Freitag, 10. Februar 2017

Kiwimarmelade - einfach und lecker

Haben Kiwis gerade Saison? Keine Ahnung, zumindest habe ich das Gefühl, dass sie im Moment günstiger sind, als zu anderen Zeiten im Jahr und sie kommen aus Italien und nicht vom anderen Ende der Welt. Wenn man so einen Stall voller Kinder hat, dann wird man oft mit Wünschen überhäuft, was man unbedingt für sie kaufen muss, bis es dann da steht und keiner davon essen will, weil die Kiwis zu hart, zu sauer, zu pelzig, zu schwer zu löffeln, zu grün, oder zu Kiwi sind. Nicht schlimm, dass man aus denen keine Brühe machen kann. Dann werden sie eben zu Marmelade eingekocht.



Zutaten:

1 Kilo Kiwi
500 Gramm Gelierzucker 2 zu 1
Vanille aus der Mühle
1 Zitrone



Ich habe zwei Kilo Kiwi gekauft und man konnte nach zwei Wochen von außen sehen, dass die langsam weg müssen. Zum Wegwerfen sind sie mir aber trotzdem zu schade und deswegen habe ich im Vorratsschrank immer Gelierzucker stehen, um für solche Eventualitäten gerüstet zu sein. Wenn es pikant wäre, hätte ich eine Brühe kocht, jetzt wird es eben Marmelade.


Kiwi halbieren


Kiwi mit einem Esslöffel ausheben und das Fruchtfleisch in einen kleinen Topf geben.


Damit nichts oxidiert, also nicht braun wird, brauchen wir noch ein wenig Säure. Die schadet dem Geschmack einer Marmelade sowieso nicht, bevor es so pappsüß wird. 


Den Saft einer Zitrone in den Topf geben. Ich rechne auch bei anderen Marmeladen immer auf ein Kilo Obst eine Zitrone. Hier passt es gerade, weil ich sowieso nur ein Kilo verarbeite.


Gelierzucker zwei zu eins. Da kommt auf ein Kilo Obst ein halbes Kilo Gelierzucker. Das wird dann nicht so süß, als wenn man traditionellen Gelierzucker im Verhältnis 1 zu 1 verwendet. Es gibt auch 3 zu 1, aber damit habe ich noch nie gearbeitet und traue dem auch nicht so recht über den Weg, weil der Zucker auch beim Konservieren hilft. Sollte ich aber mal machen, denn bei so kleinen Mengen, die ich hier an Obst verarbeite, wie lange soll das halten? Das ist in ein paar Wochen Geschichte und so soll es auch sein. 


Gelierzucker in den Topf geben


Gelierzucker mit den Kiwistücken vermischen.


Ein bisschen Vanille aus der Mühle. Marmelade mag ich gerne pur, damit man die Frucht noch aus dem Endprodukt heraus schmeckt, aber Vanille geht immer.


Den Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und wenn der Inhalt kocht, dann muss man 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, damit der Gelierzucker gelieren kann. Danach kann man einen sauberen Teelöffel nehmen, ein wenig Marmelade darauf geben und kurz zur Seite legen und dann ein paar Minuten warten, dass die Marmelade fest wird. Das nennt sich Geliertest. Wenn es auf dem Löffel fest wird, dann wird die Marmelade auch im Glas fest, wenn sie abgekühlt. Bei so kleinen Mengen, bei denen man die Mischverhältnisse so gut im Blick hat, ist das eh kein Problem.


Weil ich keine riesigen Kiwistücke in der Marmelade haben will, püriere ich relativ grob, damit man optisch immer noch erkennen kann, dass es sich um Kiwi handelt.


So habe ich mir das vorgestellt. 


Mit 1 Kilo Obst und 500 Gramm Zucker hat man keine große Menge und die Nummer auf dem Herd dauert vielleicht 15 Minuten von Herd anstellen, bis zum Ende. Ich habe daraus vier Gläser Marmelade gemacht. 


Die Gläser sollen steril sein. Ich habe die in der Zeit als die Kiwi auf dem Herd standen in einem Topf mit kochendem Wasser steril gemacht. Zum Umfüllen in die Gläser hatte ich mir ganz schlau vorgestellt, dass ich einen Trichter nehme, bis mir aufgefallen ist, dass ie Kiwistücke dafür zu groß sind. Dann ist eben eine Schöpfkelle zum Umfüllen in die Gläser geworden.


Gläser mit den Schraubdeckeln verschließen, so lange die Marmelade noch richtig heiß ist, damit die Gläser ein Vakuum ziehen.


Der letzte Klecks Marmelade, der nicht mehr in die Gläser passte, diente zur Geschmacksprobe und ich muss sagen, so lecker hätte ich mir Kiwimarmelade gar nicht vorgestellt. Meine Frau ist auch begeistert und meinte, wenn man das nicht auf Brot isst, könnte man das auch gut in Naturjoghurt einrühren. Nicht verzagen Mutti fragen. Ich könnte mir das auch gut zu Käse vorstellen, zu Parmesan zum Beispiel.


Das gefällt mir. Müll vermeiden und etwas Tolles zaubern, was nicht jeder im Schrank hat. Das geht auch mit jedem anderen Obst bei dem Ihr Euch in der Menge verhauen habe. 1 Kilo Obst, 500 Gramm Gelierzucker 2 zu 1, eine Zitrone und danach gibt es leckere Marmelade, die man höchstwahrscheinlich nur Fruchtaufstrich nennen darf, weil es nicht aus Orangen gemacht wird. Geschmacklich erkennt man ganz deutlich Kiwi, mit einer angenehmen Säure und einem Hauch Vanille. Sehr geil!


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 



Kommentare:

  1. das hab ich gestern auch gemacht, im Edeka hatten die am Wochenende 500g für 1€... kann Frau nix falsch machen. Ich mache mir die Marmelade in mein Müsli und habe die durchs Sieb gerührt so Stückig mag ich das nicht *zugeb*

    sei lieb gegrüsst, als nächstes will ich Deine Bananenmarmelde machen...

    anja

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    1. bananenmarmelade ist toll. auch zu selbst gemachter nusscreme, oder zu erdnussbutter

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  2. Ich verwende immer 3:1 Gelierzucker - das ist mir süß genug. Es gibt keine Schwierigkeiten beim Gelieren und bei der Haltbarkeit.

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