Samstag, 1. April 2017

Rinderbrust mit Sherry geschmort

Total einfach und super lecker. Das gelingt auch richtigen Kochnieten. Geschmorte Rinderbrust aus dem Ofen mit einer Soße auf Sherrybasis und einfachen Salzkartoffeln. Ein echtes Festessen für das Wochenende, für die Familie, oder wenn Gäste kommen. 



Zutaten:

3,5 Kilo Rinderbrust
1 Esslöffel Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
200 Milliliter Sherry
Brühe
500 Gramm Schalotten
1 Knoblauch

2 Möhren
Paste für braune Soße (anklicken)
Brühe, selbst gemacht (anklicken) 
Schmalz

Das Rezept schulde ich Euch noch, das habe ich am Wochenende vor zwei Wochen gemacht, als ich Geburtstagsbesuch hatte. Ich erwähne das jetzt nicht, damit mir noch einmal 500 Leute gratulieren, sondern weil ich normalerweise nicht solche rustikalen Braten mache. Eigentlich nur Ostern, Weihnachten, oder wenn meine Schwiegermutter zu Besuch kommt und eben am Geburtstag. Es ist also etwas Besonderes, obwohl es nicht viel kostet. Ein Kilo Rinderbrust gibt es auf jeden Fall deutlich unter zehn Euro pro Kilo und der Sherry ist irgendein Blindmacher von Kaufland. Trinken würde ich den nicht, nur verkochen. Keine Ahnung was die Flasche kostet, ich sage mal so um die sechs Euro. Dann noch ein paar Kartoffeln und das war es dann auch schon fast. 


Schmalz im Bräter erhitzen


Rinderbrust in 20 Minuten von allen Seiten anbraten. Größte Platte, maximale Temperatur.


Damit das Fett nicht so spritzt, habe ich einfach mein Arbeitsbrett auf dem Bräter abgelegt. Sowas mache ich immer symbolisch für meine Frau. Ich muss zwar den Dreck selbst wegmachen, aber die mag den auch erst gar nicht sehen.


Hier zaubern wir Röstaromen, die später dem Gericht beim Geschmack helfen und das Fleisch bleibt deutlich saftiger, wenn man es ordentlich anbrät


Das ist schon sehr gut. Dann Herd auf die kleinste Stufe runter regeln und es geht weiter mit den Zutaten, die zusätzlich in den Bräter kommen. Ihr könnt auch schon mal den Ofen anwerfen auf 120 Grad. Ich würde auch noch weniger nehmen, aber das kann der Gasofen leider nicht. 


Ein Esslöffel Meersalz


0,2 Liter Sherry. Das war der Rest aus der Flasche. Wer 0,3, oder 0,4 Liter hat, macht auch nichts falsch.



Sherry in den Topf kippen.



500 Gramm Schalotten von der Schale befreien


Die Schalotten haben ein paar Stunden im Ofen und die Soße wird später püriert, deswegen können die so bleiben wie sie sind, nachdem die Schale runter ist.


Schalotten in den Bräter geben.


1 Knoblauch abziehen. Kommt auch in den Bräter.


Zwei Möhren halbieren


Die Möhren geben dem Gericht eine leichte Süße und einen runden Geschmack


Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack und den Deckel auf den Bräter legen. Ab in den Ofen damit.



Das Fleisch jede Stunde einmal umdrehen, oder mit der Flüssigkeit begießen, die das Fleisch abgibt. Circa 30 Minuten bevor Ihr das Fleisch seriveren wollt (also nach ca 4 Stunden) Kartoffeln aufsetzen.


Nach vier Stunden sieht das Fleisch dann so aus.


Fleisch aus dem Bräter holen, in Alufolie einschlagen und ruhen lassen. 


Das Alupaket irgendwo bei Raumtemperatur stehen lassen. 


Die Flüssigkeit aus dem Bräter, mit dem geschmorten Gemüse, in einen kleinen Topf umfüllen.


0,3 Liter Brühe (am besten selbst gemacht) dazu gießen und 5 Löffel von der braunen Grundsoße zum Binden dazu geben


Mit dem Pürierstab pürieren und aufkochen, damit die Soße abbindet.


Die gebundene Soße noch einmal abschmecken, aber da fehlt nichts mehr, weil da lauter Dinge drin sind die Geschmack geben. Der Bratensaft, das Gemüse, Brühe, Salz und Pfeffer. Also ruhig probieren und sich davon überzeugen. Wenn die Soße zu dick wird, einfach ein paar Tropfen Wasser dazu geben, die kann das ab und notfalls kocht es auch wieder ein.


Dann kann es ans Anrichten gehen. Links die Soße, rechts die Kartoffeln.


Das ist die fertige Rinderbrust. Das Fett ist total weggeschmort und ich habe selten so ein saftiges Stück Fleisch gesehen. 


Hier ist der Anschnitt


Super feine Fleischfaser, sehr saftig und total weich. Da könnte man vor Freude glatt ausflippen. 


Fleisch auf dem Teller anrichten



Soße darüber geben.



Die Salzkartoffeln mit ein bisschen Petersilie, oder Schnittlauch dazu drapieren. Dazu gab es noch gemischten Salat und mehr braucht es eigentlich auch nicht. Man kann beim Zubereiten nichts falsch machen, wenn man sich einfach stur an die Temperatur 120 Grad hält und dem Braten vier Stunden Zeit gibt. Das geht in Elektroöfen auch noch mit weniger Temperatur und mit noch längerer Zeit. Der praktische Vorteil es so zu machen ist, dass ich den Braten am frühen Nachmittag in den Ofen gestellt habe und er dann pünktlich zum Abendessen fertig war.


Das ist ein traumhaft einfaches Essen, mit tollem Fleisch, einer Soße die man auch trinken könnte. Das Fleisch ist der Hauptdarsteller und ich habe mich echt gewundert, wie sechs Erwachsene bis auf einen ganz kleinen Rest, der am nächsten Tag noch eine Nudelsoße wurde, die kompletten 3,5 Kilo Rinderbrust platt gemacht haben. Tja, wenn es schmeckt?


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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