Samstag, 27. Februar 2016

Senfdressing für Salat

Wozu braucht man Senfdressing? Das habe ich in meiner Not erfunden, weil ich einen total schimpansigen Hotdogsalat aus der Doofieecke holen musste. Da hat wieder so ein kulturloser Banause gedacht, dass es ein Salat wäre, wenn man ein bisschen Eisbergsalat in eine Schüssel füllt, den mit drei Plastiksoßen erschlägt und noch mehr Industriedreck darüber stapelt. Deswegen war meine Aufgabe einen Weg zu finden, Senf so zu verflüssigen, dass man das Thema Hotdog noch erkennt und gleichzeitig ein würziges Dressing zu Salat bekommt, das den Salt veredelt und nicht erschlägt.


Zutaten:

Senfmehl
Pflanzenöl
Essig
Salz
Pfeffer
Zucker
Wasser
(Kräuter bei anderen Gelegenheiten)


Ich benutze meine Zauberette, aber man kann natürlich auch jeden anderen Mixbecher verwenden.


Vier Esslöffel Senfmehl in den Mixbecher füllen


Senfmehl gibt es bei Metro für 7 Euro pro Kilo, oder man kann natürlich auch Senfkörner zu Mehl vermahlen. Ich kann links wie rechts und habe beides zuhause.


100 Milliliter Pflanzenöl


50 Milliliter Essig


Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.


Öl und Essig dazu füllen.


Durch rühren vermischen. Was dann noch fehlt um fließfähig zu sein, mit Wasser auffüllen. Das soll ungefähr so dickflüssig sein wie Bananenmilch, oder Erdbeermilch. Dabei ein bisschen Augenmaß behalten und dran denken, dass das Senfmehl noch ein bisschen anzieht, aber erst nach einem Tag. Gerne noch einmal abschmecken.


Ich habe das Senfdressing eben noch einmal probiert, während ich darüber schreibe. Das Dressing schmeckt so gut, dass man es pur trinken könnte und hat sanftes Feuer, mit einem leicht süßlichen Nachgeschmack. Das ist toll auf Salaten, wenn ein kräftiger Geschmack gefragt ist.


Wenn man nicht gerade Hotdogsalat macht, dann kann man mit dem Dressing auch Krautsalat bespielen, oder einen Blattsalat mit Früchten, wenn man mal Kontraste setzen möchte. Zu Eiern ist das auch klasse. Man kann das auch mit anderen Dressings mischen, wie Mayonnaise, Joghurt, oder Tomatendressing (anklicken), dänischer Remoulade, oder einer Vinaigrette. Ich kann das Senfdressing jedenfalls sehr empfehlen. Im Kühlschrank hält das auf jeden Fall 14 Tage und wird jeden Tag ein wenig milder. Wenn man das einmal hatte, wird man es als nützlichen Helfer zu schätzen wissen, wenn irgendwo Geschmack fehlt.


Ich habe das Senfdressing nicht für meinem Hotdog genommen, weil es dafür zu flüssig ist. Dafür habe ich meinen Knoblauchsenf verwendet, aber meinen Hotdogsalat kann ich Euch ja noch nicht zeigen.


Na, auch schon so aufgeregt wegen des Hotdogsalates wie ich? Viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit. 


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