Dienstag, 21. März 2017

One Pan Pasta mit Salat - 35 Minuten für ein leckeres Gericht

Ich bin kein Freund von diesen Gerichten, die marktschreierisch als one pot Pasta beworben werden. Da habe ich schon selbst ganz gruselige Resultate erzielt. Trotzdem bin ich ein neugieriger Mensch und immer auf der Suche nach Erleichterungen im Alltag, bei denen man vor allem nicht auf Geschmack und Haptik verzichten muss. An manchen Tagen bin ich so abgeraucht, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dass ich mir sage, wenn das nicht klappt, gibt es stattdessen eine Scheibe Brot, aber das versuchst Du jetzt trotzdem noch. Dieses Mal mit so viel Erfolg, dass ich Euch das gerne als Erfolgsmeldung zeigen mag.



Zutaten:

500 Gramm Rinderhack
500 Gramm Spaghetti
2 Zwiebeln
1 Knoblauch
100 Milliliter Tomatenmark
870 Milliliter Brühe
evtl. noch ein wenig Wasser zum Ausgleichen
1 Teelöffel Meersalz
Pfeffer

1 Peperoni
2 Lorbeerblätter
2 Wacholderbeeren
1 Piment

Grünkraut zum Bestreuen, zB. Petersilie, oder Schnittlauch
Hartkäse zum Reiben


Salat:

Romanasalat
3 Tomaten
1Zwiebel
Salz
Pfeffer
Zucker
Balsamico Essig
Öl
Dill



Das ist der Grund für meinen Mut. Die Edition 8 tiefe Gusspfanne von diePfanne.com. Mit der Pfanne habe ich schon die tollsten Sachen gemacht, wie einen ganzen Braten auf der Herdplatte auf Kerntemperatur gezogen. Das kann man nur mit Pfannen machen, die eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung haben, also auch da heiß werden, wo gerade keine Flamme direkt drunter ist. Nur mal der guten Ordnung halber. Ich würde auch für eine Million nichts Gutes über ein Scheißprodukt schreiben und werbe für dieses Produkt aus reiner Überzeugung, weil es aus jedem einen besseren Koch macht, obwohl man nichts anders machen muss, als man bisher gemacht hat und trotzdem ein besseres Resultat bekommt. Ich tue damit also nicht dem Verkäufer einen Gefallen, wenn ich die Pfanne ausdrücklich erwähne, sondern Euch. Und nun zurück zum Rezept.


Das Rinderhack, ohne extra Fett, in die heiße Pfanne werfen und vorher kneten, damit es hierher nicht aussieht wie Regenwürmer. Habe ich früher auch nicht gemacht und kann mir die Mahnmale noch teilweise in meinem Blog anschauen. Anbraten dauert bei mir insgesamt immer 20 Minuten auf voller Pulle, damit das Hackfleisch nicht so grau aussieht. Vor allem dient es dem guten Geschmack des Gerichts.


Zwei Zwiebeln häuten


Damit das Fett beim Anbraten nicht so inflationär rumspritzt, einen Deckel auf die Pfanne legen.


Während des Anbratens kümmern wir uns schon um die weiteren Komponenten und Beilagen, damit wie so schnell wie möglich am Tisch sitzen können. 


Zwiebeln in Ringe schneiden und einen Freilandknoblauch zerkleinern.


1 Peperoni in die Pfanne geben.


Die Pfanne läuft immer noch unter Volldampf


Nach zehn Minuten Anbratzeit Zwiebeln und Knoblauch in die Pfanne geben.


Zwei Lorbeerblätter, 2 Wacholderbeeren und 1 Piment


1 Teelöffel Meersalz


Pfeffer nach Geschmack


100 Milliliter Tomatenmark in die Pfanne geben und mit den Zutaten vermischen, um noch ein paar Röstaromen bilden zu können.



