Sonntag, 15. Mai 2016

Entrecôte aus dem Ofen mit gebratenem Spargel

Gebratener Spargel mit Entrecôte vom Rind. Das hatten wir diese Woche schon mal, aber als Version aus der Pfanne und den Spargel ganz normal in Wasser gegart. Dieses Mal habe ich das Entrecôte erst angebraten und dann im Ofen weiter garen lassen und dafür im Gegenzug den Spargel in der Pfanne gebraten. Das sind dann zwei total verschiedene Gerichte, bei denen man nicht das Gefühl hat, das schon mal gegessen zu haben. Ich kaufe immer am Wochenende ein und dann hangel ich mich mit den Vorräten durch die Woche. Die war ansonsten echt hart und da verwöhne ich dann meine Frau, oder auch die Kinder mit, für unsere Verhältnisse, besonderem Essen. 



Letztes Wochenende gab es bei Kaufland Entrecôte für € 12,99 pro Kilo, da habe ich dann mal ein gutes Kilo gekauft. Das habe ich sonst nur zu Feiertagen und besonderen Anlässen im Programm.


Zutaten für 2 Personen:

600 Gramm Entrecôte vom Rind
Olivenöl zum Anbraten
Salz und Pfeffer aus der Mühle beim Servieren

Brandy-Honigzwiebeln:

3 Zwiebeln
2 Esslöffel Honig
Brandy nach Geschmack
200 Milliliter Brühe
Salz
1 Peperoni

Gebratener Spargel (anklicken)

1 Kilo Spargel
250 Gramm Tomaten
1 Knoblauch
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker 
Lauchzwiebeln

Das Rezept für den gebratenen Spargel habe ich HIER, damit ich das auch meinen vegetarischen MitleserInnen zeigen kann. Die reagieren auf Fleisch manchmal ein wenig wunderlich ;-). Ich fange mit dem Schälen des Spargels an, damit ich den später schon vorbereitet habe, wenn der in die Pfanne kommt. Eine Lauchzwiebel zerkleinern.


Hier ist das Stück vom Entrecôte. Weil ich vorher schon Steaks davon gebraten habe, sind das noch so ca 600 Gramm, genau richtig für zwei normale Esser.


Ich habe wie gesagt nicht so häufig solche "edlen" Stücke vom Rind zur Verfügung. Als Steak weiß ich für den Hausgebrauch schon ganz genau, wie ich es braten muss, aber so am Stück habe ich mir letztens an meinem Geburtstag echt so richtig die Karten gelegt und ein Porterhouse Steak dry aged mal so richtig getötet, weil ich das mit der Garzeit nicht hinbekommen habe. Das Problem werden viele vor den Rechnern kennen. Zwei Leute am Tisch, der eine isst lieber Steak als der andere und dann haste immer gleich die Hudelei mit dem Garpunkt. Ich würde es medium nehmen, so dass es nicht mehr rot ist, aber auch noch nicht zu durch und für meine Frau kann es eigentlich nicht durch genug sein, um dann aber im Gegenzug darüber zu klagen, dass es irgendwie schon zäh ist. Und dann versucht man verzweifelt einen Garpunkt zu finden, der über meinen persönlichen liegt, aber eigentlich unter Muttis Anspruch. Mit dem Resultat, dass dann zwei Leute nicht das Steak bekommen, dass sie eigentlich gerne hätten.


Das Entrecôte soll am Stück gegart werden und nicht als Steak.


Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Ich habe das für meinen Wok von diePfanne.com benutzt. Dafür habe ich einen Deckel, damit das Fett beim Anbraten nicht in alle Richtungen spritzt.


Das Entrecôte wird von allen Seiten jeweils drei Minuten angebraten. Ich habe mit Vollgas angefangen, aber dann auf halbe Kraft auf meiner stärksten Platte angebraten. Das kann von Herd zu Herd unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass das Fleisch nach den drei Minuten pro Seite eine ordentliche Farbe hat und nicht wie gekocht aussieht.


