Mittwoch, 14. September 2016

Fleischsalat selbst gemacht!

Das sind Rezepte,die aus dem Nichts in mein Hirn kommen. In diesem Fall haben die Kinder nach dem Abendessen einfach Ihren zerteilten Apfel nicht aufgegessen und ich wollte den  nicht wegwerfen. Sowas scheußliches mit Fleischsalat und Tomate stand höchstwahrscheinlich in den siebzigern und achtzigern auf jedem zwielichtigem Buffet bei Oma und Tante Marie, oder in drittklassigen Landgasthöfen und heute noch auf der Autobahnraststätte. Das fand ich immer ganz schrecklich und hätte das zu keiner Zeit meines Lebens ohne Kneifzange angefasst. Da stehe ich in meiner Küche, es macht kurz Bling und ich setze mich in Bewegung, um aus einer kulinarischen Gemeinheit, eine kleine Kostbarkeit zu machen. 


Zutaten kleiner Ansatz zum Probieren:

150 Gramm Fleischwurst oder Jagdwurst
1/2 Zwiebel
1/4 Apfel
2 Gurken selbst eingelegt (anklicken)
Gurkenwasser
Petersilie

Mayonnaise: (anklicken)

1 Ei
100 Milliliter Pflanzenöl
1 Spritzer Limette
Salz
Pfeffer

Zucker
Dill
Schnittlauch
1/2 Teelöffel Senf
1 Spritzer Essig

zum Füllen:

4 Tomaten mittelgroß

Zum Rumsauen:

Balsamicoreduktion (anklicken)


Schale vom Apfel entfernen.


Apfel würfeln


Apfel und nachfolgende Zutaten in einer Salatschüssel sammeln.


Hier sind meine sehr empfehlenswerten selbst eingelegten sauren Gurken.


Zwei Gurken zerkleinern. Die sind ohne künstliche Aromen und Zuckerersatz, wie viele Kaufprodukte


1/2 Zwiebel zerkleinern


Das kommt auch alles in die Salatschüssel


2 Esslöffel vom Gurkenwasser dazu geben.


Wurst zerkleinern. Da ich vorher auch noch nicht wusste, dass ich an dem Abend so einen Salat mache, habe ich auch keine besondere Wurst am Start, sondern das was mich die Kinder immer zum Kaufen nötigen. Immerhin ist das mit frischem Apfel, frischer Zwiebel, Mayonnaise ohne Plaste und Elaste und selbst eingelegten Gurken. Wer jetzt noch einen Schlachter kennt, der seine Wurst ohne Sägemehl macht, hat die Nase vorn. Mir fällt dann spontan Kalieber als Wurstlieferant ein, wenn man eine bessere Qualität haben möchte.


Die Grundzutaten haben wir jetzt zusammen.


Jetzt kümmern wir uns noch um die Mayonnaise. Die ist beim gekauften Wurstsalat höchstwahrscheinlich die eigentliche Schwachstelle, weil das immer so ne total erschlagende Industriepampe ist, die saure Konservierungsmittel mit so einer fiesen süßsauren Note zu überdecken versucht. Wenn man die ein weniger schöner macht, ist das Meiste schon gewonnen.


Wie die Mayonnaise ohne Hochleistungsrührgerät funktioniert, habe ich Euch oben schon in dem Link hinterlegt, hier zeige ich Euch mal eben, wie das mit dem ESGE Zauberstab mit 19000 Umdrehungen pro Minuten gebt, danach wollt Ihr auch einen haben.


1 Ei aufschlagen.



100 Milliliter Pflanzenöl einfüllen.


1 Schuss Essig, 1 Spritzer Zitrone, oder Limette


Salz, Pfeffer, Zucker (jeweils eine Prise) 1/2 Teelöffel Senf


1 Teelöffel Dill, weil meine Frau den gerne mag


Ein bisschen Schnittlauch, weil ich den gut finde.


Zauberstab in den Becher stellen, auf Vollgas gehen und ein paar Sekunden laufen lassen. 


Die Mayonnaise emulgiert sofort, ohne wenn und aber. Noch einmal kurz den Stab hochziehen, fertig!


Die Mayonnaise zum Fleischsalat geben.


Abschmecken könnt Ihr die Mayonnaise auch noch und prüfen, ob Euch noch etwas wie Salz, Pfeffer oder Süße fehlt. Da das aber noch mit den anderen Zutaten und dem Gurkenwasser zusammen kommt, würde ich erstmal die Füsse stillhalten und erst das Endprodukt abschmecken.


So schnell geht ein Fleischsalat mit leidlich ordentlichen Zutaten.


Jetzt kommt Euer Mehrwert, nämlich mein original siebziger Jahre Serviervorschlag


Tomaten rund um den Stiel ausschneiden.


Gehäuse entnehmen


Mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch entnehmen


Anschließend die Tomate mit dem Fleischsalat randvoll befüllen


Hier der Fleischsalat stilecht mit Petersilie dekoriert.


Hier noch einmal malerisch die gefüllten Tomaten mit Fleischsalat


Und hier das ganz große Ballett für die Mutti, mit selbst gebackenem Brot, Balsamicoreduktion und allem Schisslaweng


Ein weiterer Beleg dafür, warum Frau Glatzkoch zu sein, einer der beliebtesten Frauenberufe ist.


Ich war total ergebnisoffen wie das bei anwesenden Ehefrauen ankommt und war über die durchweg positive Kritik erstaunt. Der Rest der Schüssel wurde weit nach Mitternacht, noch vor dem Zubettgehen verzehrt. Muss also gut gewesen sein.


Deswegen wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und einen einen guten Appetit.


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