Nach 20 Minuten ist das Rinderhack schön angebraten und die Zwiebeln glasig


Das ist so ein lustiges Gurkenglas aus dem Russenmarkt. Da sind normal saure Gurken drin. Deswegen weiß ich auch so genau, dass es 870 Milliliter hat. Ich benutze das natürlich auch, um meine Brühen darin einzukochen. Das ist zwar schon eine ganze Menge Brühe, aber das reicht bis zum Ende noch nicht, an Flüssigkeit, wenn man 500 Gramm Spaghetti kocht. Was dann noch fehlt, gleichen wir beim Kochen mit Wasser aus. 


Herd auf voller Pulle weiterlaufen lassen, damit die Brühe schnell anfängt zu kochen


Wenn der Pfanneninhalt kocht, kommen die Nudeln in die Pfanne


Deckel drauf legen, damit die Hitze nicht entweichen kann


Während die Spaghetti weich werden immer mal vorsichtig mit dem Pfannenwender (aus Holz) ein wenig bewegen, damit sich sie Nudeln besser mit dem Pfanneninhalt vermischen.


Nach 5 Minuten sind die Spaghetti so weich, dass man sie mit der Soße und dem Fleisch vermischen kann. Die haben aber noch nicht genug Flüssigkeit aufgenommen und sind noch sehr hart. Da ist aber dann auch nicht mehr Genug Flüssigkeit in der Pfanne und man muss noch welche von außen schubweise zuführen. Dafür braucht man ein bisschen Gefühl, also nicht vor Angst mal eben einen halben Liter nachkippen, sondern immer in 100 Milliliter Schritten und dann wieder Deckel auf die Pfanne und nach einer weiteren Minute umrühren und probieren, bis man den gewünschten Härtegrad zwischen al Dente und Altenheimkost erreicht hat. Dafür kann man ja nach Grundwürze Wasser nehmen (icke), oder wenn man noch ein bisschen schlapp auf der Brust ist mehr Brühe, oder an guten Tagen auch Rotwein. 


Oben auf dem Bild kann man an den Nudelspitzen schon sehen, dass die noch zu hart sind.



Hier sind die Spaghetti dann schön geschmeidig und haben das richtige Volumen und haben sich schön mit der Soße verbunden, die auch wirklich gut ist, weil sie vorher schon gut war, bevor man sie wieder mit der Brühe verflüssigt hat, damit man die Spaghetti darin kochen kann. Es soll ja Leute geben, die dafür eine Fixtüte verwenden. Wofür eigentlich?


Ich habe parallel dazu schon den Salat vorbereitet, aber ich zeige Euch das hier zusammenhängend, damit es optisch einen Sinn ergibt. 


Romanasalat zerkleinern



1 Zwiebel zerkleinern.


Dill, Salz, Pfeffer, Zucker


1 Schuss Olivenöl, 1 ordentlich Hieb Balsamico


Zutaten miteinander vermischen und auf Salattellern servieren.


Das ist mein Frischekick, der die Lebensgeister wieder erwachen lässt.


Die Nudeln serviere ich auch in tiefen Tellern, streue noch ein wenig geriebenen Hartkläse darüber und Petersilie, oder Schnittlauch. Von Anfang bis auf den Teller, habe ich 35 Minuten gebraucht. Meine Frau verabschiedete sich mit den Worten aus der Küche, ich gehe jetzt duschen und bis sie wieder da war, war mein Gericht servierfertig.


Das war auch mein ganz großes Glück, denn die steht auch überhaupt nicht auf dieses One pot Zeug, wobei der hier natürlich ganz veritable one pan Spaghetti sind. So war das Essen schon fertig und meine Frau wusste gar nicht, wie ich das zubereitet habe. Dementsprechend gut war auch die Resonanz, von lecker eingekochter Soße, schöner Konsistenz und überhaupt einem runden Gericht für die Woche, war die Rede. Das ist so jeden Fall deutlich näher an einer italienischen Großmutter, als einem scheußlichen Fertigessen und das würde ich jeden Tag noch einmal kochen.


Am nächsten Tag haben die Kinder dann den Rest verzehrt und auch von meiner kritischten Zielgruppe kam kein Gemecker, dann muss es wirklich gut gewesen sein. 


Deswegen ist das meine ausdrückliche Empfehlung für alle one pot Muffel, es mal mit dem one pan Prinzip und vernünftigem Werkzeug zu probieren.



Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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