Donnerstag, 22. September 2016

Brühe von der Schweinshaxe

Freitag nach Feierabend war ich bei Metro einkaufen. Ich laufe dann meinen Einkaufzettel ab und stöbere ansonsten immer noch ein bisschen rum, ob es irgendwas gibt, was ich brauchen kann und mir im Blog noch fehlt, oder worauf ich spontan Lust bekomme. In der Fleischabteilung sind mir dann die Schweinshaxen über den Weg gelaufen.




 Die sind total fett und das gibt dann auf jeden Fall eine gute Brühe. Der Knochen der Haxen enthält auch richtig viel Geschmack. Ich habe auch noch ein Stück Schweinenacken im Kühlschrank, das weg muss. Mit einem Teil davon, habe ich in der Woche irgendwas Kurzgebratenes gemacht, was bei meiner Frau total durchgefallen ist, weil ich das mal nicht von Metro, sondern von Kaufland hatte. Das war ziemlich knurpselig im Mund und das taugte echt nur zum Schmoren, oder für Brühe.


Zutaten:

2 Schweinehaxen 1,5 Kilo
500 Gramm Schweinenacken
500 Gramm Möhren
5 Zwiebeln
3 Mairüben
1 Stange Porree
1/2 bis 1 Staudensellerie
Peperoni nach Geschmack
3 Esslöffel Meersalz
Pfefferkörner
Lorbeerblätter
Wacholderbeeren
7 Liter kaltes Wasser


Als erstes meinen 20 Liter Topf mit den Zutaten bestücken Schweinshaxen und Nackenstück in den Topf legen.


Mairüben müssen weg, also nur halbieren und in den Topf werfen. Im Prinzip ist egal, was Ihr noch an Gemüse reinwerft. Alles muss raus! Wenn Ihr noch Kohlrabi, Gemüseschalen von irgendwas habt, alles rein in den Topf. Das bringt alles Geschmack.


Staudensellerie. 


Möhren halbieren


Eine scharfe Peperoni, oder so viel Ihr wollt


5 Zwiebeln, halbiert mit Schale (gut für die Farbe der Brühe)


1 Stange Porree (musste auch weg)


Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, eine Ladung Pfefferkörner, 3 Esslöffel Meersalz


Ich habe noch Platz für 7 Liter Wasser, wenn alle Zutaten im Topf sind. Wasser für Brühe nimmt man immer kalt. Dann den Topf auf der größten Platte bei mittlerer Hitze mit Deckel auf den Herd stellen. Sobald die Brühe anfängt zu sprudeln, sofort von der größten Platte auf die kleinste Herdplatte umziehen und nur so hoch einstellen, dass die Suppe gerade so vor sich hin simmert, also nur so kleine Blasen wirft


Die Brühe fängt nach drei Stunden simmern an, richtig gut zu sein. Jede weitere Stunde macht sie noch besser und kräftiger. Ist auch kein Problem, weil sie sich von alleine macht und keine Aufsicht braucht. Ich habe sie Freitag abend 3 Stunden auf dem Herd gehabt und Samstag morgen nochmal drei Stunden und bin mit den Kindern in der Zwischenzeit einkaufen gewesen. 


Wenn man die Brühe abkühlen lässt und dann erst in Gläser abfüllt, muss man sie hinterher im Topf, oder im Backofen einkochen, damit die Gläser ein Vakuum ziehen. Ich habe die Brühe wie gesagt, auf zwei Tage verteilt eingekocht und dann heiß in Gläser abgefüllt, einfach fest zugedreht, 20 Minuten auf den Kopf gedreht und dann richtig herum abkühlen lassen. Die Gläser sind alle so dicht, wie die Bank von England. Das erzähle ich Euch gerade viel zu früh, denn eigentlich ist die Brühe bildlich gerade noch im Topf.


Hier ist übrigens das Fleisch, das ich aus der Brühe geholt habe. Für den Geschmack ist es toll, schmeckt selbst aber auch super und ist total zart, weil ich nur mit niedrigen Temperaturen gearbeitet habe.


Die Brühe durch ein Sieb in eine Schüssel abkippen. Dann trennt man die Flüssigkeit von den Feststoffen.


JETZT füllt man die heiße Brühe in die Gläser ab...


Das sind nur ein paar der Gläser, die ich mit der Brühe befüllt habe. Das sind ehemalige Gurkengläser, die mir meine überaus freundliche Lesein Ute Galla geschickt hat, weil ich immer so knapp mit Gläsern bin. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.



Die Brühe ist eine tolle Basis für Soßen, wie z.B. Nudelsoßen, oder man macht eine Suppe daraus und kann bei der Gelegenheit auch gleich noch ein wenig von dem Fleisch verbrauchen. (Rezept kommt)



Mit dem Fleisch habe ich auch ein paar Sandwiches belegt.



Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

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