Donnerstag, 18. Januar 2018

Hackbälle mit Bandnudeln

Manchmal trete ich beim Kochen auch schon mal in einen Wettbewerb mit mir selbst ein. So geschehen am letzten Sonntag. Ich kaufe immer am Samstag für die ganze Woche ein und wenn meine Frau nicht noch Brot, oder Milch nachkaufen muss, dann passt das auch bis zum nächsten Wocheneinkauf. Auf meine Frage was denn zu essen gewünscht wird, gab es von meiner Schnekerliese die Antwort Kartoffelsuppe, meine Frau entscheidet sich im Zweifel eher für "irgendwas mit Nudeln" und mindestens ein Kind sagt dann aber spontan, nein ich möchte lieber ein Gericht mit Kartoffeln haben. Kein Problem, das gibt mein Baukasten immer her, mit dem ich arbeite. Wenn es sein muss auch parallel. Die Kartoffelsuppe kennt Ihr schon, jetzt kommt das Nudelgericht.  



Zutaten:

750 Gramm Schweinehack
Salz
Pfeffer
0,4 Liter Brühe
2 Zwiebeln
Petersilie
1 Ei
100 Gramm Paniermehl
200 Milliliter Tomatenmark aufteilen für Fleisch und Soße
1 Dose gehackte Tomaten
1 bis 2 Peperoni
1 Esslöffel Mehl
1 Stange Porree
3 Möhren
1 Stange Staudensellerie
Olivenöl
geriebener Hartkäse
Bandnudeln

Mein Grundgedanke warum ich Euch das zeige ist, dass Ihr seht was man aus ziemlich gleichen Zutaten machen kann und dass man in einer begrenzten Zeit auch schon mal für die Woche vorkochen kann, wenn Ruhe ist. Das kann am Wochenende, oder auch abends in der Woche sein. Im Kühlschrank halten sich die meisten Gerichte auch eine Woche, da muss man keine Angst haben, dass irgendwas schlecht wird. Ich bin seit Montag total erkältet und nach der Arbeit bin ich nur noch tot auf das Sofa gefallen und habe bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen. Da war meine Truppe froh, dass ich Sonntag mal richtig vorgelegt habe und konnte bis Dienstag davon gut leben. Unten seht Ihr meine geschmorten Frikadellen, die ich zeitgleich im Ofen gemacht habe, weil auf dem Herd kein Platz mehr war. Immerhin hat der feine Herr Sohn so etwas passendes für seinen Kartoffelwunsch bekommen. Rezept kommt.


Schweinehack, extra fett. Das wäre früher auch nicht meine erste Wahl gewesen. Das bekomme ich beim Mix Markt. Das ist ein russischer Supermarkt, den es in Deutschland überall dort gibt, wo viele Russen leben. Die mögen es ja gerne etwas deftiger und vor allem wird alles was man daraus macht, sehr saftig und das Fett brät weg. Ich habe 1,5 Kilo davon gehabt und habe das Fleisch auf Frikadellen und die Hackbälle zu den Nudeln aufgeteilt. Deswegen gebe ich oben bei der Menge für dieses Rezept 750 Gramm für die Hälfte an.


Salz und Pfeffer (nicht sparen)


100 Gramm Paniermehl


Eine Zwiebel in kleine Würfel verwandeln.


100 Milliliter Tomatenmark


Petersilie oder Schnittlauch


1 Ei bei 750 Gramm = 2 Eier bei 1,5 Kilo Hackfleisch.


Danach alles mit der Hand verkneten und das Hackfleisch abschmecken. 


Die Hände anfeuchten und Hackbälle formen


Läuft bei mir. 


Olivenöl im Wok erhitzen


Hier zeige ich Euch schon mal eben das Gemüse, das es noch zu zerkleinern gibt. Ist identisch mit dem in meiner Kartoffelsuppe, die es zeitgleich gab. Kann man also eigentlich in einem Abwasch machen. 


Hackbälle etappenweise anbraten bei Volldampf auf der größten Herdplatte.


Staudensellerie zerkleinern.


Wenn die ersten Fleischbälle gut sind kommen die nächsten in den Wok. Beim Wok hat man den Vorteil durch die hohen Wände, dass man die "fertigen" Hackbälle hochstapeln kann. Bei einer normalen Pfanne würde ich die noch wieder rausnehmen, damit die gerade zu garenden mehr Platz haben


Eine Zwiebel zerkleinern.


Immer mal wenden im Wok


Porree zerkleinern und in den Wok gegen


Möhren zerkleinern


Sellerie


1 Peperoni


100 Milliliter Tomatenmark


1 Dose Tomaten


0,4 Liter Brühe


Auf die kleinste Herdplatte umziehen und mit Deckel schmoren lassen. 


Mindestzeit eine Stunde, jede weitere Stunde macht das Resultat noch besser. Am nächsten Tag erneut langsam auf der kleinsten Platte bei kleinster Temperatur zu erwärmen macht die Soße auch noch besser. 


Alle 15 Minuten umrühren. 


Bandnudeln nach Packungsbeilage zu kochen, erkläre ich Euch jetzt nicht. 


Im tiefen Teller anrichten.


Ein bisschen grün für's Auge und noch mit geriebenem Hartkäse bereiben. 


Das ist ein ganz grundsolides Familienessen für die Woche, einfach gemacht und dafür sehr schmackthaft. Ist ja auch kein Wunder bei dem Gemüse und den ganzen anderen Zutaten. Wer braucht dafür eine Tüte, damit das nach irgendwas schmeckt? 


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 





Kommentare:

  1. Gute Idee, setze ich gleich mal auf die To-Koch-Liste. Da ich aber nicht so gerne viel Zeit fürs Kochen aufwende, kaufe ich vorher beim Metzger grobe Bratwürste, befreie sie von der Pelle, schnibbele sie in kleine Stückchen, brate sie an und dann so weiter wie bei dir (nur ohne Sellerie *blärch*. Kochen kann die Soße ja alleine während ich schnell noch was nähe....:-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. sellerie ist ein geschmacksträger. frage mal deine tante.

      Löschen