Samstag, 23. Juli 2016

Aprikosentarte mit Mürbeteig und Dulce de Leche

Boah, das ist mal ein Kuchen. Mürbeteig, frische abgezogene Aprikosen und Dulce de Leche. Für Aprikosen habe ich auch eine Weile länger gebraucht, bis sie mir geschmeckt haben. Die fand ich früher immer zu mehlig und habe deswegen lieber Nektarinen, oder Pfirsiche gegessen. Heute existieren die Aprikosen für mich total gleichberechtigt daneben, weil der Geschmack einfach gut ist, wenn man mit der Konsistenz seinen Frieden gemacht hat. Die gehören häufig auch einfach dazu, wenn man irgendwas aus einer bestimmten Region kochen oder backen möchte. So eine Tarte mit Mürbeteig verbinde ich mit Frankreich und da kommen die Aprikosen auch her.



Zutaten:

250 Gramm Mehl
115 Gramm Butter
80 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
25 Gramm Grieß
1 Ei
Butter zum Ausreiben der Form
1 Dose gezuckerte Dosenmilch für Dulce de Leche
500 Gramm Aprikosen


1 Ei aufschlagen


115 Gramm Butter, 80 Gramm Puderzucker, 1 Prise Salz


Die Zutaten miteinander verrühren. Das geht auch mit der Hand, aber ich nehme meinen Esge Zauberstab.


Butter, Zucker, Ei und Salz  sind jetzt miteinander vermischt.


Damit es nicht so staubt, habe ich einen Deckel für die Rührschüssel. Grieß und Mehl in die Schüssel geben und den Teig komplett verrühren. Das Ende mit der Hand kneten und dann die Teigkugel mindestens eine Viertel Stunde in den Kühlschrank zum Kühlen stellen, noch besser eine halbe Stunde.


Ich habe eine 24 cm Tarteform. Die lege ich zur Hälfte mit den Aprikosen aus, um zu schauen, wie viele ich davon brauche. Da ich die Aprikosen später halbiere, lege ich nur die halbe Fläche aus. 


Die Tarteform mit Butter ausreiben, damit der Teig sich nach dem Backen wieder gut von der Form löst.


Die halbe Teigmenge in die Form legen


Teig in der Form ausrollen.


Teig für den Rand der Form dünn ausrollen und am Rand der Form andrücken. Wer Lust hat behält noch ein wenig Mürbeteig übrig, um den Kuchen von oben zu dekorieren.


Hier ist der Mürbeteigboden inklusive Rand.


Den Teig mit Dulce de Leche bestreichen.


Dulce de leche ist echt total pervers, aber adelt jeden Kuchen.


Jetzt werden die Aprikosen abgezogen, weil die gebacken ohne Schale, noch besser schmecken als mit Schale.


Aprikosen auf der Rückseite über Kreuz einschneiden.


Aprikosen mit kochendem Wasser übergießen


Nach 90 Sekunden das Wasser abkippen


Nun kann man die Aprikosenhaut mühelos abziehen.


Schon erledigt


Danach die Aprikosen teilen und den Kern entnehmen.



Den mit Dulce de leche bestrichenen Teig mit halbierten Aprikosen belegen.


Den Rest Dulce de leche über den Aprikosen verteilen.


Ich habe noch ein wenig Teig übrig. Damit kann man ein Gitter legen, oder irgendwelche anderen sinnfreien Dekorationen auf dem Kuchen machen.


Ja ich weiß, ich hätte mal lieber ein Gitter legen sollen ;-)


Mir stand der Sinn in dem Moment eben mehr nach Sonne. Den Gasofen stelle ich auf Stufe 4 ein und backe ihn 40 Minuten. Ihr braucht bei Elektro mit Oberhitze 180 grad und schätzungsweise 30 bis 35 Minuten und bei Euch bräunt der Kuchen auch besser als in meinem blöden Ofen, der nur Unterhitze hat.


Den Kuchen auskühlen lassen, sonst reißt die Dulce de leche beim Schneiden.


Noch ein wenig Puderzucker über den Kuchen sieben und schon geht es los.


Das ist eine irre Kombination, Mürbeteig, Dulce de Leche und frische Aprikosen. Selten so einen geilen Kuchen gegessen. Dazu gehört schon fast zwanghaft ein guter Espresso, ein Grappa und/oder ein Brandy.


Ich finde den Kuchen so wie er ist richtig gut, aber man sollte auf solche typischen Backwaren aus dem Süden stehen, die auch richtig süß sind. Richtig, oder gar nicht! Die Aprikosen geben einen schönen Säurekontrast dazu.


Nur meiner ausgeprägten Selbstbeherrschung ist es zu verdanken, dass ich den Kuchen nicht gleich nachts alleine aufgegessen habe, sondern es beim Probestück belassen habe.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.



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