Montag, 24. Oktober 2016

Auberginensalat rumänisch - Salata de Vinete

Alles Hütchenspieler in Rumänien. Kündigen einen Auberginensalat an und liefern ein Auberginenpüree ab. Da müsst Ihr jetzt durch, denn auf meinem Mist ist das nicht gewachsen, bzw ich habe das nicht so benannt, sondern nur so gekocht.  Wie bei allen landestypischen Gerichten, hat jede Familie und jedes Dorf ein eigenes Rezept. Ich habe für Euch wie immer die einfachste Nummer, es sollen schließlich auch alle mitmachen können. 



Zutaten für eine Probierportion für zwei Personen:

2 Auberginen
1/2 Zitrone oder Limette
neutrales Pflanzenöl wie Rapsöl
Salz
Pfeffer
1/2 Zwiebel

Ich rechne pro Person eine Aubergine, wenn es eine Vorspeise, oder ein Zwischengang sein soll, falls Ihr größere Mengen herstellen wollt, den Rest der Liste pro zwei Auberginen immer verdoppeln. Der Auberginensalat ist faktisch ein Auberginenmus und man kann das zusammen mit anderem Gemüse essen, oder auch auf Brot schmieren. Egal was Ihr damit macht, es schmeckt wirklich klasse und anders, als man Aubergine kennt und häufig nicht mag.


Ofen auf 220 Grad stellen.


In der Aubergine entsteht beim Garen Druck. Damit der entweichen kann, wird die Aubergine an mehreren Stellen mit einer Gabel eingestochen. 


Die Auberginen kommen für zwei Stunden in den Ofen und sollen alle 30 Minuten umgedreht werden.


Nach zwei Stunden sind sie ziemlich schrumpelig. Über ein paar Stunden, oder auch über Nacht abkühlen lassen.


Vorne die Spitze abschneiden und dann die Auberginen halbieren.


Mit einem Esslöffel das "Fruchtfleisch" aus der Auberginen herauslöffeln. Mit ein bisschen Vorsicht kann man bis zur Schale durchstechen, ohne sie zu beschädigen. Kein Fruchtfleisch verschenken.


Hier sind die Schalenreste



In der Schüssel ist der Inhalt der Auberginen. Sehr weich und ziemlich faserig.



Mit einem Mixer wird das Auberginenfleisch zerkleinert


Den Saft einer halben Limette dazu pressen. Wer es am Ende noch saurer haben will, kann später beim Abschmecken noch mehr Limette oder Zitrone dazu geben, aber wartet erst einmal ab. 


Jetzt ist der Limetten-/ Zitronensaft im Auberginenpüree.


Salz und Pfeffer zum Abschmecken.


1/2 Zwiebeln häuten und zerkleinern.



Das ist für meine Verhältnisse klein.


Zwiebel unter das Auberginenpüree mischen.


Wenn man ein Olivenöl verwendet, dann könnte der Auberginensalat schnell bitter werden, wenn es kaltgepresst ist. Deswegen verwende ich neutrales Rapsöl, damit keiner meckert. Es geht natürlich auch Sonnenblumenöl.


Vermischen und noch einmal abschmecken, ob genug Salz, Pfeffer und Limette drin ist.


Natürlich sieht das in der Schüssel in der man das rührt nicht schön aus, deswegen fülle ich das Auberginenpüree in eine kleinere saubere Schüssel um


Als Deko nehme ich einen Wildkräutersalat, aber Ihr könnt natürlich auch jeden anderen Salat nehmen. Ich finde den halt sexy mit Blattspinat, Mangold und ich muss mal schauen was da noch auf der Packung steht. Hat 3,49 euro für 500 Gramm bei Metro gekostet und musste wohl am Samstag dringend weg.


Noch eine Limette als Deko dazulegen. Das ist meine Blondine in diesem Rezept. Muss nix können, nur gut aussehen. 


Noch ein bisschen Grünkraut für die frische Optik darüber streuen.



Dazu passt frisches Weißbrot 


Das ist eine sensationelle Vorspeise, die es höchstwahrscheinlich auf dem ganzen Balkan gibt, die ich aber so noch nie gegessen habe. Das kann ich mir auch auf einer Vorspeisenauswahl sehr gut vorstellen. 


Wenn ich das schon als Kind gekannt hätte, würde ich schon viel länger Auberginen mögen. Das kann man auch gut zu Kartoffelgerichten zum Dippen verwenden, oder als Beilage zu allem. 



Nach mehr als acht Jahren, hat mir meine Frau dann auch endlich mal gebeichtet, dass sie überhaupt kein Balkanessen mag, weil sie das so fleischlastig findet. Finde den Fehler in der Argumentationskette... Ich hatte mich schon gefreut, meine Rumänienreise bis sonstwohin auszuschlachten, weil ich die Rezepte so toll finde. Mal schauen, wie ich das meiner Frau verkaufen kann.  


Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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