Sonntag, 25. September 2016

Rumpudding

Das Rezept haben mir meine Zutaten eingeflüstert. Samstag nach zwanzig Uhr war ich mit den Kindern noch bei Kaufland einkaufen und dort gab es Kiwibeeren 70 % unter Preis. Da habe ich die einfach mitgenommen, ohne eine Idee zu haben, was man damit anstellt. Was soll man mit Kiwibeeren machen? Keine Ahnung! In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam mir dann der rettende Einfall, Pudding kochen und die Kiwibeeren als Fruchtdeko benutzen. 


Zutaten:

500 Milliliter Milch
3 Esslöffel Zucker
3 Esslöffel Speisestärke
1 Ei
1 Banane
Kiwibeeren
40 Milliliter Rum
Zimt 
1 Teelöffel Natron
Irgendwas buntes, um einen Spiegel auszulegen, Schokosoße, Balsamicocreme, Karamellsoße, irgendwas was weg muss.

Ich kenne eigentlich nur Menschen, die Ihren Pudding aus der Tüte kochen und viel zu lange habe ich das auch in der Annahme gemacht, dass man das gar nicht selbst machen kann. Das ist natürlich totaler Quatsch. Puddung zu kochen, ist eine der einfachsten Übungen und man hat den Vorteil, dass man nicht mit Aromen arbeitet, die nur vorgaukeln irgendwas zu sein, was sie nicht sind. Schöner und schlauer ist davon jedenfalls noch keiner geworden, wenn man irgendwas verwendet, was nicht "echt" ist. 


Weil Pudding so einfach ist, machen wir hier auch eine richtige Version für Doofe, die immer klappt und bei der man alles außer Acht lassen kann, was einem andere über das Thema Puddingkochen beibringen wollen. Den Herd noch nicht anstellen! 500 Milliliter Milch abmessen und in einen Topf geben. Meiner ist übrigens zu klein, nehmt eine Nummer größer, ich zeige Euch noch warum.


1 Ei aufschlagen


3 Esslöffel Speisestärke


3 Esslöffel Zucker


Das ist so ein arme Leute Baccardi von Metro. Gibt es aber überall, mit ein wenig Zuckerfarbe und am Eichenfass vorbei gefahren und dann so tun, als wenn es ein weißer Rum, der im Faß gereift ist. Ich brauche sowas nur zum Kochen und Backen, deswegen nehme ich dafür auch keine Jahrhunderttropfen. Wer nur weißen Rum hat, kann den auch nehmen.


40 Milliliter abmessen. Das ist dann nur milder Geschmack. Wer auf Rum steht, kann auch mehr davon verwenden.


Rum zur Milch kippen.


JETZT den Herd anstellen und permanent mit einem Pürierstab, oder Zauberstab rühren, dann wird der Pudding cremiger. Wirklich beim Anstellen des Herdes schein auf mixen stellen und so lange Rühren bis die Milch hochkocht.


Wenn der Pudding kocht, einen Teelöffel Natron in den Pudding geben.


Flamme so weit runterdrehen, dass der Pudding nicht über den Rand kocht und permanent für 7 Minuten weiter rühren. Probiert mal, ob Euch das süß genug ist, ich habe dieses Mal nicht viel Zucker genommen.


Herd abstellen. Schüssel mit kaltem Wasser abwaschen (wichtig), dann löst der Pudding sich nach dem Erkalten wieder von der Schüssel, falls man den Pudding aus der Form stürzen möchte.


Pudding in die Schüssel füllen.


Wenn der Pudding keine Haut bekommen soll, müsst Ihr die Schüssel mit einem Teller, oder einem Arbeitsbrett abdecken. Wem eine Haut egal ist, lässt den Pudding abkühlen.


Ich lasse den Pudding bis zum nächsten Morgen abkühlen.


Kiwibeeren in Scheiben aufschneiden, als Kontrast habe ich auch noch eine Banane aufgeschnitten


Das habe ich dann als Anrichteversuch wieder verworfen und noch einmal neu angefangen.


Mit Balsamicocreme oder was Ihr zur Hand habt, einen Spiegel auf dem Teller ausbringen


Ein bisschen Pudding darauf drapieren


Kiwibeeren


Bananenscheiben


Noch ein wenig Zimt aus der Mühle. Ein paar Kokosraspeln wären auch gut, aber damit kann ich bei mir niemanden erfreuen.


Das ist ein leckerer Nachtisch nach einem gute Essen. Der Rumpudding schmeckt dezent nach Rum und natürlich toll in Kombination mit den frischen Früchten. Wenig Aufwand mit viel Effekt, so soll es sein.


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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