Montag, 20. Februar 2017

Krautsalat mit Limette - total spritzig

Weiß jemand eigentlich wieso ausgerechnet wir Deutschen auf der halben Welt als Krautfresser verschrien sind? Ich war in einem russischen Supermarkt, da steht alles mögliche aus Weiß- und Rotkohl, die Chinesen essen Kohl, die Koreaner machen Kimchi, der Ostblock krautwickelt bis ans Schwarze Meer, die Türken haben auch sauren Kohl. An mich haben sie jedenfalls nicht gedacht, als der Titel Krautfresser verteilt wurde. Das ist für mich Eisbein mit Sauerkraut, oder sowas tot gekochtes. Ich bin eher so der knackige Kohltyp und jetzt wo die anderen Gemüse gerade ziemlich teuer sind, hole ich mir da meine Vitamine, ohne zu meckern dass das, was es im Moment eigentlich nicht gar nicht geben würde, so teuer ist.


Zutaten:

Weißkohl
1 Möhre
Schnittlauch nach Geschmack
2 Limetten
Pflanzenöl
Salz
Pfeffer
Zucker


Ich überlege gerade wann ich meinen ersten Krautsalat gemacht habe und denke es wird knapp 20 Jahre her sein, vielleicht 1999, oder 2000. Meine Mutter konsultierte Ihr Kochbuch von 1957 und da wurde der Weißkohl noch großartig in heißem Wasser blanchiert und sie war felsenfest der Meinung, dass man das tun muss, damit der Kohl bekömmlicher wird. Kann man machen, um immer mal eine andere Zubereitungsweise zu haben, aber ich mag Krautsalat am liebsten, wenn er einfach nur knackfrisch und nicht mit Wärme in Berührung gekommen ist. Mehr Vitamine wird er so auch haben, als wenn man den vorher noch blanchiert.


Einfach nur mit einem ordentlichen Messer zerteilen


Größe vorschneiden


Nach Geschmack, dünne Streifen vom Kohl abschneiden


Wer sich gefragt hat, was ich da für ein tolles neues Messer verwende? Das ist ein Edition 7 Kochmesser von diePfanne.com. Wer so wie ich immer mit ganz spartanischem Equipment unterwegs gewesen ist, wird das wie einen Quantensprung empfinden. Liegt toll in der Hand, schneidet wie verrückt und macht einen automatisch zu einem besseren Koch, ohne dass man etwas dazu lernen müsste. 


So ein Berg Weißkraut geht damit jedenfalls gut von der Hand.


Weißkraut in einer Salatschüssel lagern.


Eine Möhre mit der Reibe zerkleinern


Die Möhre auch zum Weißkraut in die Schüssel geben.


Mir stand der Sinn nach einem richtig frischem Dressing. Essig ist ja an sich nicht unfrisch im Daherkommen, aber eben ein Gärungsprodukt und somit schon ein bisschen länger unterwegs. Deswegen fiel meine Wahl auf den frischen Saft zweier Limetten. Einfach halbieren und entweder mit einer Zitruspresse entsaften, oder mit bloßen Händen über dem Salat ausdrücken (icke). Dann noch einen reichlichen Hieb neutrales Pflanzenöl, wie Rapsöl, damit der Körper auch einen Weg findet, die Vitamine aus dem Salat aufzunehmen.


Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack. Ich bin bei anteilig mehr Salz und Pfeffer und eher weniger Zucker, aber ich weiß dass viele Ihren Krautsalat gerne mit einer süßen Note mögen.


Noch ein bisschen Schnittlauch für die Optik und den frischen Eindruck. 


Den Krautsalat mit Limette habe ich mehrfach verwendet. Zu meinem Schweinefilet mit Zigeunersoße und knusprigen Bratkartoffeln und mit einem Tag Zeit zum Marinieren...


... zu meinen Hähnchenkroketten (Rezept kommt). Ganz frisch knackt er natürlich noch mehr. Nach einem Geschmack ist der Geschmack dafür noch mehr in das Kraut eingezogen. Ich finde beides o.k. Wenn ich die Wahl habe, nehme ich den ganz frischen. 



Total lecker und gesund und deswegen sehr zu empfehlen. Ich wünsche viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Den Salat darfst Du nächstes We gerne kiloweise machen. :) Das ist leider auch sowas, was ich hier immer alleine essen muss, das verschmäht sogar mein Gatte. Dabei ist es voll lecker!

    Liebe Grüße

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    1. geht klar. wir machen jeden abend einen anderen. versprochen

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