Sonntag, 3. April 2016

Erdbeerpudding ohne Plaste und Elaste

Endlich geht die Erdbeersaison wieder los. Diese sind aber noch irgendwo aus Takatukaland und ich habe die nur gekauft, weil meine Kinder mich gedrängelt haben, dass sie unbedingt Erdbeeren haben wollten. Die gab es kurz vor Feierabend für 29 Cent pro Pfund bei Kaufland, also welche Argumente hatte ich sie nicht zu kaufen? Irgendwas von saisonal und regional, wollte die Bande jedenfalls nicht von mir hören.



Zutaten:

0,5 Liter Milch
0,5 Liter Sahne
Davon 6 Esslöffel Flüssigkeit für das "Puddingpulver" abnehmen
500 Gramm Erdbeeren
2 Eier
7 Esslöffel Speisestärke
Zucker nach Geschmack
1 Prise Salz
Vanille aus der Mühle
Erbeeren zum Dekorieren
Puderzucker zum Dekorieren


Erdbeeren waschen und vom Grün befreien, anschließend in Stücke schneiden.


1 Liter abmessen, bestehend aus 0,5 Liter Milch und 0,5 Liter Sahne. Wer ein paar Kalorien sparen möchte, kann auch 1 Liter Milch nehmen. 


Jetzt mische ich mir schnell das "Puddingpulver", also die Giftmischung, die man sich sonst immer aus der Tüte gekauft hat. Sieben Esslöffel Speisestärke, 5-6 Esslöffel Zucker, 1 Prise Salz. Im Gegensatz zum Industrieprodukt sind hier keine künstlichen Aromastoffe drin, sondern der Pudding schmeckt nur nach den echten Zutaten, die wir physisch verwenden. Das ist echt das allerschlimmste, dass man gekauft überall nur diese Mogelpackungen bekommt, die nur so tun als ob.


Wenn einem der Pudding hinterher nicht süß genug ist, kann man jederzeit noch nachsüßen.


Zwei Eier aufschlagen


Sechs Esslöffel der Milch-Sahnemischung zum "Puddingpulver" geben und so lange verrühren, bis keine Klumpen mehr in der Schüssel sind und es sich um eine glatte Masse handelt.


Milch-Sahnemischung erhitzen


Vanille aus der Mühle, oder eine Vanillestange in den Topf legen.


Während der Topfinhalt erhitzt, die 500 Gramm Erdbeeren in den Topf kippen.


Bei ungefähr 70 Grad die Puddingmischung unter ständigem Rühren in den Topf geben. Das ist sehr wichtig die Masse in Bewegung zu halten, damit der Puddung nicht verklumpt.


Ich habe meinen Esge Zauberstab benutzt, statt eines Kochlöffels. Natürlich geht auch ein normaler Pürierstab. Die Masse im Topf wird immer dicker, je heißer sie wird. Jetzt könnt Ihr probieren, ob Ihr den Pudding noch süßer haben möchtet.


Wenn sie so blubbernde Blasen schlägt, noch einen Minute auf dem Herd lassen und die Flamme runterdrehen. Permanentes Umrühren ist wichtig.


Man kann den Pudding in eine große Schüssel umfüllen, ich habe aber ein paar kleinere genommen. Damit man den Pudding hinterher stürzen kann, ist es wichtig, die Schüssel(n) direkt vor dem Einfüllen der Puddingmasse mit kaltem Wasser auszuspülen. Dann kann man den Pudding nach dem Erkalten auch aus der Form auf einen Teller stürzen.


Pudding aus dem Topf in die Schüssel umfüllen und zum Auskühlen abstellen. Rezepte in die ich mich eingelesen habe, als ich mit dem Puddingkochen angefangen habe, sagen, dass das Auskühlen bis zu vier Stunden dauert. So lange hat es bei mir noch nie gedauert. Länger als zwei Stunden habe ich noch nie gewartet, bis der Pudding kalt genug war. Ich nehme zum Auskühlen die Fensterbank.


Bevor ich den Pudding stürze, wackel ich die Schüssel in der Hand und schaue, ob der Pudding sich alleine vom Rand löst. Deswegen macht man vor dem Einfüllen der heißen Puddingmasse das kalte Wasser in die Schüssel (und kippt es hinterher natürlich wieder aus). Sowas nennt sich Kochpsysik. Wenn sich der Pudding offentlichtlich nicht von alleine von der Schüssel trennt, geht man mit einem dünnen scharfen Messer am Rand entlang, bevor man den Pudding auf einen Teller stürzt.


Ein paar Erdbeeren zur Dekoration schaden nicht. Die habe ich zusätzlich zu den 500 Gramm Erdbeeren verwendet, die im Pudding sind. Bei 29 Cent pro Pfund kein Problem, wenn man nur genug davon gekauft hat.


Für das Auge kommt nun noch ein wenig Puderzucker durch ein Sieb über den Pudding und die Erdbeeren.


Wer richtig Puddinghunger hat, kann sich so ne ganze Schüssel gönnen, oder man hat noch einen Funken Vernunft, dann sticht man sich ein paar Nocken vom Pudding ab und serviert das auf einem Teller.


Meine Kinder sind total darauf abgefahren und sogar meine Frau, die mir jedes Jahr erneut erzählt, dass sie eigentlich nicht so scharf auf alles aus Erdbeeren ist, damit ich das bis zum folgenden Jahr wieder vergesse, hat ohne zu murren gegessen und sogar noch Nachschlag genommen.


Dafür dass ich so ein Dekolegastheniker bin, finde ich die Optik auch total o.k.


Jetzt muss nur noch die Saison kommen und die Erdbeeren frisch vom Feld um die Ecke, dann ist alles chic! Immerhin ist Spanien als Herkunftsort nicht Peru, wie beim Spargel und Ihr seid jetzt schon mit dem passenden Rezept gewappnet, wenn die Ernte startet.


Der Pudding ist schön cremig und toll mit dem Geschmack echter, frischer Früchte, ohne dumme Aromen, die nur so tun als ob.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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