Mittwoch, 31. August 2016

Gurken einlegen - mit kochendem Essigsud

Das ist für mich eine neue Art Gurken einzulegen. Habe ich so noch nie gemacht, aber ich weiß natürlich, dass das so alt wie die Erfindung des Essigs ist. Klappt ganz prima und hält schon eine Woche ohne zu mucken.


Zutaten:

1,5 Kilo Gurken
1 Liter Essig 5% Säure
Pfefferkörner
2 Esslöffel grobes Meersalz
5 Esslöffel Zucker
3 Zwiebeln
Senfkörner
Blühender Dill
Wacholderbeeren
Lorbeerblätter


Gurken waschen.


Gurken in Scheiben schneiden.


Gurken in Gläser stapeln und zum Rand ca. 2 cm Platz lassen.


Jetzt befüllen wir den Topf mit dem Sud


Pfefferkörner


Wacholderbeeren


Zwei Esslöffel Meersalz


Fünf Esslöffel Zucker, sonst wird das so sauer, dass man hinterher wieder Jungfrau ist.


Das ist blühender Dill, den habe ich allerdings letztes Wochenende im Auto vergessen und nun ist er so trocken wie die Wüste Gobi. Ist aber kein Beinbruch, dann zerbröselt man den einfacher.


Dill kommt auch in den Topf


Senfkörner nach Geschmack


Wenn alle Zutaten im Topf sind, kommt ein Liter Essig dazu


Ihr solltet sowieso immer ein zweite Flasche in Reserve haben aber da 1 Liter sowieso mehr ist, als eine Flasche (0,75 Liter), habt Ihr ja ein bisschen mehr vorrätig. Ist halt wichtig, wenn die Gläser größer ausfallen, oder wenn einem noch ein bisschen Essig für die Füllhöhe der Gläser fehlt.


Lorbeerblätter nicht vergessen.


Den Sud aufkochen


Zwiebeln häuten und zerkleinern.


Die zerkleinerten Zwiebeln in die Gurkengläser stopfen


Dann warten bis der Essigsud kocht.


Kocht!



Man kann den Essigsud mit einem Trichter in die Gläser füllen, aber mit meinem Topf kann man das so zielsicher ohne weiteres Zubehör machen, dass ich die Idee gleich wieder verworfen habe und direkt vom Topf ins Glas umfülle.


Wenn der heiße Essigsud in den Gläsern ist, müssen schnell die Deckel auf die Gläser geschraubt werden


Deckel sind drauf


Und hier gehen jetzt die Einkochnazis in den Einkochgruppen voll ab, weil es im Moment politisch korrekt ist zu behaupten, dass in den Deckeln Giftstoffe sind, die sich lösen, wenn man die heiße Flüssigkeit damit in Verbindung bringt. Wenn ich mir die Mutanten und Walküren anschaue, die mit diesen Einsichten hausieren und indoktrinieren gehen, drehe ich die Gläser zwei Mal auf den Kopf und ich denke jeder kann meine beiden Mittelfinger gut erkennen.


Der Plan ist ein Vakuum im Glas aufzubauen und die Gläser haben bei mir auch tatsächlich geknackt. Natürlich ist der Inhalt nicht eingekocht, weil die Flüssigkeit mit den rohen Gurken in Berührung kommt. Das hält jetzt halt länger, als wenn man Gurken nackt an der Luft liegen lässt, aber auch nicht so lange, als wenn man die im Einkochtopf, oder im Backofen einkocht. Warum man das trotzdem macht? Weil die Gurken so viel knackiger als beim richtigen Einkochen und wenn man sie kalt stellt, auch ca 3 Wochen haltbar sind, im Kühlschrank deutlich länger, wenn jemand so einen großen Kühlschrank hat.



Am Abend nach dem Einkochen, der große Test mit der Familie. Die sind echt heftig vom puren Essig, aber das konserviert. Die Gurken sind aber toll knackig, wie man die eingekocht noch nie hatte. Wenn man die kurzfristig verbrauchen kann, ist es eine tolle Methode zum Konservieren und Geschmack in die Gurken bringen. Ich habe extra für Euch den Zuckergehalt im Rezept hochgeschraubt. Ich habe nur zwei Esslöffel Zucker drin, aber dafür muss man sauer echt mögen.


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

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