Montag, 29. Mai 2017

Pizza Margherita mit Ochsenherztomaten

In letzter Zeit gibt es bei uns viel zu wenig Pizza. Deswegen habe ich das heiße Wetter genutzt, um mal wieder neue Pizzen zu backen, damit ich den Spätankömmlingen auf meinem Blog, meinen gelingsicheren Pizzateig ohne Kneten zeigen kann. Der ist mittlerweile schon ein Klassiker und wer den mal ausprobiert hat, kauft sich keinen mehr auf Backpapier im Kühlregal. Das ist der Plan.


Zutaten:

2 Tomaten pro Pizza
1 Dose Pizzatomaten um die 400 Gramm 
Gouda / Edamer gerieben
1 Mozzarella 125 Gramm pro Pizza
Salz
Pfeffer
Zucker
Oregano
Olivenöl
Chiliflocken optional
Schnittlauch
Basilikum frisch

Mein Pizzateig wird nur gerührt und nicht geknetet. Der ist viel zu feucht und bekommt erst nach dem Gehen und vor dem Ausrollen, durch aufmehlen die richtige Konsistenz. Dadurch ist er aber total einfach und luftig, geht gut auf und man kann den locker eine Woche im Kühlschrank reifen lassen. Der wird in der Zeit jeden Tag noch besser. Klickt bitte mal das Rezept an. Wer überhaupt schon mal Pizzateig gemacht hat, wird sich ein wenig umstellen müssen, wer noch nie einen Pizzateig hergestellt hat, in der Annahme dass es viel zu schwer ist, kann sich die Angst nehmen lassen. 


Nach dem Rühren des Teiges lasse ich den Teig ruhen. Optimal wären 24 Stunden, aber man bekommt auch vernünftige Ergebnisse, wenn man den Teig eine Stunde lang aufgehen lässt.


Ich habe den Teig vier Stunden ruhen lassen. Den habe ich angerührt, als ich kurz nach 15 Uhr von der Arbeit kam (Samstag) und danach bin ich dann mit den Kindern einkaufen gegangen. Dann sind wir so gegen 19 Uhr wieder da und die Einkäufe sind im Kühlschrank verstaut. 


So ist der Teig aufgegangen. Wenn man den nun im Kühlschrank lagern würde, wäre er am nächsten Tag noch fester. Wenn man den am gleichen Tag verarbeitet, braucht man noch mehr Mehl, um den verarbeiten zu können. 


Ein bisschen Mehl, ca 100 Gramm in den Teig geben und unter den Teig rühren.


Auf dem runden Pizzabrett streue ich Mehl aus


Einen Teigklecks drauf legen


Das Mehl in den Teig einkneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern klebt. 


Danach mit dem Nudelholz ausrollen, je nachdem worauf Ihr Eure Pizza backt. Ich habe gelochte runde Bleche. Damit wird die Pizza schön knusprig wie aus dem Steinofen. Für die Kinder nehme ich aber auch schon mal ein viereckiges großes Backlblech, wenn die alle gleichzeitig schnell satt werden sollen und spontan eine größere Menge gebraucht wird. Die besten Resultate erziele ich aber auf den runden gelochten Blechen. Davon habe ich fünf Stück und kann eine Pizza nach der Anderen backen, wenn mal Gäste da sind. 


Der Teig ist sehr elastisch und lässt sich gut in alle Richtungen mit dem Nudelholz ausrollen. 


Bei der Pizzasoße variiere ich immer ein wenig. Hier sind es Pizzatomaten aus der Dose.


Ein wenig Olivenöl


Schnittlauch für die Farbe, Salz, Pfeffer aus der Mühle und wenn Euch das nicht rund genug schmeckt, eine Prise Zucker verwenden. Alles miteinander verrühren.


Die Pizzasoße dünn auf dem Pizzaboden verteilen. Nicht zu viel nehmen, damit der Boden beim Backen nicht durchsuppt. Das soll richtig knackig werden. 


Weil die Tomaten beim Backen auch Feuchtigkeit abgeben, dichte ich die Pizza nach unten ab, indem ich sie mit geriebenem Gouda, oder Edamer bedecke. Der schmilzt dann über dem Boden und unter den Tomaten und so läuft dann der Saft der Ochsenherztomaten nicht durch den Boden. 


Das sind Ochsenherztomaten. Die fand ich optisch so schön, deswegen habe ich die nachmittags extra für die Pizza gekauft. Sonst hätte ich auch noch normale Strauchtomaten zuhause gehabt. 


Tomaten in dünne Scheiben schneiden. 


Tomaten auf der Pizza verteilen. 


Pizza mit Oregano bestreuen


Salz und Pfeffer aus der Mühle über den Tomaten verteilen


125 Gramm Mozzarella pro Pizza in dünne Scheiben schneiden. 


Mozzarella auf der Pizza verteilen. Der Ofen ist schon an? Mein Gasofen hat nur Unterhitze und auf Stufe 8 hat er so bei 280 Grad. Das ist zwar noch nicht ganz wie ein Steinofen, aber schon sehr heiß und vor allem macht man die Pizza ohne Oberhitze nicht so keksig. Das solltet Ihr auch probieren, die Pizza ohne Oberhitze und vor allem ohne Umluft zu backen. Schmeckt deutlich besser.


Die Pizza kommt für 10 Minuten in den Ofen.


So kommt die Pizza nach 10 Minuten wieder aus dem Ofen. Der Mozzarella ist gut verlaufen und der Teig ist sehr knusprig.


Noch ein wenig frisches Basilikum darauf verteilen. 


Ich mag es ja gerne scharf, also schneide ich mir entweder frische Peperoni, mit der ich meine Stücke belege, oder streue Chiliflocken über die Pizza. 


Total lecker und so wie man sich eine Margherita vorstellt. Schön kross, sehr tomatig und bestechend durch Ihre Schlichtheit.  Das kann kein Lieferdienst und auch nicht viele Lokale, wenn da keine echten Italiener am Werk sind. Hier wird weder alles mit Käse verklebt und der Boden ist auch nicht so dick wie bei Pizzahut, sondern das fühlt sich an wie Sizilien.


Meine einfachste und einer meiner leckersten Pizzen. Ich mache natürlich immer gleich ein paar mehr. Die Reste sind heute beim Ausflug mit den Kindern auch kalt weggegangen, wie warme Semmeln. 


Deswegen kann ich Euch das mit dem besten Gewissen empfehlen und wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit. 


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