Sonntag, 4. September 2016

Balsamicocreme von Weißweinessig

Das ist meine Angeberversion für Balsamicocreme aus Weißweinessig. Ich lerne ja gerne noch jeden Tag etwas dazu, deswegen macht mir mein Blog so viel Spaß. Ich muss das nach Art einer Balsamicocreme nennen, weil mein Essig und mein Most nicht aus Modena kommen und auch nicht im Eichenfass gelagert wurden. Weiterhin habe ich gelernt, dass die weißen Balsamicocremes im Handel nur durch Beschiss zustande kommen, weil Honig oder Zucker beim Karamellisieren immer braun werden und nie hell sein können, es sei denn man erspart sich die Mühe beim Einkochen und karamellisieren und nimmt stattdessen ein Verdickungsmittel zum Andicken. 



Zutaten:

500 Milliliter Weißweinessig
500 Milliliter weißen Traubensaft
2 Esslöffel Honig oder Zucker

Das mit der Angeberversion bezieht sich auf die verwendeten Zutaten. Ich verwende meistens Branntweinessig, der kostet pro Flasche ein Ei und ein Butterbrot, irgendwas zwischen 40 und 60 Cent für 0,7 Liter. Hier kostet der Liter Weißweinessig 4 Euro und noch besser ist der Traubensaft, in bio Qualität, nur aus Chardonnaytrauben gemacht. Da fehlt auch nicht viel an 4 Euro. Ich mache das nicht jeden Tag und wenn man das für den Blog herstellt und alle schauen zu, dann muss man auch mal was rauslegen, finde ich.


Jeweils einen halben Liter Traubensaft und Weißweinessig abmessen.


2 Esslöffel Honig, oder Zucker im Topf erhitzen


Wenn der Honig Blasen wirft, kommen Essig und Traubensaft in den Topf


Weißweinessig


Traubensaft


Einmal kurz zum Kochen bringen und dann ein wenig mäßigen, damit die Balsamicocreme nicht zu dunkel wird.


Es dauert circa eine Stunde, bis man die Ursprungsmenge von einem Liter, auf die angestrebten 150 Milliliter reduziert hat.


Man muss regelmäßig umrühren und dann warten, bis die Reduktion sirupartig wird. 


Dann muss man schnell sein, damit einem die Reduktion nicht abfackelt und zu Teer wird. 


Abfüllen in Portionierflaschen, oder in Marmeladengläser


Wenn man gleich heiß abfüllt und den Deckel auf das Glas dreht und fest verschließt, bekommt ein Vakuum und kann die Balsamicoreduktion ungekühlt lagern. Im Kühlschrank hält sie auch ein paar Wochen, aber eigentlich produziere ich meine Sachen, um die schnell zu verbrauchen. 


Wie gesagt, hell sieht anders aus, liegt aber daran dass Zucker oder Honig braun werden. Die Reduktion ist aber deutlich heller, als die Balsamicocreme aus Rotweinessig


Meine Versuchsanordnung ist klassisch. Rucolasalat und Gartentomaten


Büffelmozzarella


Salz und Pfeffer aus der Mühle



Olivenöl und dann die "weiße Balsamicocreme" mit einem Teelöffel darüber tropfen lassen


Schmeckt super, macht auch Sinn, denn die Geschmacksunterschiede zwischen Rotweinessig und Weißweinessig, treten auch bei der dieser Reduktion hervor. Man kann sehr gut den Traubensaft, den Essig und den Honig herausschmecken und man merkt, dass das etwas Besonderes ist. Schmeckt auch gut über Eiscreme, oder zu Salaten aller Art und immer da, wo man eine süßsaure Komponenten braucht.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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