Donnerstag, 8. Dezember 2016

Weihnachtliche Bremer Rosinenbrötchen

Was unterscheidet das Bremer Rosinenbrötchen vom Rest der Republik? Da sind zusätzlich zu dem Rosinen auch noch Zitronat und Orangeat drin. Weihnachtlich wird es durch die Verwendung von Lebkuchengewürz.




Zutaten:

800 Gramm Mehl
20 Gramm Hefe (1/2 Würfel)
500 Milliliter Milch
5 Esslöffel Pflanzenöl
5 Esslöffel Zucker
2 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Wasser
1 TeelöffelLebkuchengewürz
Zitronat nach Geschmack ( nicht rumdummen)
Orangeat nach Geschmack (viel kann viel)
Rosinen nach Geschmack
Mehl zum Arbeiten

Zum Bestreichen

1 Eigelb
1 Schuss Sahne

Wir hatten am Sonntag Kaffeebesuch und ich hatte keine Lust auf Kuchen. Das war eine gute Gelegenheit, um vorweihnachtliche Stimmung mit den Rosinenbrötchen, meiner Zimtbutter und meiner Weihnachtsmarmelade zu verbreiten.


800 Gramm Mehl abwiegen


1/2 Würfel Hefe in die Rührschüssel geben


2 Esslöffel Wasser dazu geben. 5 Esslöffel Zucker, die Hefe dann zehn Minuten Ruhen arbeiten lassen. Nach zehn Minuten, wenn es mit der Zubereitung weiter geht, noch 2 Teelöffel Salz dazu geben.


500 Milliliter Milch abmessen. Im Winter wärme ich die Milch auf maximal 40 Grad auf, weil sonst die Hefe tot umfällt, wenn die Milch heißer ist. Wenn die Mich warm ist, geht der Teig besser auf.


Wenn man eine Küchenmaschine hat, einen Handrührer mit Knethaken, oder von Hand arbeitet, dann fängt man mit dem Mehl an, kippt dann die lauwarme Milch, die anderen Zutaten und die Hefe in den Teig und verknetet den Teig dann. Ich habe aber einen Esge Zauberstab und da muss man genau andersrum arbeiten, weil der zwar irre schnell kann, aber kein Drehmoment hat.


Hefe verquirlen


Milch in den Topf geben.


Wieder weiter mischen


Mehl nach und nach in die Schüssel geben und mit der Flüssigkeit verrühren. Jetzt auch die 5 Esslöffel Pflanzenöl an den Teig geben.


Der Zauberstab arbeitet sich durch den Teig. Wie gesagt, wer anderes Equipment verwendet, geht genau andersherum vor.


Den Rest verknete ich mich der Hand. Der Teig hat eine toll gummiartige Struktur, ist schön elastisch und wird für mindestens 90 Minuten warm gehen gelassen. Ich lagere den Teig in der kalten Jahreszeit neben unserem Holzofen im Wohnzimmer.


Nach 90 Minuten sieht der Teig dann so aus.


Ich habe den Teig geteilt, weil ich für meine Pastrami Sandwiches noch lange Brötchen backen musste, sonst hätte ich die Rosinen, Orangeat und Zitronat schon vorher in den Teig geknetet, aber das konnte bei der anderen Verwendung für den Teig natürlich nicht brauchen. 



Rosinen


Orangeat


Zitronat


Für Orangeat und Zitronat werden die meisten Leute ein gewisses Alter benötigen, um das zu mögen. Meine Frau hat mir auch sofort gesagt, dass sie beides nicht mag und ich kann mich aus meiner Kindheit auch erinnern, dass ich das im Biss immer fies fand und mit dem bitteren Geschmack des Orangeats, konnte ich mich damals auch nicht anfreunden. Ich habe das vor dem Verwenden pur probiert und fand es total o.k. Wer Aperol Spritz trinkt, oder Campari Bitter, hat keine Ausreden mehr, diese beiden Zutaten nicht zu mögen, also stellt Euch nicht so mädchenhaft an. Meine Frau hat das übrigens auch nicht mehr erwähnt, als das fertig gebackene Produkt auf dem Teller lag.


