Freitag, 22. April 2016

Ketchup Minneapolis - My tribute to Prince

Donnerstag 21.04.2016 nach 19 Uhr. Ich stehe gerade in der Küche und spüle ein paar Töpfe ab, um hinterher mit dem Kochen zu beginnen. Ungläubig höre ich im Radio, dass Prince im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Das ist wirklich unglaublich, weil er einer der Helden meiner Jugend und seine Musik der Soundtrack meines jungen Erwachsenseins war. Ich fühlte mich spontan irgendwie leer und dachte, dass ich dringend etwas aus Minnesota kochen müsste, quasi Prince zu ehren, der ja aus Minneapolis kam. Ich musste mich erstmal einlesen, was typisch aus Minnesota kommt und habe gelernt, dass dort viele schwedische Einwanderer waren (Fisch fällt für mich aus) und dass durch die Nähe zu Kanada auch Einflüsse von dort in die Küche Minnesotas hineinwirken. Mit diesem Basiswissen, habe ich mich dann an die uramerikanischte Zutat gemacht, die ich zu meinem Gericht brauchte, Ketchup Minneapolis. Ich bin was das Kochen betrifft, nur ein Floh im Gegensatz zu dem, was Prince für die Musik bedeutet hat und deswegen ist das hier nicht mehr als mein Knoten im Taschentuch, um mich daran zu erinnern, was ich gekocht habe, als Prince nicht mehr da war. Schade!



Zutaten:

100 Milliliter Tomatenmark
50 Milliliter Ahornsirup oder nach Geschmack
1 Schuss Whiskey
1 Schuss Essig
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer


100 Milliliter Tomatenmark


Salz und Pfeffer aus der Mühle.


1 Schuss Whiskey


Das ist echt eine geile Zutat im Ketchup und wer den Geschmack mag, muss da auch nicht sparsam sein. 


1 Schuss Branntweinessig


50 Milliliter Ahornsirup. Damit decke ich den kanadischen Einfluss und die Süße des Ketchups ab.


Das Tomatenmark ist dreifach konzentriert. Das heißt, dass es die dreifache Menge Flüssigkeit aufnehmen kann, ohne flüssig wie Wasser zu werden. 


Wenn man da mal 150 Milliliter Essig und Öl und Ahornsirup drauf kippt, dann ist das durch ein wenig Rühren sofort wieder eine glatte Masse.


Klumpen aus dem Ketchup rühren, probieren und nach Geschmack abschmecken, ob es noch ein wenig schärfer, saurer, süßer, oder salziger sein soll. 


Hier habe ich es zu Fotozwecken extra noch in eine schönere Schale umgefüllt, für Euch ist mir ja nichts zu teuer.


Holla die Waldfee, das schmeckt echt lecker. Der Whiskey knallt dezent, das Ahornsirup ist schön nussig und süßt natürlich viel eleganter als Kristallzucker. Wenn man dazu ein schönes Gleichgewicht zwischen salzig, scharf und Säure findet, ist das ein supergeiles Ketchup zu Pommes frites, Steaks, zum Grillen, vegetarischen Gerichten, oder was Euch sonst noch so einfällt.  


Bei uns gab es dazu den Grillteller "little red corvette", an Butterreis "let's go crazy", mit Gurkensalat "around the world in a day". 


Das nenne ich im Rezept nicht so, aber Prince war natürlich unser Tischthema, live in Hannover 1990, oder Würzburg 1988, die erste Prince Platte (!!!) die man so hatte, wo man wozu auf dem Tisch getanzt hat, nachts um vier mit dem Kassettenrekorder vor dem Monofernseher den Rockpalast aufgenommen, wieso man Kiss noch nie mochte und welches persönliche Lieblingslied man schon immer von Prince hatte. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Ich habe natürlich auch sofort nachgelesen und herausgefunden, dass Prince - der übrigens Vegetarier war - am liebsten Spaghetti und Orangensaft zu sich genommen. Ob einzeln oder getrennt, war (noch) nicht zu ermitteln.

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  2. Es war Michael Jackson, der in Würzburg gespielt hat, 1988. Für Prince sind wir seinerzeit nach FFM gefahren, ins Waldstadion.
    Hachmann.
    Warum müssen die Besten immer zu früh gehen?

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