Montag, 14. November 2016

Schnelle Nudeln für die Mutti mit Bratgemüse

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Jetzt kommt klassische Küche für die Wochentage, die sich definitiv nicht nach Wochenende anfühlen. Deswegen muss man ja nicht aufhören vernünftig zu essen, nur weil man lieber Wochenende hat, als arbeiten zu gehen. Eigentlich braucht man das dringender in der Woche, damit man am nächsten Tag wieder ranklotzen zu können. Dass es dann nicht stundenlang dauern soll, steht auf einem anderen Blatt Papier. Deswegen wird hier trotzdem keine Fixtüte ausgepackt. 


Zutaten:

2 Knoblauchzehen
400 Gramm Champignons
1 Aubergine
1 Zucchini
1 Limette
150 Gramm Feldsalat
Peperoni
500 Gramm Spirelli
Schnittlauch
Rapsöl
Olivenöl
Butter
Hartkäse zum Reiben
Salz
Pfeffer
Zucker


Zwei Knoblauchzehen in Rapsöl anbraten, Den Backofen auf 70 bis 100 Grad einstellen, weil das Gemüse einzeln angebraten wird, um den Eigengeschmack heraus zu arbeiten und das muss dann warm gehalten werden. Einen Topf mit Wasser, zum Kochen der Nudeln aufsetzen. Die Pfanne läuft die ganze Zeit auf Volldampf, wir wollen ja schnell essen. 


400 Gramm Champignons erstmal ungewürzt von beiden Seiten anbraten



Wenn beide Seiten Farbe bekommen haben, einen Teelöffel Meersalz dazu geben. Pfeffer aus der Mühle


Ein Spritzer Limette



Die Champignons in eine Ofenform umfüllen und im Ofen auf Temperatur halten. 


Aubergine in Scheiben schneiden und  in Olivenöl anbraten. 



Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, einen Spritzer Limette darüber geben. 


Von beiden Seiten anbraten, bis die Auberginen eine gesunde Gesichtsfarbe haben. 


Die Auberginen auch in die Ofenform geben und warm stellen. 


Eine Zucchini in Scheiben schneiden, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, einen Spritzer Limette darüber geben und in Olivenöl anbraten. 


Wenn die Zucchini nicht mehr hart, aber auch nicht zu weich sind, kommen sie auch in die Ofenform


Die Ofenform wieder in den Ofen stellen. 



Die Nudeln sollen mit dem Gemüse in Fett geschwenkt werden. Damit das auch nach irgendwas schmeckt, röste ich noch eine extrem scharfe Peroni in der Pfanne an. Die kommt nachher physisch nicht in die Pfanne, weil ich genau weiß, dass die am Ende immer meine Frau erwischt. Ich habe die aber probiert und danach wollte ich eine viertel Stunde nicht mehr sprechen. Alter!


Feldsalat in der Salatschleuder waschen, entsanden und trocknen.



Die Nudeln sind auch fertig gekocht. Die kann man auch schon Stunden vorher kochen, weil sie ja noch einmal vor dem Servieren in der Pfanne geschwenkt werden. 


Ich bräuchte das nicht, aber meine Frau ist ja so dünn, dass sie sich hinter einem Laternenpfahl ausziehen könnte, ohne dass das einer sieht. Deswegen haue ich noch mal ein ordentliches Stück Butter in die Pfanne. 



Butter erhitzen


Gemüse aus dem Ofen holen. 


Nudeln in die Pfanne geben und leicht anbraten, dann das gebratene Gemüse ebenfalls in die Pfanne geben. Auf geringe Hitze runtergehen, weil das Gemüse schon gar ist. 



Gemüse mit den Nudeln vermischen. 


Die Nudeln mit dem Gemüse auf einem tiefen Teller servieren und mit Schnittlauch bestreuen. 



Mit geriebenem Hartkäse bestreuen


So könnte man das schon essen, wenn man keinen Feldsalat hat und das schmeckt echt toll. Dazu passt ein gemischter Salat, oder Weißbrot, wenn man mag. 


Das ist für mich in dem Zusammenhang raffiniert, wenn man als frische Komponente noch den Feldsalat dazu gibt. Den aber wirklich erst beim Servieren auf den Teller geben, damit er nicht so schnell weich wird. Der Feldsalat gibt auch einen tollen nussigen Geschmack. 



Als dümmste Begründung eine Tüte zu benutzen, habe ich gerade gelesen, dass man als berufstätige Frau ja zehn Stunden arbeitet und wenn man dann noch drei Kinder hat, will man nicht mehr richtig kochen. Ich bin so müde, darüber zu diskutieren, aber dieser Tütendreck soll nur würzen und das setzt nicht die Kochphysik außer Kraft. Es dauert auch mit der chemischen Keule so lange wie es dauert, nur dass man davon am Ende eben doof wird und nie das Gefühl von gut essen hatte. 


Frisch kochen macht wach, hilft gegen Allergien und gegen diesen ganzen Zivilisationsscheiß, macht einen nicht dümmer, wenn man weiß wie Dinge wirklich schmecken. Es muss reichen, dass die Zutaten nicht aus dem eigenen Garten kommen. Das schmeckt auch ganzjährig nach Urlaub im Süden.


Meine Frau geht auf gebratenes Gemüse mit Nudeln jedenfalls total ab und ich glaube, dass das auch eher was für Frauen ist und wenn es keine Frauen sind, dann Katzenhalter, Teetrinker und Fiestafahrer. Dieses Mal wisst Ihr jedenfalls alle, was gut ist.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 

Kommentare:

  1. Das ist mal wieder GENAU mein Ding. Das könnte ich jeden Tag genau so essen. Inklusive der scharfen Peperoni. Man gewöhnt sich ja an alles, seit der Mann seltsame Hobbies hat. ;)

    Pasta auf diese Art gibt es hier aber auch wirklich oft. Und mal ehrlich, lange muss man für sowas nicht in der Küche stehen. Ich werde NIE nicht verstehen, wie irgendjemand da Fixtüten vorzieht. Sehr viel schneller geht das auch nicht. Nur sehr viel ekliger.

    Liebe Grüße
    Lilo

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    1. du bist eben frau doktor und die punzen, die sich gegenseitig für ihre dummheit und faulheit feiern, schreiben im nächsten satz über die neurodermitis, die hyperaktivität und andere verhaltsauffälligkeiten ihrer kevins, justins und jeromes und stellen trotzdem keinen zusammenhang zu ihrem essen her. lieber mal ne stunde länger die beine hochlegen....

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  2. Da hast Du wohl recht, aber um festzustellen, dass der Fertigkrams einfach nicht SCHMECKT, musste ich wahrlich nicht erst Frau Doktor werden. ;)

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