Samstag, 19. November 2016

Piccata alla milanese

Wieder ein Haken auf meiner Liste der Klassiker, die noch in meinem Blog gefehlt haben. Piccata alla milanese ist ein typisch italienisches Gericht und hat in Italien ungefähr den Stellenwert, wie ein Wiener Schnitzel in Österreich. Auch hier wird normal Kalbsfleisch verwendet, aber ich habe letzes Wochenende ein größeres Stück Putenbrust bei Metro gekauft und koche mich aktuell einmal durch meine Versäumnisse. 



Zutaten für 4 Personen

800 Gramm Fleisch
1 tiefer Teller Mehl
5 Eier
200 Gramm Hartkäse zum Reiben wie Parmesan, oder Grana Padano
0,5 Liter Pflanzenöl
Salz
Pfeffer

Tomatensoße anklicken

Spaghetti
Butter


Spaghetti nach Packungsbeilage garen, Wasser abkippen und zur Seite stellen, bis sie viel später im Rezept wieder gebraucht werden. 


Ich habe nur ne Probeportion für die Mutti gemacht und einen Teil Strindberg


5 Eier (FÜNF) mit Salz und Pfeffer würzen und verquirlen.


1 tiefer Teller Mehl


Ich habe Putenbrust am Stück gekauft. Das erscheint mir immer seriöser, als fertig geschnittene Schnitzel. Da weiß ich wenigstens, dass alles von einem Tier ist und nicht irgendwie zusammengemischtes Zeug. 


Scheiben gegen die Fleischfaser abschneiden. 


Da scheiden sich die Geister, ob man einen Fleischklopfer nimmt, oder das Fleisch mit einer Pfanne zwischen zwei Schichten Klarsichtfolie plattiert. Ich habe nur einen Fleischklopfe und entscheide mich deswegen permanent für die zweitbeste Lösung.  


Das Schnitzel ins Mehl drücken, damit hinterher das verquirlte Ei besser am Schnitzel haftet


Natürlich von beiden Seiten und darauf achten, dass überall Mehl am Schnitzel haftet.


Danach die Schnitzel durch das gewürzte und verquirlte Ei ziehen. 


Das Ei haftet wie gesagt besser am Fleisch, wenn man vorher ordentlich beim Mehl aufgepasst hat. 



1 Teller mit geriebenem Hartkäse. 


Auch hier darauf achten, dass überall Käse am Schnitzel haften bleibt. 


Danach kann das Fleisch in der Pfanne ausgebacken werden. Schon mal den Ofen auf 70 Grad einstellen, damit das Fleisch nach dem Braten ruhen kann und nicht auskühlt, ohne weiter zu garen. 


Die Pfanne so hoch mit Öl befüllen, dass das Fleisch halb bedeckt ist und so gleichmäßig garen kann, wenn man es währende des Bratvorganges einmal wendet. Die Temperatur des Öl ist gut, wenn am Pfannenwender aus Holz Blasen aufsteigen. 


Das Fleisch wird drei Minuten pro Seite gebraten. Während die Unterseite im Fett schwimmt, die Schnitzel von oben mit einem Esslöggel mit dem heißen Öl begießen, dann wird das Fleisch noch besser. 


Hier zeige ich Euch schon mal meine universelle Tomatensoße, die immer passt, wenn man irgendwas mit einer tollen Soße begleiten möchte, das von Haus aus keine Soßenbasis bietet. 


Hier brät jetzt schon die Rückseite der Piccata alla milanese. 


So kommen die Schnitzel aus der Pfanne und werden im 70 Grad warmen Ofen zwischengelagert, während man sich um die Beilagen und die Soße kümmert. 


Tomatensoße läuft.


Butter in der Pfanne erhitzen. 


Spaghetti in der Butter schwenken und wieder erhitzen, gerne auch für ein paar Röstaromen sorgen. 


Dann geht es ans Servieren


Soßenspiegel


Piccata milanese


Ein bisschen Grünkraut als Deko. Wie meistens nehme ich Schnittlauch. 


Spaghetti dazu, evtl. noch ein bisschen Hartkäse über die Nudeln geben und schon sind wir durch das Ziel. 


Das Fleisch ist wirklich der Knaller durch die Käsehülle. Total zart, sehr lecker mit dem Geschmack des Hartkäses. Das geht total gut mit der Tomatensoße und den Spaghetti. Das hätte ich mir selbst nicht so gut vorgestellt. 


Frau Glatzkoch fragt, wieso hast du das nicht schon viel eher gemacht? Hinterher ist das immer einfach. Ich paniere erst seit gut zwei Jahren unfallfrei. Das habe ich mir auch erst für meinen Blog beigebracht, wenn ich ehrlich bin und alles was nicht Paniermehl ist, war mir bislang immer suspekt, mit der Befürchtung dass es nicht hält, oder irgendwelche anderen Komplikationen, die man oft vorher noch nicht einmal erahnt. Ihr seht, ich habe die gleichen Probleme, wie jeder andere auch, der irgendwas zum ersten Mal in der Küche macht. 


Ich hätte mir das auch nicht beim Italiener bestellt, weil ich da noch nie viel Glück mit Fleischgerichten hatte, wenn ich mal vom Pfad abgewichen bin und die auch immer ziemlich teuer im Gegensatz zu dem empfand, was ich traditionell beim Italiener bestellen würde, nämlich Pizza und Pasta. Aber bei mir werde ich das in Zukunft öfter bestellen...


Deswegen wünsche ich Euch mit bestem Gewissen viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Hallo Jörg,
    vor Jahren habe ich das schon mal gemacht und wurde durch dich jetzt an das Rezept erinnert. Wir haben das gestern zum ersten Mal gemeinsam gegessen, jetzt hat mein fleischliebender Gatte ein neues Lieblingsschnitzel, auch die Tochter war von der Kombination mit Nudel und Tomatensoße begeistert.
    Freue mich immer wieder über deine Seite die mir schon so manche Anregung geliefert hat.
    Lieben Gruß, Steffi

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    1. hallo steffi, das freut mich sehr. ich habe noch ein putenschnitzel in der pipeline. das wird deinem mann auch gefallen. richtig derbe und saftig... kommt in den nächsten tagen.

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