Freitag, 18. März 2016

Kasslerlachs paniert - Familienessen

Willkommen in der Abteilung Gerichte die es nur gibt, wenn meine Frau nicht dabei ist. Ich habe keine Ahnung welche Abneigung meine Frau gegen Kassler hegt, aber meine Kinder stehen total drauf und ich habe damit in den Jahren auch meinen Frieden gemacht. Am letzten Wochenende war ich mit allen Kindern die schon laufen können, auf Omabesuch und dann habe ich extra etwas gekocht, was ich mir zuhause voll klemmen könnte



Zutaten für 4 Personen:
1 Kilo Kasslerlachs
Mehl
Paniermehl
5 Eier
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl

1 Kilo Kartoffeln
Butter
Petersilie

Krautsalat

Weißkraut
Salz
Pfeffer
Zucker
Zitrone
Rosinen
Sahne
Schnittlauch


Zur Feier des Tages war ich bei Metro in Bremen. Da war ich ja früher immer, aber irgendwie müssen die das in den letzten Jahren mal umgebaut haben. Ich hätte wetten können, dass es da früher mal zweistöckig war und wenn man den Metro in Berlin Friedrichshain kennt, dann kommt man sich in Bremen so vor, als wenn der Metro abends nach Feierabend beim Waschen eingelaufen wäre. Die haben sich höchstwahrscheinlich die Waschtipps von meiner Frau geben lassen. 


Kasslerlachs, nein das hat nichts mit Lachs zu tun, sondern ist ein Stück vom Schweinerücken, in Scheiben schneiden.


Fleisch mit dem Fleischklopfer bearbeiten. Ich habe mich gewundert, dass das Fleisch doch recht störrisch ist und gar nicht in die Breite geht, wenn man es klopft. Das liegt aber an der Zubereitung, weil Kassler erst gepökelt und dann geräuchert wird. Das ist nicht so roh, als wenn man einen normalen Schweinerücken plattieren würde.


Paniert wird mit dem klassischen drei Teller System


Fleisch ins Mehl drücken


Fleisch durch das verquirlte Ei ziehen


Anschließend ins Paniermehl drücken und darauf achten, dass die Oberfläche gleichmäßig paniert ist. Wenn dann noch Lücken sind, zurück ins Ei gehen und erneut ins Paniermehl legen. Es ist augenscheinlich, dass sich das Fleisch nicht so einfach panieren lässt, wie Fleisch, das vorher nicht geräuchert wurde, aber es ist kein Problem.


Die Kartoffeln habe ich als Pellkartoffeln gekocht. 


Da ich nicht wusste, wann das Essen auf den Tisch kommt, hatte ich die vorgekocht. Nachdem dann alle wieder an die Burg gekommen sind, zum schonenden Erhitzen in den Ofen bei 120 Grad gestellt und gleich ein wenig Butter in die Ofenform gegeben.


Eine gute Gelegenheit, um meiner Mutter mal zu zeigen wie man Schnitzel brät, weil die das zeilebens nicht geschafft hat, die mal knusprig zu braten, ohne dass die Panierung abfällt. Kein Wunder wenn man die mit so ner Mickymaus Temperatur 20 Minuten mit zu wenig Fett immer nur von links auf rechts drehend durch die Pfanne schiebt. 


Pflanzenöl in die Pfanne kippen. Füllhöhe muss so sein, dass die Schnitzel zur Hälfte vom Öl bedeckt werden, damit sie nach einmaligem Umdrehen von beiden Seiten gleichmäßig braun werden.


Ich habe ewig nicht mehr auf einem Elektroherd gearbeitet und war echt gespannt, wie das wohl funktioniert. Ich kann aber beruhigen, das geht so gut wie auf Gas, wenn das Öl erstmal heiß ist. Das dauert länger als auf Gas, aber geschenkt. Der Pfannenwender ist mein Thermometer.


Wenn am Holz Blasen aufsteigen, dann ist das Fett heiß und die Schnitzel können ins Fett.


Schnitzel drei Minuten pro Seite braten, bis sie schön braun sind. 


Der Krautsalat ist auch denkbar einfach. Weißkraut schneiden, oder hobeln, Salz, Pfeffer und Zucker zum Würzen, Den Saft einer Zitrone zum Marinieren einen Topf Sahne und eine Handvoll Rosinen dazu geben und noch Schnittlauch für die Frische. Den Salat kann man auch gut vorbereiten und der ist echt lecker. 


Für meine Kinder brauche ich nicht viel Dekoschnickschnack und für meine Mutter auch nicht. Die müssen das Essen nur verstehen, damit sie es essen.


Schnitzel auf den Teller, Krautsalat dazu drapieren und dann noch Kartoffeln dazu legen. Ein wenig Butter über die Kartoffeln löffeln und Petersilie dazu geben, dann sind alle zufrieden. Die Panierung ist schön knusprig, das Fleisch ist schon von Haus aus würzig und in der Kombination schmeckt es echt toll. Kassler umweht ja eigentlich eher so ein etwas piefiges Image, aber so ist es wirklich lecker.


Meine Mutter und meine Kinder sind echt das härteste Publikum beim Essen. Dagegen ist meine Ehestute echt ein Spaziergang im Morgentau. Das habe ich natürlich nicht im Bild, aber die lieben kleinen verlangen dann noch Ketchup dazu, aber nur den gekauften.... 


Aber immerhin haben sie alle gegessen und deswegen ist das mein Tipp für Euch, wenn Ihr ein unkompliziertes Essen für die ganze Familie auf den Tisch bringen wollt, das in einer Stunde fertig ist und das allen schmeckt, wenn Ihr nicht gerade meine Gattin am Tisch habt ;-).


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 


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