Donnerstag, 3. März 2016

Kaiserschmarren mit Sauerkirschen

Lesen bildet! Ich habe mir die Zeitschrift Essen und Trinken gekauft, weil die mir bei Metro nach längerer Zeit, zufällig in die Hände gefallen ist. Die fand ich schon immer gut und vor allem kochen sie dort auch weitestgehend ohne Plaste und Elaste. Dort habe ich ein schönes Rezept für Kaiserschmarren gefunden, das ich nicht eins zu eins umgesetzt habe, aber etwas sehr Interessantes über die Zutatenmengen herausgefunden habe, was ich vorher nicht wusste. Da kommen nämlich deutlich mehr Eier und Milch und viel weniger Mehl rein, als ich immer gedacht hätte.



Zutaten für vier Personen:

100 Gramm Mehl
500 Milliliter Milch
80 Gramm Butter
6 Eier
Zucker nach Geschmack
1 Prise Salz
Vanille aus der Mühle
Rosinen
Mandelblätter
Puderzucker zum Bestäuben

Fruchtbeilage:

2 große  Gläser Sauerkirschen
Zucker nach Geschmack
Zimt
Nelken
1 Limette
2 Esslöffel Speisestärke

Ich hätte immer gedacht, dass ein Pfannkuchenteig deutlich mehr Mehl enthalten würde und war gespannt, wie der abbindet, wenn man den in der Pfanne brät. Bei der Kalorienangabe habe ich mich am Anfang ziemlich auf den Arsch gesetzt, die hatte ich schon gesehen, bevor ich mir die Zutaten angeschaut hatte. Danach hat es mich nicht mehr gewundert. Aber mal ehrlich, wie oft esst Ihr Kaiserschmarren? Ich habe den bestimmt ein Jahr keinen gegessen und selbst gemacht auch noch nicht so lecker, wie diesen hier. In Österreich bricht jetzt sicherlich schon wieder die Revolution aus, weil ich Sauerkirschen statt Zwetschgenröster dazu gemacht habe. Der einzige Grund war Sonntag und ich hatte keine Zwetschgen. Meinen Kindern hat das nichts ausgemacht. Die haben den Kaiserschmarren und die Sauerkirchen in Windeseile inhaliert, weil es ihnen so gut geschmeckt hat.
Bevor der Kaiserschmarren in die Pfanne kommt, werden zwei Gläser Sauerkirschen mit Zucker, Zimt, Nelken und dem Saft einer Limetten erhitzt und schnell mit zwei Esslöffeln Speisestärke abgebunden. Schon fertig.


100 Gramm Mehl abwiegen


Einen halben Liter Milch abmessen.


Milch und Mehl in einer Rührschüssel zusammenkippen.


Sechs Eier dazu aufschlagen.


Der Teig verspricht so dünn zu werden, dass ich mit dem Zauberstab auch in der angestammten Reihenfolge arbeiten kann und nicht rückwärts vorgehen muss.


Vanille aus der Mühle, Zucker nach Geschmack, 1 Prise Salz und dann den Teig verrühren. 


80 Gramm Butter abschneiden


Butter in der Pfanne erhitzen.


Wenn die Butter aufgelöst und heiß ist, kommt der Teig in die Pfanne.


Wenn der Teig in der Pfanne ist, auf niedrige bis mittlere Hitze runtergehen und ca 5 Minuten nichts tun, damit der Teig stockt. Deswegen darf die Hitze nicht zu hoch sein, damit der Teig nicht zu sehr bräunt.


Wenn man das nur mit der halben Menge für zwei Personen zubereiten würde, dann wäre es noch einfacher, dann hätte man ungefähr einen dicken Pfannkuchen und könnte ihn wenden, die zweite Seite braten und dann, wie bei Kaiserschmarren üblich zerrupfen. Dafür war das zuviel Teig in der Pfanne und die hat schon 32 Zentimeter Durchmesser. Meine Überlegung wäre für das nächste Mal, den Teig in zwei Durchgängen zu braten, damit er nicht so unbeweglich wie ein Öltanker ist.


Teig so gut es geht, in der Pfanne zerrupfen und durchbraten. Rosinen und Mandelblätter dazu geben. Nicht zu früh, sonst verbrennen die eher als der Teig


Alles gut gelaufen, das sieht doch anständig aus. Mit der Fruchtbeilage zusammen habe ich 30 Minuten gebraucht. 


Noch ein wenig Puderzucker zum Bestäuben


Die angedickten Sauerkirschen kommen auch noch auf den Teller.


Holla die Waldfee, das ist aber lecker zusammen. Der Teig des Kaiserschmarrens ist toll. Sehr locker, das hätte ich echt nicht gedacht. Das können halt nur Österreicher, die Könige der Mehlspeisen und dafür hat es dann auch mal 1000 Kalorien pro Portion. Dinge über die man manchmal nicht so genau nachdenken sollte, um sich den Spaß am Essen nicht nehmen zu lassen.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


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