Sonntag, 8. Januar 2017

Frikadellen mit karamellisierten Zwiebeln

Ich habe festgestellt, dass mir immer noch ein vernünftiges Rezept für Frikadellen im Blog fehlt, das man aus der Tasche zaubern kann, wenn jemand fragt "Hat mal jemand ein Rezept für Frikadellen?" Früher habe ich mich mit Frikadellen auch schwer getan, weil ich mich nie getraut habe, richtig Gas zu geben und den Frikadellen beim Braten mal richtig einen auf den Kopf zu geben. Dann schiebt man sie bei zu wenig Temperatur 20 Minuten in der Pfanne rum und am Ende sind die von außen mau und innen zäh. Gut, wenn man auch im hohen Alter immer noch mal was dazu lernt..



Zutaten für 4 Personen mit Hunger

1200 Gramm Rinderhack
2 Zwiebeln
1 Knoblauch
2 Eier
 3 Lauchzwiebeln
1 Schuss Sahne
Paniermehl
Salz
Pfeffer
1 Esslöffel Zucker
Schmalz


Ich habe hier aus dem Gedächtnis viele gute Tipps zusammengetragen, die mir schlaue Köche in den letzten Jahren zum Braten einer leckeren Frikadelle gegeben haben, um daraus meine Stand 2017 ultimative Frikadelle zu braten.


Zwiebeln und Knoblauch abziehen und zerkleinern


Schmalz in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch mit einem Esslöffel Zucker karamellisieren. Butter ist natürlich auch o.k.


Hier kommt es nicht auf Geschwindigkeit an, das soll ordentlich werden. Deswegen gehe ich auch mittlere Hitze, damit die Zwiebeln und der Knoblauch nicht anbrennen, sondern gleichmäßig braun werden.


Einen Esslöffel Zucker darüber geben.


Wenn die Zwiebeln angenehm braun sind, noch Salz und Pfeffer aus der Mühle darüber geben. 


So soll es aussehen. Probiert mal, ein Traum! Das ist so eine Wohlfühlkomponente, die einem Gericht am Ende richtig runden Geschmack verleiht.


Dann habe ich gerne noch einen frischen Aspekt dabei. Dafür zerkleinere ich ein paar Lauchzwiebeln, die später in das Hackfleisch eingeknetet werden.  


Wenn das nicht frisch schmeckt, dann weiß ich es auch nicht.


1,2 Kilo Rinderhack, gerne auch frisch und selbst gewolft. (anklicken)


Zwei Eier aufschlagen


Jetzt geht es ans Würzen.


Einen Teelöffel Salz, Pfeffer aus der Mühle


Die karamellisierten Zwiebeln zum Rinderhack geben


Lauchzwiebeln


Paniermehl nach Geschmack, aber ich nehme nicht mehr als den Gegenwert eines halben Brötchens.


1 Schuss Sahne


Hackfleisch verkneten.



Frikadellen formen. Wie groß Ihr die haben möchtet, müsst Ihr selbst beurteilen. Ich habe die nicht so groß gemacht, weil ich den Klassiker am Tisch versammelt hatte. Zwei Männer und zwei Frauen. Wenn man die Fleischteile zu groß macht, fangen die Muttis immer gleich an zu singen. Die essen lieber pro Nase sechs kleine, als drei große. Keine Ahnung, was sich in so 'nem Frauenhirn abspielt.


Darf ich vorstellen? Meine neue Edition 8 von diePfanne.com. Das ist mal ne Pfanne. Wiegt ungefähr eine halbe Tonne, ist ein richtig schwerer Trümmer und brät sich wie eine S-Klasse. Alter Schwede, was für eine Pfanne. Die gefällt mir wirklich gut und den Pfannengriff kann man auch mit einem Klickmechanismus entfernen, wenn man die Pfanne zum Nachgaren in den Ofen stellt. Das mache ich oft und dann ist es immer echt heikel, ob einem der Griff dabei schmilzt, oder ob man sich die Hände hinterher verbrennt. 


Schmalz in der Pfanne erhitzen. Herd auf volle Pulle, auf der größten Herdplatte. Den Backofen schon mal auf 100 Grad vorheizen


Frikadellen drei Minuten pro Seite braten, dann wenden und nach sechs Minuten auf dem Herd noch einmal für 7 bis 10 Minuten in den Ofen stellen, damit sie von innen garziehen können. 


Ihr bekommt richtig deftig, leckere Frikadellen, die gleichzeitig sehr fein sind. Die karamellisierten Zwiebeln darin sind echt der Knaller und ich habe noch nie eine Pfanne Frikadellen so leer gesehen. Ich habe die Fleischmenge übrigens auf zwei Pfannenladungen aufgeteilt. Das ging ganz gut auf, während die erste Ladung unten Im Ofen nachgarte (Ofenform), lief auf dem Herd schon die nächste Charge, die dann nachgarte, während wir dann mit denen aus dem Ofen am Tisch saßen. 


Außen knusprig und innen saftig, so sollen Frikadellen sein. Nachdem ich mich pünktlich zu Silvester wieder von unzähligen pappigen Salaten penetriert sah, die wieder nur aus Dosenzeug und abstrusen Mayonnaisen aus dem Glas verschandelt waren, mein Favorit ist immer noch Miracle Whip, am liebsten von irgendwelchen Kandidaten, die nicht wissen wie man diesen Schrott richtig schreibt, habe ich zu den Frikadellen auch noch zwei echte Angebersalate aus frischen Zutaten gemacht, deren Rezepte hier in den nächsten Tagen noch kommen. 



Spätzlesalat mit selbst gemachten Spätzle. Da habe ich schon von vornherein darauf geachtet niemanden zu überfordern und das selbst ausrollen von Nudeln, durch das Benutzen einer Presse ersetzt.


Und ein Kartoffelsalat mit selbst angesetzten Soleiern und selbst eingekochten Gurken.Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Apperit

Kommentare:

  1. Paniermehl? Echt jetzt?

    Warum kein in Milch aufgeweichtes Brötchen? Paniermehl finde ich bei Frikadelln eher mau. Nimmt den Frikadellen die Lockerheit.

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    1. wir haben nie alte brötchen. ich kaufe keine und meine frau kauft die für die kinder immer so knapp, dass nix übrig bleibt. ersatzweise entsorgt sie altes brot, baguette, oder so. bekomme ich leider nicht besser hin als mit paniermehl

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  2. Gutes Rezept, aber das eingeweichte Brötchen muss zwingend rein. Alte Brötchen gibts beim Bäcker für lau.

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    1. das was du mit bäcker meinst, haben wir hier gar nicht. alles nur bäckereiketten

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  3. Ich nehme auch lieber Paniermehl. Nicht das Industriezeug, sondern vom Bäcker meines Vertrauens, täglich frisch hergestellt.

    Werde Deine Variante demnächst mal ausprobieren.

    Meine kommen auch immer gut an, die mache ich im Prinzip genauso, ohne Sahne, stattdessen noch mit Rosenpaprika, Klacks Senf und Klacks Ketchup.

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    1. ich mache immer so schmale rezept, damit jeder noch ein bisschen damit rumspielen kann. paprika, senf und Ketchup gehen auch gut. habe ich auch schon mal gemacht.

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  4. Super lecker,habe aber auch ein eingeweichtes Brötchen verwendet. Danke für das tolle Rezept!

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  5. Super lecker,habe aber auch ein eingeweichtes Brötchen verwendet. Danke für das tolle Rezept!

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