Dienstag, 26. Juli 2016

Brühe von der Berliner Rippe

Bei Metro gab es Berliner Rippe im Angebot. Ich weiß zwar nicht, was die Berliner Rippe von einer normalen Rippe unterscheidet, aber ich möchte das nicht unerwähnt lassen. Auf jeden Fall handelt es sich um eine Rippe vom Schwein, so wie man sie für Grillrippen verwenden würde. Ich hatte beides vor. Einen Hamburger mit ausgelöstem Rippenfleisch zu machen und bei der Gelegenheit noch gleich eine Brühe einkochen. Brühe kann man immer brauchen. Ich verwende die als Basis für Nudelsoßen, oder auch für kurzgebratenes Fleisch, wenn das keine richtige Soßenbasis hat. Die Brühe ist auch toll um Sülze zu machen und wenn man erstmal eigene Brühe hat, fallt einem immer etwas ein, was man damit anstellen kann. Der positive Nebeneffekt ist, dass man sich keine Brühwürfel, oder gekörnte Brühe mehr kauft.


Zutaten:

1,5 Kilo Berliner Rippe
1/2 Staudensellerie
5 Möhren
Kräuter aus Mandys Garten
1 Handvoll getrocknete Tomate
5 Zwiebeln
2 Peperoni
Wacholderbeeren
Lorbeerblätter
Pfefferkörner
Meersalz
alles was an Grünkraut weg muss.


Ich habe einen 20 Liter Topf. Brühe wird immer kalt aufgesetzt. Erstmal die Zutaten reinwerfen. Berliner Rippe


Liebstöckel, getrocknet


1/2 Staudensellerie


5 Möhren


5 Zwiebeln halbieren und die Schale dran lassen, weil das der Brühe eine schöne Farbe gibt. 


2 Peperoni


1 Handvoll getrocknete Tomaten


Dann den Topf mit kaltem Wasser auffüllen. Ich habe in den 20 Liter Topf noch um die 10 Liter gefüllt, nachdem die Zutaten im Topf waren.


Wenn ich alles im Topf habe, was in die Brühe gehört, schaue ich noch mal schnell im Kühlschrank was weg muss. Ich habe ich noch Paket Feldsalat gefunden. Gemüse geht immer und bevor man es sonst nur wegwirft, kann es lieber noch mal in Brühe ein gutes Werk tun und den Geschmack verbessern. 


Wacholderbeeren


Lorbeerblätter


Pfefferkörner will ich Euch auch nicht unterschlagen. Bei einem 20 Liter Topf nehme ich 2 Esslöffel Meersalz. Da sind auch noch die getrockneten Tomaten im Wasser, die Salz abgeben und lieber am Ende nachsalzen, als mit einer versalzenen Brühe zu enden. 


Dann den Herd anwerfen und die Brühe zwei Stunden lang ganz leicht simmern lassen. Das soll NICHT sprudelnd kochen. Das Rippenfleisch soll ja zart werden und das wird es nur, wenn die Brühe nicht knallhart gekocht wird. Deckel auf den Topf legen und sobald es anfängt zu kochen, auf die kleinste Herdplatte umziehen.


Wenn mir das Fleisch egal wäre, dann würde ich die Brühe fünf oder sechs Stunden lang simmern lassen. Dieses Mal bin ich aber auf die Rippen scharf und möchte die hinterher noch weiter verwenden, deswegen simmere ich die Brühe nur zwei Stunden lang, damit sie nicht auseinander fallen. Zwei Stunden bedeutet, zwei Stunden nachdem es angefangen hat zu simmern, nicht zwei Stunden ab Herd anstellen.


Hier kommen die Rippen aus der Brühe


Die haben ordentlich Fett in die Brühe abgegeben und das Fleisch ist butterzart.


Ich habe das am Freitag Abend gemacht, weil ich am Samstag Sloppy Joe Burger (Rezept kommt) machen möchte. Die Brühe hat bis zu der Stelle null Mühe gekostet und ich bin sogar noch mit den Kindern zum Tuningtreff an der B1 gefahren, weil man an der Brühe nix machen muss, so lange sie simmert. Danach Kinder ins Bett und das Fleisch aus dem Topf holen und marinieren, damit es am nächsten Abend gut durchgezogen ist.


Fleisch in Alufolie legen, mit Salz und Pfeffer würzen, sowie mit Honig bestreichen



Rippen in Folie einschlagen und im Kühlschrank bis zum nächsten Tag lagern. Die Brühe könnte man so lange sie heiß ist, direkt in Gläser umfüllen und sofort zudrehen. Ich koche die aber lieber richtig ein, um sie haltbar zu machen. Das ist zumindest der sichere Weg.


Weil ich sowas immer nur nach Mitternacht mache, lasse ich die Brühe abkühlen, dann kippe ich die am nächsten Tag durch ein Sieb in eine Schüssel und fülle die Brühe dann mit einem Trichter, oder einem Litermaß in Schraubgläser um.


Normal stelle ich die Gläser in den Backofen und koche die Brühe bei 130 bis 150 grad 90 Minuten ein. Mir sind aber gerade die Gläser knapp geworden und ich habe nur so große Gläser und Flaschen zum Einkochen. Deswegen habe ich die Gläser stattdessen in meinem 20 Liter Kochtopf in 90 Minuten eingekocht.


Einfach nur mit Wasser auffüllen und erhitzen, dann wieder nach dem bewährten Prinzip simmern lassen, damit die Gläser nicht platzen.



Das Ergebnis ist eine tolle Brühe, die richtig Kraft hat und nur nach natürlichen Zutaten schmeckt. Wer das einmal probiert hat, nimmt nie wieder einen Brühwürfel. Auch hier macht sich das fast von alleine und der Aufwand ist nicht groß im Vergleich zum Nutzen. 


Das ausgelöste Fleisch der Berliner Rippen wird dann in der Pfanne aufgebraten und zu einem Sloppy Joe Burger veredelt. (Rezept kommt)


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Geiles Zeug. Sloppy Joe ist auch auf meiner Liste. Ich wohne übrigens an der B1.

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    1. das passt gut, ich wollte die b1 sowieso immer schon mal von ost nach west komplett durchqueren

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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