Dienstag, 18. April 2017

Eisbein mit Spitzkohlsalat und Erdbeeren - Mädchenessen für Kerle

So leichtfüßig habt Ihr noch kein Eisbein gegessen. Eisbein ist ja normal so ein krachert rustikales Stück Fleisch, gerne mit Sauerkraut, Kartoffelirgendwas und einer fettigen Soße, bei der es eigentlich nur darum geht, dass viel davon auf dem Teller liegt. Das hat in der Form dann nichts von einem Gericht, das ich für erstrebenswert halt und ein Gericht für die kalte Jahreszeit ist es obendrein. Sowas finde ich dann spannend, einfach alles noch einmal auf Null zu drehen, die Konventionen zu brechen und aus einem Gericht für die zweite Lebenshälfte, etwas jugendlich Frisches zu zaubern.



Zutaten für vier Personen:

1 gutes Kilo Eisbein (anklicken)
Spitzkohlsalat mit Erdbeeren (anklicken)
Cracker selbst gemacht (anklicken)

Dressing:

Bratensaft aus dem Backpapier
Joghurt
Salz
Pfeffer


Die Zubereitung des Eisbeins findet Ihr unter dem Link


Im Backpapier sammelt sich beim Garen der Bratensaft. Den müsst Ihr auf jeden Fall für das Dressing retten


Dressing in ein Gefäß umfüllen, in dem man das Dressing rühren kann


Das Eisbein ist nach vier Stunden im Backpapier bei geringer Temperatur zart wie Butter


Knochen mit der Hand rausdrehen



Hier ist das entbeinte Eisbein. Das Fleisch ist total saftigt, weil es im Schutz des Fettmantels gegart wurde. Ich weiß, viele Leute sagen immer, iiiih Fett und das Fleisch soll nicht so durchwachsen sein, aber das Fett gibt ganz viel Geschmack und es wird deutlich zarter als magere Fleischstücke. Wer das Fett nicht essen mag, muss es nicht essen, sollte es aber beim Garen nutzen.


Während das Eisbein im Ofen gart, kann man schon die Zutaten des Spitzkohlsalates mit Erdbeeren vorbereiten. Marinieren aber erst direkt vor dem Servieren. 


Das Fleisch kann man direkt aus dem Ofen lauwarm servieren, oder abkühlen lassen und aufgeschnitten und langsam in der Pfanne anwärmen, bis es wieder 70 Grad hat, dann ist es wieder so zart, wie frisch aus dem Ofen.


Hier kann man gut sehen wie zart das Fleisch ist.


Den fertig marinierten Spitzkohlsalat mit Erdbeeren, der übrigens ein echter Kracher ist. auf einem flachen Teller anrichten. 


Wenn man das Fleisch nicht kalt servieren möchte (geht auch), oder gleich frisch aus dem Ofen zerkleinert, kann man es in der Pfanne wieder auf Temperatur bringen. Ihr solltet 70 Grad anpeilen, damit es richtig zart ist. das Eisbeinfleisch ist sehr saftig und kurzfaserig und dankt für sorgfaltige Arbeit.


Jetzt kommen wir zum Joghurtdressing. Das ist quasi ein Extra, weil der Spitzkohlsalat ist schließlich schon mariniert. Das korrespondiert quasi mit dem süß-sauer-salzigen Balsamicodressing des Salates und verwirrt ein wenig die Geschmacksnerven, im Zusammenhang mit dem Eisbein. Mal im Ernst, hat von Euch schon mal jemand Eisbein mit Joghurtdressing gegessen? 


Joghurt mit dem Bratensaft vermischen, Salz und Pfeffer zum Würzen nehmen. Abschmecken und wenn Euch noch Säure fehlt, einen Schuss Essig dazu geben. 


Dressing gut vermischen.


Eisbeinstücke zum Salat drapieren und mit dem Joghurtdressing benetzen


Als Krönung packe ich noch einen meiner selbst gemachten Salzcracker darauf.


Holla die Waldfee, das ist mal ein Salat. Knackiger Spitzkohlsalat mit Erdbeeren, zartes Eisbein, Joghurtdressing und die knackigen Cracker. Ist das rustikal? 


Je nach Menge ist das eine schöne Vorspeise, oder auch ein Hauptgericht. Falls Euch im Frühjahr oder Sommer mal jemand belehren möchte, dass Eisbein ein Wintergericht wäre, dann verweist die Person freundlich an mich.



Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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