Am Deckel des Woks kann man gut erkennen, warum man den auf den Wok legen sollte. Beim Küche aufräumen hat man dann deutlich weniger mit dem Entfernen der Fettspritzer zu tun.



Nun ist das Entrecôte von allen Seiten angebraten. Da das keine meiner Kernkompetenzen ist, bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden.


Den Ofen vorheizen und bei 110 Grad das Fleisch für 15 Minuten in den Ofen legen, um es ordentlich medium zu haben.


Das Fleisch lege ich in eine Ofenform, ohne irgendwas. Kein extra Fett, es ist auch noch total ungewürzt.



Drei Zwiebeln schälen und halbieren. Die lege ich in den Bratensatz des Entrecôtes und röste die mit Volldampf an. 


Für ein gutes Aroma nehme ich Brandy zum Ablöschen der Zwiebeln, WENN sie später Farbe bekommen haben. Das sollte schon ein ordentlicher Schuss sein, ruhig 0,1 Liter. Der Alkohol brät wieder raus und es bleibt der gute Geschmack. Wer keinen Brandy hat, nimmt halt Wilthener Goldkrone, oder einen anderen Blindmacher. Ich zeige den hier nur schon mal.


Während die Zwiebeln anbraten und das Fleich im Ofen gart, ist ein guter Zeitpunkt, um den Spargel zu braten. Rezept HIER


Wenn die Zwiebeln Farbe bekommen haben, zwei Esslöffel Honig in die Pfanne / Wok geben.


Honig ein wenig einkochen lassen.


Nun kommt der Brandy dazu, um die Röstaromen aus der Pfanne zu abzulösen. Nun die Pfanne auf mittlere Hitze runterdrehen, 


Das sind 200 Millilter Brühe, die nehmen wir Stück für Stück, wenn die Flüssigkeit in der Pfanne zu knapp wird und ein wenig Verdünnung braucht.


Der Spargel brät jetzt parallel zu den Zwiebeln in der Grillpfanne


Die Zwiebel jetzt mit Salz und Pfeffer, oder Peperoni schärfen.


Wenn der Spargel gut gebraten ist, kommen die halbierten Tomaten für zwei Minuten in die Pfanne, dann noch die Lauchzwiebeln in die Pfanne geben, wenn der Herd abgestellt ist.


Den gebratenen Spargel auf dem Teller anrichten.


Nun kommt das Fleisch aus dem Ofen. Das sieht von außen so aus, wie ich mir das vorgestellt habe. Mit dem Kernthermometer habe ich so um die 60 Grad ermittelt. Das ist dann so zwischen iiiiih das ist ja noch rot und ich nehme das beim nächsten Mal mit zum Absatzdienst und besohle die Schuhe damit. 


Nun das Fleisch in handliche Stücke schneiden.


Das ist ein guter Kompromiss zwischen zu roh und zu durch, aber wie immer ist das subjektiv.


Fleisch auf den Teller zum Spargel legen.


Jetzt mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen.


Die Brandy-Honigzwiebeln darauf auslegen.


Das schmeckt echt klasse. Das Fleisch ist zart, der Spargel ist echt der Hammer und die Zwiebeln sind dazu ein Gedicht.


Hier habe ich das Fleisch aus der Mitte geschnitten, dass ist dann noch etwas "roher" als das Stück, das ich für meine Frau vom Anfang geschnitten habe. So sind dann alle zufrieden. Das ist ein perfektes Familienessen am Wochenende, ich habe es in der Woche gemacht und das war zeitlich auch noch o.k. Ca 90 Minuten mit Spargel schälen und fünf mal die Gören bespaßen, die wieder mal nicht einschlafen wollten. Ihr könnt es also auch in einer Stunde packen. Mit so einem Essen kann man sich mit jedem Tag versöhnen.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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