Mittwoch, 11. Januar 2017

Kartoffelsalat mit Soleiern, Gurken und Brühe

Pünktlich zur Partysaison mit Karneval, oder zu Weihnachten und Neujahr bricht wie zur Grillzeit die Kartoffelsalathysterie aus. Es ist wie immer. Auf der einen Seite der Nord-Südkonflikt, ob man den Kartoffelsalat mit Mayonnaise, oder mit Brühe serviert und dann mein persönlicher Konflikt, dass die einen nur gekörnte Brühe in Wasser auflösen und die andere Fraktion die Mayonnaise aus dem Glas verwendet. Ich warte noch auf den, der dafür vorgekochte Kartoffeln aus dem Glas verwendet. Ich muss die ganzen Plünnen ja nicht essen und bin dankbar, dass mich diese Protagonisten immer wieder daran erinnern, worum es in meinem Blog geht. Einfache Gerichte aus frischen Zutaten, selbst gemacht. 



Zutaten:

1 Kilo Kartoffeln
Gurken selbst eingelegt (anklicken)
Soleier (anklicken)
Zwiebel
Dill
Salz
Pfeffer
Zucker
350 Milliliter Brühe selbst eingekocht (anklicken)
1 Schuss Pflanzenöl
eventuell 1 Schuss Weißweinessig
Lauchzwiebeln
Dill


Pellkartoffeln 20 Minuten lang kochen, bis sich die Schale wellt


Danach Kartoffeln abgießen, ausdampfen und abkühlen lassen. Danach die Schale abpellen. Die Kartoffeln kann man auch schon einen Tag vorher kochen, dann fallen sie beim Schneiden nicht so leicht auseinander. 


Pellkartoffeln in Scheiben schneiden. 


Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben. 


Die Stückzahl ist frei wählbar, aber die vier Soleier waren mein Rest, den ich mir extra für den Kartoffelsalat zur Seite gelegt hatte. Klickt Ihr oben auf das Rezept? Total geile Zutat und da sitzt viel mehr Geschmack drin, als in einem normalen gekochten Ei. 


Zerkleinerte Soleier zu den Kartoffeln geben. 


Hier, ich feiere immer noch. Für diese Gurken bin ich aus so einem Einkochnaziforum rausgeflogen, in denen die Admins immer die absolute Deutungshoheit über die Einkochtechniken, bis auf die Temperatur und die Minute genau haben, weil mich drei Walküren so lange angegangen sind, bis ich ihnen freundlich mitgeteilt habe, dass sie sich mal gepflegt selbst ficken können, weil es niemand anders freiwillig tun würde. Die habe ich Ende August mit dem heißen Essigsud eingelegt (die Gurken, nicht die Walküren) und schon damals haben mir die drei Grazien ein schnelles Ende vorhergesagt, weil das unmöglich konservieren könnte. Kann es doch und ich habe sicherheitshalber auch zehn Tage Luft zwischen meinem Kartoffelsalat und der Veröffentlichung gelassen, um zu schauen, ob auch alle überleben. Alles Geschwätz! 


Vom Essigsud sind die Gurken so sauer und vom Salz so salzig, dass man spontan wieder Jungfrau wird. Bevor diese Gurken schlecht werden, hat sich das mit dem Trump hoffentlich auch schon wieder erledigt. 


Gurken noch ein wenig kleiner und mundgerechter hacken. 


Gurken und eine zerkleinerte Zwiebel in den Salat geben. 


Mit Salz Pfeffer und Zucker eine Grundwürze schaffen, Dill ist auch wichtig.


350 Milliliter selbst gemacht Brühe 


Ich habe keine Angst vor Säure, deswegen noch einen kleinen Schuss Weißweinessig dazu geben.


Noch ein wenig Rapsöl, damit der Kartoffelsalat besser rutscht. 


Noch ein paar Lauchzwiebeln zerkleinern. Das bringt Frische im Kartoffelsalat.


Die Lauchzwiebel noch schnell unter den Salat mischen.


So, jetzt ist der Salat fertig zum Anrichten, nachdem Ihr erneut probiert und die finale Würzung macht, falls Euch noch irgendwas fehlt. 


Der Kartoffelsalat ist richtig rund und voll. Pellkartoffeln mit Soleiern, selbst eingelegten Gurken, frischen Zwiebeln, frischer Lauchzwiebel, selbst eingekochte Brühe und ein paar Gewürze. Das klingt nicht nach vielen Zutaten und die braucht man auch nicht, wenn man das bisschen was drin ist, vernünftig nimmt. 


Meine Konstellation am Tisch war sowieso schon wieder denkwürdig. Gast Anne sagte mir vorher schon, a.) ich mag keine Soleier, b.) ich mag keinen Kartoffelsalat. Meine ganze Sippe hatte sich ja vorher schon kollektiv gegen meine Soleier verschworen. Den Kartoffelsalat haben sie aber alle gefressen wie die Raupen und davon ist auch nichts übrig geblieben, außer dem unbefriedigtem Wunsch, jetzt doch mal die Soleier noch einmal pur essen zu wollen. Wer zu spät kommt, den straft das Leben, oder der Glatzkoch.


Wenn Euch der Sinn also mal nach einem Kartoffelsalat steht, der so richtig sauber und rein schmeckt, ohne irgendwelche komischen Geschmacksauszüge von Dingen, die gar nicht drin sind, ohne Chemie und Konservierungsmittel, ohne, ohne, ohne, dann ist das genau richtig für Euch. Der Salat ist so schlicht, dass Ihr schon wieder darauf angesprochen werdet. Versprochen! Perfekt zur Bockwurst am Heiligabend, der Boulette am Silvesterabend und dem Grillgericht, wenn die Sonne hoch am Himmel brennt.



Dazu gab es als Salatalternative und Ergänzung meinen Spätzlesalat mit selbst gemachter Mayonnaise...



...sowie meine Frikadellen mit karamellisierten Zwiebeln.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen