Samstag, 14. Januar 2017

Sandwich mit Chicken-Cheesenuggets - Streetfood am Tisch

Das sind diese kleinen Bastelarbeiten, die einen mehr beschäftigen als ein Sonntagsbraten und dann kommt irgendein Stoffel und behauptet, das wäre fast food.  Get the fuck outta here! Natürlich kann man parallel arbeiten, aber da steckt immer mehr Gefummel drin, als in einem Schmorgericht. Der Vorteil bei solchen Gerichten ist aber auch, dass man jede einzelne Komponente mehr rausarbeiten kann, weil das Gesamtkunstwerk erst direkt vor dem Servieren montiert wird. Da nimmt nichts über Stunden den Geschmack von irgendwas anderem an, sondern da entscheidet sich das Spiel immer erst in der letzten Sekunde.



Zutaten:

Chicken-cheesenuggets (anklicken)
Gelaugte Brötchen für Sandwiches (anklicken)
Ketchup mit Ingwer und Soja (anklicken)
Senfmayonnaise (anklicken)
Zwiebel
Tomaten
Eisberg oder Romanasalat
Salz
Pfeffer

Beilage:

Pommes frites (anklicken)

Das Chicken-Cheesenuggetsandwich geht in die Richtung Streetfood und ich bin mittlerweile auch darauf gekommen, wo mein plötzliches Interesse am asiatischen Einschlag herkommt. Bei uns um die Ecke hat ein vietnamesisches Lokal eröffnet und wir sind dort in letzter Zeit ein paar Mal zum Mittagsessen gewesen, wenn Geschäftsbesuch da war. Ich beeile mich dann zwar immer zu sagen, dass ich nichts mit Fischsoße haben will, aber wer weiß was die mir dort immer unterjubeln. Auf jeden Fall machen sie dort handwerklich sehr leckeres und frisches Essen, das mich zu neuen Ideen inspiriert.


Man ist in der Zeitgestaltung auch ziemlich frei, denn den Teig für die Brötchen kann man schon einen Tag vor der Verarbeitung ansetzen, oder die Brötchen einfrieren. Wenn man gleich entsprechende Mengen produziert, fällt die Zeit auch nicht mehr so ins Gewicht. Bei mir ist es sowieso alles noch viel schlimmer, weil ich das als meditative Tätigkeit empfinde und auch noch Spaß daran habe...


Weil der Teig Ruhezeiten braucht, wäre das Brötchen immer mein Anfang für das Gericht, wenn ich das an einem Stück durchkochen würde.


Ketchup hält ewig und drei Tage im Kühlschrank. Den Asia Ketchup könnt Ihr irgendwo zwischen einer Stunde und ein paar Wochen vor dem Sandwich auf den Weg bringen. 


Die Nuggets nehmen jede Menge Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Anwesenden, wenn deren Vorlieben und Abneigungen bekannt sind. Ich kenne generell erstmal niemanden der Fleisch isst und keine Nuggets mag, o.k meine Mutter. Als Chicken-cheesenugget sind die Teile schon eine Stufe über normalen Nuggets und man kann entweder die Peperoni und/oder den Käse weglassen, je nachdem wer einem am Tisch eine lange Nase drehen würde, wenn er das essen müsste, was alle anderen haben.


Die Nuggets kann man auf doppelt ausbacken. Das heißt man produziert sie vor, bräunt sie aber noch nicht so weit, wie man die später auf den Tisch bringen möchte. Dann kann man sie im Kühlschrank lagern, oder einfrieren und dann kommen sie (aufgetaut) direkt vor dem Servieren noch einmal in der Pfanne ins heiße Fett. 


Ich mache das natürlich immer frisch und am Stück, an dem Tag wenn ich das servieren will, aber ich weiß, dass sich viele vor der Arbeit fürchten, oder sich den Tag irgendwie anders einteilen und dann nicht wissen, wann sie das machen sollen. Das ist jedenfalls kein K.O. Kriterium, um es nicht tun zu können. Man muss sich nur von dem Gedanken trennen, dass man alles sofort aufessen zu müssen, nur weil man das gerade zubereitet hat. Bei mir steht meistens gerade irgendwas auf dem Herd, was es erst morgen, oder irgendwann anders gibt. Ein Topf Brühe, oder irgendwelche Komponenten, die einkochen müssen. 


Daran führt kein Weg vorbei dieses Senfdressing frisch zu bereiten, aber das sind dann noch die letzten zehn Minuten, die den Kohl auch nicht mehr fett machen. 


Egal wie lange Zeit und Etappen Ihr Euch gelassen habt, um die einzelnen Komponenten herzustellen, geht es irgendwann auch mal auf den Teller.


 Die Nuggets sind fertig ausgebacken und lagern bei schonenden 70 bis 100 Grad im Ofen, damit sie nicht auskühlen und nicht weiter garen. Nun werden die Sandwichbrötchen vorbereitet.


Aufschneiden und mit den Innenseite in einer Pfanne ohne Fett angeröstet, damit sie nicht so schnell von den Soßen durchsuppt werden.


Das frische Gemüse muss dann auch am Start sein. Tomaten in dünne Scheiben geschnitten, Zwiebel gehobelt und Salatblätter als Unterlage.


Unterteile der Sandwiches mit der Senfmayonnaise bestreichen.


Salatblätter auflegen, damit es noch knackiger wird.


Nuggets darüber drapieren


Das finde ich schon ziemlich geil, wie der Käse dort austritt


Tomatenscheiben dienen auch der Frische


Zwiebeln und dann noch einmal kurz Salz und Pfeffer aus der Mühle


Ketchup mit Ingwer und Soja


Deckel drauf!


Das ist echt verdammt Porno in der Kombination. Die gelaugten Brötchen, knackiger Salat, Senfmayonnaise von unten, Ketchup von oben und dann die knusprigen Chicken-cheesenuggets, aus denen der Käse ausläuft und die einem mit den Peperoni, noch mal so richtig einen Schlag versetzen. Das explodiert vor Frische fast im Mund und sowas kann man gar nicht oft genug haben. 


Ich weiß, das ist ekelig, aber gezeigt werden muss es trotzdem, wie schön der Käse Fäden zieht.


Ich kann Euch immer nicht sagen, was mein Lieblingsessen ist, weil es eigentlich immer das ist, was ich gerade auf dem Teller vor mir habe, aber das ist ganz weit vorne.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Eklig?!? Käsefäden sind der reinste Foodporn.
    Das sieht insgesamt mal wieder verdammt lecker aus!

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    1. irgendwer wird es schon ekelig finden. du kennst die leute doch, die immer nur rumkritteln und selbst nie was posten.

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