1 Teelöffel Lebkuchengewürz, für den winterlichen Geschmack. 


Die Zutaten knete ich von Hand unter den Teig


Hier sind die Zutaten mit dem Teig verknetet


Den Teig auf einer bemehlten Unterlage ablegen und zu einer Wurst ausrollen, die möglichst auf der ganzen Länge die gleiche Dicke haben soll. 


Von der Teigrolle, möglichst gleich große Teigstücke schneiden


Teigstücke zu Rosinenbrötchen formen.



Ich backe die Brötchen abgedeckt in einem Geflügelbräter, der leicht bemehlt wird. Die Teiglinge noch eine halbe Stunde im Bräter ruhen lassen, damit der Teig noch einmal richtig aufgehen lassen. Ich werde immer wieder gefragt, wieso ich die Brötchen abgedeckt backe. Den Ratschlag habe ich mal bekommen, weil ich einen Ofen habe, der nur Unterhitze hat. Dann soll sich die Wärme besser um die Brötchen verteilen und gleichmäßiger Backen. Die Brötchen gehen bei abgedecktem Backen auch besser auf.


Die Brötchen werden mit einer Mischung aus Eigelb und Sahne bestrichen. 


Eigelb mit der Sahne verrühren und damit die Brötchen vor dem Backen bestreichen


Dafür nehme ich einen Silikompinsel



Hier kann man sehen, dass der Teig schon aufgegangen ist.


Backzeit in meinem lahmen Gasofen, der nur Unterhitze hat, sind 25 Minuten bei Stufe zwischen 5 und 6. Elektro mit Ober und Unterhitze werden 200 Grad sein und höchstwahrscheinlich werdet Ihr nur 20 Minuten für deutlich mehr Bräune brauchen. Ich habe 15 Minuten genommen und dann einfach den Bräter auf den Kopf gedreht und denn 10 Minuten über Kopf weiter backen. Das Bild ist nach 15 Minuten, vor dem Umdrehen


So kommen meine Brötchen aus dem Ofen, die haben oben auch noch eine braune Oberfläche bekommen. Bei Rosinenbrötchen brauche ich auch keine Röstaromen. Ein neuer Ofen, sollte innerhalb der nächsten zehn Jahre aber mal drin sein. 



Hier für Euch im Anschnitt. Lockere, saftige Krume, lecker mit den Rosinen und dem Zironat und Orangeat.


Zum Bestreichen habe ich meine Zimtbutter und meine Weihnachtsmarmelade


Das schmeckt so gut, wie es duftet und es ist wie aus einem Guss, weil sich da die Zutaten wieder treffen.


Weinachtsmarmelade verstreichen


Oh Mann, ist das gut!


Für die nächsten Tage vormerken, weihnachtliche Bremer Rosinenbrötchen mit Zimtbutter und Weihnachtsmarmelade. Reimt sich nicht und ist keine super Strophe für ein Lied, aber ist geil! So lecker habt Ihr das noch nirgendwo gehabt, versprochen.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.




Kommentare:

  1. Ich glaube Dir ja, dass Deine Brötchen lecker sind, aber mach mal Zitronat und Orangeat selber, dann wird das noch tausendmal leckerer!

    Ich habe Zitronat und Orangeat immer gehaßt, bis meine Mama angefangen hat, es selbst zu machen. Das schmeckt SO viel besser und ist gar nicht schwer. Für Dich sicher schon 10 mal nicht! ;)

    Liebe Grüße
    Lilo

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    1. frau doktor, das sind zutaten, über die ich mir noch nie gedanken gemacht habe, ob man sie selbst machen. die habe ich vor den brötchen noch nie selbst verarbeitet. natürlich schmeckt das selbst gemacht immer besser, keine frage. ohne geschaut zu haben, braucht man bioware, bitterorangen und zitronen und höchstwahrscheinlich ne menge zucker

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  2. Stimmt alles, plus ein bißchen Zeit. ;) Also Orangen tun es auch ganz normale (bio), das müssen nicht die Bitterorangen sein. Komischerweise hat meine Mama sehr früh angefangen, das selbst zu machen. Ich glaube, in der Zeit hat sich das einfach auch noch geldmäßig ziemlich gelohnt, solche Sachen selbst zu machen. Aber schmeckt echt besser, finde ich. Die Konsistenz ist ein bißchen anders. Ein bißchen weicher, finde ich.

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  3. schadet alles nicht. ich suche mal nach einem rezept dafür

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