig in die Form geben und erneut eine halbe Stunde abgedeckt ruhen lassen. 


1 Eigelb trennen


1 Schuss Milch


Verrühren



Toastbrot mit der Eimischung bestreichen und den Ofen 10 Minuten auf 180 Grad vorheizen, oder Gasofen Stufe 4


Ich backe 40 Minuten. Ihr mit einem modernen Ofen, der auch Oberhitze hat, irgendwo zwischen 30 und 35 Minuten


Hier kommt das Toastbrot aus dem Ofen, oh Wunderteig!


Schön aufgegangen und wenn man drauf drückt, fühlt es sich auch gut an. 


Hier ist es in voller Schönheit


Das Toastbrot lässt sich mit einem Brotmesser sehr gut schneiden und schmeckt schon ungetoastet richtig lecker. Daraus kann man auch Burgerbuns, also die klassischen Milchbrötchen für Burger machen. Die würde man nur 20 Minuten backen. 


Ich habe schon mal eine Scheibe getestet und an meine Brut verfüttert. Da kam echte Festtagsstimmung auf. So gut kann man es nirgendwo kaufen.


Ich habe es für Hamburger gebraucht und wollte die möglichst flach herstellen, weil meine Frau immer meckert, wenn Hamburger so dick sind. Dann fiel mir der Trick mit dem 300 Gramm Hackfleischpatty ein und es war schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit.




Das Leben ist zu kurz für schlechtes Toastbrot. Danke Stevan Paul. 


Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit. 

Kommentare:

  1. Das klingt echt so lecker, DAS werde ich defintiv am Wochenende nachbacken!
    Wie gut, dass ich vorhin auf dem Heimweg zu faul war, die Brötchen fürs WE einzukaufen (kommen dann normalerweise in den Gefrierer und am jeweiligen Tag kurz in den Ofen, fertig). Faulheit zahlt sich eben doch manchmal aus. Oder so. :-)

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    1. sehr zu empfehlen. meine kinder haben zum abendessen auch ordentlich davon gegessen und waren ganz erstaunt, dass das besser schmeckt als gekauft.

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  2. Das Brot sieht echt lecker aus! Ich back ja auch immer selber Brot und experimenterie da auch echt gerne. Eier hatte ich jetzt noch nie im Teig, werd ich mal ausprobieren! Ich kriege übrigens mittlerweile echt immer Ärger, wenn ich ausnahmsweise mal gekauftes Brot serviere.

    zum Thema Backdepp. Es gibt auch so ein Kuchenrezept. Hermann heißt das, glaube ich. Das hatte ein Studienkollege von mir nach dem Wochenende bei den Eltern immer mit. Lang, lang ists her......

    Liebe Grüße
    Lilo

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    1. ja, kenne ich. alles was ich füttern muss, ist nichts für mich. das ist wie mit den pflanzen, die vertrocknen

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  3. O- Ton meines Mannes: schmeckt saugeil 😁

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    1. ich habe bei dem toastbrot jetzt schon über die menge hefe, das mehl, den grieß, den zuckergehalt diskutiert. ich finde das brot auch genau so richtig, wie es ist.

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  4. Moin Moin, durch Zufall bin ich auf Facebook auf das Rezept gestoßen und habe es jetzt das dritte Mal gebacken. "Klasse"

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    1. hallo Reinhold, ich finde das Rezept auch toll. habe letzten burgerbuns daraus gebacken bei mir im blog hast du noch 1600 weitere Rezepte, falls du die noch nicht gesehen hast. gruß jörg

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