Samstag, 17. September 2016

Ein Teig - drei Kuchen in einer Stunde

Mittwoch Abend ist der Kuchen vom vorherigen Wochenende Geschichte. Meine Frau sagt, "also der Zitronenkuchen war sehr lecker", Emma meint "ich will wieder Pflaumenkuchen haben" und mir fällt auf, dass die Feigen nicht ohne Grund nur 10 Cent das Stück gekostet haben, sondern wirklich kurz vor knapp sind, was die Resthaltbarkeit betrifft.  Ihr müsst nicht wie ich zum Mitternachtsbäcker mutieren, aber hier könnt Ihr sehen, wie Ihr innerhalb einer Stunde alle Wünsche Eurer Familie erfüllen und Eure Vorräte sinnvoll verwerten könnt.




Zutaten für den Teig:

3 Eier
900 Milliliter Mehl
300 Milliter Mineralwasser
300 Milliliter Pflanzenöl
300 Milliliter Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Teelöffel Natron
1 Spritzer Zitrone, oder Limette

Als Maß zum Abmessen der Zutaten nehme ich einen Kaffeebecher mit 300 Milliliter Fassungsvermögen. Man erspart sich damit das Wiegen. Gerührt wir mit einem Löffel, oder einem Pfannenwender. Keine elektrische Gerätschaft erforderlich.

Für die verschiedenen Kuchen braucht Ihr noch:

Limettenkuchen 18 cm Backform:

2 Limetten für den Teig
1 Limette für den Zuckerguss
125 Gramm Puderzucker

Feigentarte 18 cm Backform:

2 Feigen

Pflaumenkuchen 24 cm:

Mandeln gehobelt
Pflaumenmus 300 Milliliter (anklicken)
Zimt


3 Eier aufschlagen



900 Milliliter Mehl


300 Milliliter Zucker


1 Päckchen Backpulver und 1 Teelöffel Natron, 1 Spritzer Zitrone, oder Limette, damit das Natron richtig anspringt.


300 Milliliter Mineralwasser


300 Milliliter Pflanzenöl. Ich nehme eigentlich immer Rapsöl, weil das neutral schmeckt. 


Teig mit einem Kochlöffel verrühren, bis keine Klumpen mehr da sind.


Meine 24 cm Tarteform fülle ich fingerdick mit dem Teig. Dann mit einem Teelöffel Pflaumenuskleckse auf dem Teig machen und mit gehobelten Mandeln belegen.


Anschließend eine dünne Teigschicht über den Kuchen machen. Nur so, dass der Großteil des Pflaumenmuses angedeckt ist. Der Kuchen soll ich nicht zu dick werden. Aus optischen Gründen, wäre es schön, wenn man noch ein wenig von der Füllung sehen kann. 


Pflaumen brauchen Zimt, deswegen noch ein wenig Zimt über dem Kuchen verteilen. So kommt Emma, dann doch noch zu ihrem Pflaumenkuchen, obwohl ich die ganzen Pflaumen zu Pflaumenmus verarbeitet habe.



Jetzt kommt schnell meine Resteverwertung mit den Feigen


Dafür habe ich meine 18 cm Form genommen. Wer davon mehr will nimmt halt mehr Feigen und braucht mehr Teig in einer größeren Form, den ich auch nur fingerdick in die Springform fülle.


Feigen dünn schneiden und auf dem Teig auslegen


Mit einem Esslöffel voller Teig noch einmal über den Kuchen diffuse Muster runtertropfen lassen.


Der Limettenkuchen braucht noch mehr Säure, also kommt zum Rest Teig, der noch in der Schüssel ist, der Saft von zwei Limetten. Einfach verrühren. Wer Lust hat, kann auch noch ein bisschen Zimt dazu geben.


Dann den Teig in eine Springform füllen. Auch dafür habe ich eine 18 cm Form genommen, weil sonst nicht alle Kuchen zur gleichen Zeit in meinen Ofen passen würden, da ich nur Unterhitze habe und deswegen nur auf einer Ebene arbeiten kann. Wer mehr Zeit hat, kann damit auch eine größere Form bespielen, bestimmt 24 oder 28 cm. Den Ofen auf 180 bei Elektro mit Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich nehme Stufe 4 beim Gasofen.


Nach 35 Minuten kommt meine Feigentarte aus dem Ofen. Die ist am dünnsten und hat am wenigsten Teig, ist deswegen als schnellstes fertig


Nach 40 Minuten ist der Limettenkuchen durchgebacken


Nach 45 Minuten ist mein Pflaumenmuskuchen durch das Ziel.


Ganz schön viel Kuchen für so wenig Zeit, oder?


Wenn der Zitronenkuchen abgekühlt ist, die Springform öffnen


125 Gramm Puderzucker abschätzen (1/2 Paket)



Saft einer Limette zum Puderzucker geben und mit einem Löffel glattrühren


Der Kuchen war noch ein bisschen warm, schließlich wollte ich schnell fertig werden. Ihr solltet also lieber mindestens eine Stunde, oder bis zum nächsten Morgen für die Glasur warten. Die wird noch ein bisschen weißer, nach dem Trocknen.


O.k, so weit alles am Start und es kann losgehen.


Ich mag das ganz gerne, wenn man mehrere Sorten Kuchen zur Auswahl hat. Höchstwahrscheinlich war ich zu oft in Thüringen. Da habe ich das zum ersten Mal gesehen, dass man dort viele kleine Kuchenstücke als Auswahl auf dem Teller serviert.


Man kann beim Anrichten auch noch sowas wie einen roten Faden schaffen. Pflaumenmus auf dem Teller verstreichen.



Dann die verschiedenen Kuchensorten darauf verteilen. Wer Sahne mag, kann auch noch einen Klecks Sahne auf den Teller geben.


Feigentarte


Limettenkuchen


Und noch den Pflaumenmuskuchen auf den Teller geben. Alles ganz frisch aus dem Ofen und noch lauwarm.



Alles keine Hürde und in einer Stunde erledigt. Da lohnt sich gar nicht welchen zu kaufen.


Die Dame des Hauses ist begeistert, sowas zur mitternächtlichen Latte macchiato zu bekommen und für die Kinder habe ich so nen Teller schon abgedeckt auf den Frühstückstisch gestellt. Ich weiß, ich bin ein schlechter Vater, die armen Kinder...


Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Habe auch drei Kuchen gebacken. Einmal Feige mit einer dicken Mandelkruste. Und zwei mit frischen Birnen die weg sollten. In die obere Schicht für die Birnenkuchen habe ich noch Schokoraspeln dazu gemacht. Man(n) sagt sie hätten super gut geschmeckt. (Ich back sonst nicht)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hallo unknown, genau das meine ich. so werden bäcker aus nichtbäckern und alle freuen sich. ich hoffe, dass dir das so gut gefallen hat, dass du das mal wieder machst. ich habe auch gerade einen "was weg muss" kuchen mit nektarinen aus dem ofen geholt.

      Löschen