Samstag, 24. Dezember 2016

Dominokuchen mit Honigteig

Meine Frau hat ja immer die besten Ideen. Diese Woche meinte sie, dass sie zu Weihnachten wieder einen Dominokuchen haben möchte. Sowas ähnliches habe ich letztes Jahr schon mal gemacht, aber nachdem ich gerade kürzlich Honigkuchen gebacken habe, dachte ich mir, mit einem leicht abgewandelten Teig, kann man das auch gut umsetzen, weil Honigkuchen und Lebkuchen nicht so wirklich weit voneinander entfernt sind.



Zutaten für eine 28 cm Springform:

2 Eier
150 Milliliter Honig
100 Milliliter Zuckersirup
200 Milliliter Milch
2 Eier
200 Gramm Weizenmehl
300 Gramm Roggenmehl
1 Teelöffel Hirschhornsalz
1 Esslöffel Lebkuchengewürz
Zimt nach Geschmack, irgendwo zwischen einer Messerspitze und einem Teelöffel
1 Teelöffel Natron
1 Tüte Backpulver
2 Esslöffel Pflanzenlöl
Füllung 700 bis 800 Milliliter Marmelade (anklicken)
2 Tüten Agar Agar, oder Gelatine
400 Gramm Marzipan Rohmasse
200 Gramm Kuvertüre


Ich messe erstmal die ganzen Flüssigkeiten ab und fülle die vor dem Rühren in eine Rührschüssel. 150 Milliliter Honig


100 Milliliter Zuckerrübensirup


2 Esslöffel ÖL


1 Teelöffel Lebkuchengewürz


200 Milliliter Milch


1 Päckchen Backpulver.


1 Teelöffel Hirschhornsalz


Habt Ihr schon mal damit gearbeitet? Das Zeug riecht so wie beim Blondieren. Wer sich jetzt fragt wieso ich das weiß, ich hatte auch mal Haare...


Zwei Eier in der Rührschüssel aufschlagen


Ich habe nur eine Messerspitze Zimt genommen. 


1 Teelöffel Natron


Hier messe ich das Mehl ab. 


200 Gramm Weizenmehl


300 Gramm Roggenmehl


Zum Rühren nehme ich meinen Esge Zauberstab. Der kann zwar schnell drehen, aber hat nicht viel Kraft. Deswegen fange ich mit den Flüssigkeiten in der Schüssel an und gebe das Mehl erst nach und nach in die Schüssel, wenn sich die Masse ordentlich beim Rühren verbunden hat. 


Der Teig bleibt aber recht flüssig, deswegen muss bei diesem Kuchen nicht sonderlich aufpassen, dass der Rührer das noch bewältigt. 


Am Ende sieht der Teig dann so aus. 


Ofen zehn Minuten vorheizen auf Stufe 4 beim Gasofen, oder 180 Grad beim Elektroofen


Teig in die Backform geben. 


Teig bis in die Ränder verstreichen. Der wird jetzt ungefähr daumendick sein, aber durch das Backpulver, das Hirschhornsalz und das Natron sind gleich drei Stoffe im Teig, die den beim Backen aufgehen lassen. Roggenmehl ist normal aber auch so elastisch wie ein Wackerstein, da braucht man schon ein bisschen was zum Anschieben. 


Den Kuchen musste ich bei reiner Unterhitze 40 Minuten backen, Ihr seid mit Ober- und Unterhitze höchstwahrscheinlich irgendwo zwischen 30 und 35 Minuten durchs Ziel. Einfach mit dem Auge prüfen und einen Zahnstocher zur Prüfung einstecken. Wenn kein Teig mehr daran klebt, ist der Kuchen gut.  


Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, werden die Böden ungefähr auf halber Höhe geteilt und der Teigdeckel abgehoben. 


Jetzt machen wir die Füllung.Dafür nehme ich meine selbst gemachte Mirabellenmarmelade. Wenn Ihr dafür etwas kaufen müsst, würde ich Gelee kaufen, oder Marmelade pürieren. Johannisbeergelee, oder Apfelgelee. Es soll ja am Ende an Dominosteine erinnern. 


Marmelade aufkochen


Wenn die Marmelade kurz geblubbert hat, zwei Tüten Agar Agar unterrühren, bis sich alles richtig aufgelöst hat.


 Ich mache das mit Agartine, weil ich den Kuchen auch für Vegetarier tauglich machen möchte. Die wollen ja nichts vom Schwein im Kuchen haben. Wer schmerzfrei ist, kann auch Gelatine nehmen. Mache ich aus Prinzip nicht, ist ja kein Fleischgericht, sondern ein Kuchen. 



Ich hätte auch noch mal mit dem Zauberstab reinhalten können, aber ich war mir nicht sicher, ob ich dann nicht die Gelierfährigkeit reduziere. Wenn da mal ein Klumpen drin sein sollte, sieht das unter dem Deckel sowieso niemand.


Die Marmelade gleich heiß über den Kuchenboden kippen.


Gut verteilen und danach kalt stellen. Im Moment bei den Temperaturen in der Nacht kein Problem, da wird die Marmelade ruckzuck fest..


Keine Stunde später.


Für die Fläche habe ich zwei Pakete Marzipan genommen.


Eine Unterlage in der Form der Kuchenform, das kann auch der Boden der Backform sein, mit Alufolie ausschlagen.


Marzipan muss Zimmertemperatur haben, notfalls kneten. Dann mit Puderzucker bestäuben, damit es nicht am Nudelholz kleben bleibt.


Mit dem Nudelholz ausrollen. Das sind die Dinge, bei denen ich immer wieder feststelle, dass ich nicht besonders filigran veranlagt bin. 


Alufolie mit der Marzipanseite auf den Kuchen legen und dann abziehen.


Wie gemalt. Schon habt Ihr den Marzipandeckel auf dem Kuchen


Nun noch schnell den Kuchendeckel auflegen und leicht andrücken..


Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Ich habe die Temperatur nicht weit aufgedreht, gerade so dass die Schokolade schmilzt, aber die Schokolade ist trotzdem angelaufen. Kann das daran liegen, dass ich die auch auf der Fensterbank bei Minusgeraden abkühlen lassen habe? Am Erwärmen kann es eigentlich nicht liegen? Es ist Vollmilch Kuvertüre. Ich hätte Zartbitter genommen, aber da hätte ich bei mir zuhause gleich die nächste Diskussion.


Kuvertüre mit dem Pinsel auftragen.


Kuvertüre auf dem Kuchen


Einmal rundherum bestrichen.


Das Messer zum Anschneiden soll eine glatte Schneide haben. Unter heißem Wasser anwärmen, damit die Schokolade am Deckel nicht bröckelt, sondern vor dem Schneiden schmilzt.


Geht durch wie Butter.


So habe ich mir das immer vorgestellt. Danke für den Tipp Professor Doktor Westerhausen.


Und hier in voller Schönheit mit Löchern wie verrückt, vom guten Aufgehen des Teiges. Dominokuchen mit Honigteig


Alter, das ist mal ein Kuchen! Dazu noch frische Schlagsahne und einen starken Espresso, dann ist die Kaffeetafel rund.


Ich würde das mehr als Kuchen für Eltern einschätzen, oder zumindest Kinder die schon geschlechtsreif sind. Meine Bande hat gleich abgewunken, weil der Kuchen zu würzig ist, aber so hat jedes Alter halt seine Vorlieben. Sollen die doch weiter Selterskuchen essen..


Ich kann den jedenfalls sehr empfehlen und habe meine Ehefrau als beste Referenz, Euch den näher zu bringen.


Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen