Freitag, 14. April 2017

Paprikasalat ungarisch

Sehr lecker und wieder was für das Leben gelernt. Salat ist ja eigentlich zu großen Anteilen einfach nur frisches Gemüse, geschnippelt, würzen, Dressing drauf und fertig! Hier liegt der Fall noch ein bisschen anders und das hilft sowohl dem Geschmack, als auch der Bekömmlichkeit, aber dazu später mehr.



Zutaten:

4 Paprikaschoten
4 Tomaten
1 Zwiebel
Salz
Pfeffer
Zucker
Essig
Butter (optional)
Öl
Schnittlauch

Das Kochbuch "ich koche für Dich" von Margarete Kalle habe ich nun schon ein paar Mal bemüht. Das beschränkt sich auf die reine Angabe der Zutaten und es gibt keine Bilder und nur wenig Hinweise die Zubereitung betreffend. Ich sehe dabei ganz klar den Vorteil, dass es an einem selbst liegt, was man am Ende aus dem Rezept macht. Da die Rezepte alle so alt wie die Braunkohle sind und das Buch seine Wurzeln in den fünfziger und sechziger Jahren hat, ist das zumindest für mich auch ein interessanter Blick zurück in die damalige Lebenswirklichkeit und was man damals im Laden kaufen konnte, oder wie man über verschiedene Lebensmittel gedacht hat. Für mich ist es spannend, die alten Rezepte in die Neuzeit zu überführen, Rezeptschätze vor dem Aussterben zu bewahren und wenn es nur dazu dient, sich wieder mal zu vergegenwärtigen, was mein Lieblingskoch Stefan Neumann vom Marienturm in Rudolstadt immer sagt, "kochen geht so, wie kochen schon immer ging". 


Beim Mix Markt bin ich über schwarze Paprika gestolpert. Die habe ich noch nie gesehen und passend zum schwarzen Anzug musste ich die spontan kaufen.


Paprika entkernen


Paprika in dünne Ringe schneiden. Ihr könnt mich jetzt alle für naiv halten, aber ich war ziemlich erstaunt, dass die schwarzen Paprika von innen grün sind. 


Hier versaue ich mir gerade den Status "vegan", weil ich mit Butter in der Edition 8 Pfanne von diePfanne.com arbeite, aber Ihr könnt zum Andünsten der Paprika auch neutrales Pflanzenöl verwenden. Also Fett in der Pfanne erhitzen.


Paprikaringe im Fett schwenken, Herd läuft volle Pulle auf der größten Platte. Stellt die Uhr auf 5 Minuten ein, mehr Zeit verbringen die Paprikaringe nicht in der Pfanne und sind danach auch noch bissfest. Zu dem Zeitpunkt kommen noch keine Gewürze in die Pfanne. Da geht es um den reinen Eigengeschmack der Paprika, der so noch intensiver wird. 


Dadurch wird der Paprika bekömmlicher und worüber ich ziemlich verwundert war, wurden die Paprika komplett grün und haben die schwarze Farbe total verloren. 


Eine Zwiebel häuten


Zwiebel zerkleinern.


Zwiebel mit Paprika in eine Salatschüssel geben.


Vier Tomaten waschen, legen und föhnen. Das macht 32 Euro, bitte beehren Sie uns bald wieder.. 


Tomaten in dünne Scheiben schneiden. 


Man kann das mit lauwarmen Paprika machen, oder auch mit ausgekühlten. Ich habe die Paprika nach dem Dünsten übernachten lassen. Ich arbeite abends spät in der Küche gerne mal satt für den nächsten Tag vor. Dann hat man Zeit, weil man keinen Hunger mehr hat und ist nicht in Eile, weil keiner mit dem Essen drängelt. 


Salz, Pfeffer und Zucker zum Würzen.


Ein ordentlicher Schuss Pflanzenöl. Im Moment nehme ich gerne Distelöl, sonst immer gerne Rapsöl.


Beim Essig kann man Branntweinessig nehmen, aber weil die Zutatenliste so schmal ist, fand ich Rotweinessig angemessen. Einfache Dinge entfalten Ihre Besonderheit bei solchen kleinen Details und die sollten dann schon auf den Punkt sein. 


Nun noch ein bisschen Schnittlauch, den hatte ich leider nur getrocknet. 


Alle Salatzutaten miteinander vermischen, damit die Gewürze überall hinkommen und Essig und Öl sich verteilen. 


Man könnte den Salat so eine Weile marinieren lassen, aber ich mag Salat am liebsten, wenn der gerade frisch gemacht wurde. Tomaten werden jedenfalls nicht besser, wenn sie lange in der Marinade liegen und irgendwann hat man dann den Autobahnraststätteneffekt, dass die Schale das Härteste an der Tomate ist. Mag ich überhaupt nicht. 


Das ist eine leckere Vorspeise, oder auch ein schöner Beilagensalat. Die leicht angedünsteten Paprika harmonieren gut mit mit den Tomaten und je nachdem ob Ihr eher süßsauer, oder eher salzig.würzig mariniert habt, macht der ungarische Paprikasalat einen extrem schlanken Fuß. 


Dazu passt frisches Weißbrot, wenn das eine Vorspeise sein soll, oder man kann den Salat auch gut zu Nudelgerichten, Pizza, oder allem anderen als Beilage reichen. Meine Frau fand den sehr gut, also muss er auch gut sein. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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