Samstag, 20. Februar 2016

Radieschensuppe in zehn Minuten

Muss auch mal sein, ist immer die lapidare Begründung für das Konsumieren von Lebensmittelsünden. Eigentlich bedeutet das in den meisten Fällen nicht mehr, als ich war zu faul etwas Richtiges zu kochen, oder ich kann nichts Richtiges kochen. Deswegen bin ich immer angespornt, für jene Kandidaten Gerichte zu erfinden, die schnell gehen und trotzdem frisch und gesund sind, ohne einfach zu schmecken. Meine Radieschensuppe spielt auch in der Liga, in der Eile geboten ist.



Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:

4 Kartoffeln
1 Bund Radieschen
800 Milliliter Brühe selbst gemacht
Schnittlauch
1/4 Freilandknoblauch, oder 1 Knoblauchzehe
1 Limette


Die Kartoffeln habe ich jetzt gerade frisch gekocht, aber dafür kann man natürlich auch Kartoffeln vom Vortag nehmen. Ich koche auch immer mehr Kartoffeln, als ich für das jeweilige Gericht brauche.


Ein Bund Radieschen. Für das Grün lasse ich mir auch noch etwas einfallen, aber das war mir nach drei Tagen im Kühlschrank schon ein bisschen zu welk, um damit jetzt etwas anzustellen. Für Pesto geht das sonst immer.


Radieschen abwaschen. 


Freilandknoblauch. Eine ganze war mir für die Menge zuviel, deswegen habe ich davon nur ein Viertel genommen. Wer mit seinem Atem auch gerne mal Fliegen von der Decke holt, kann auch eine ganze Knolle nehmen.


Kartoffeln in die Brühe legen und erhitzen.


Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen


Den Saft einer Limette auspressen und in den Topf geben.


Knoblauch zur Suppe geben.


Mit dem Pürierstab alle Zutaten pürieren, bis auf die Radieschen. Die kommen erst im nächsten Arbeitsgang in die Suppe.


Teile der pürierten Suppe in ein Litermaß kippen. Mir ist der Topf zu breit, um alle Radieschen ordentlich pürieren zu können, deswegen nehme ich den schmaleren Behälter.


Alle Radieschen in das Litermaß geben und dann mit dem Pürierstab zerkleinern.


Die Radiechen sind ziemlich klein, aber da sie nicht mitgekocht wurden, sind sie sehr frisch und gut wahrnehmbar in der Suppe. Man spüter das auch im Mund, dass da frisches Gemüse drin ist. Wer regelmäßig mitliest der weiß, dass ich diesen Kontrast toll finde, wenn eine über Stunden eingekochte Brühe, auf knackfrische Zutaten trifft.  


Nun noch ein bisschen Schnittlauch in die Suppe schneiden.


Die Suppe serviere ich im tiefen Teller.


Die Suppe schmeckt sehr kräftig, sehr frisch, die Kartoffeln geben eine schöne Bindung, machen die Suppe sämig und die Limette eine angenehme Säure. Dazu wäre frisches Brot gut, wenn man sie als Hauptgericht essen würde. Als Vorspeise ist sie auch toll. Wenn man die Kartoffeln schon zur Verfügung hat, weil man schlau vorgekocht hat, dauert das keine zehn Minuten mit Erhitzen.


Muss auch mal sein, oder? Wenig Zeitaufwand mit maximalem Ergebnis, trotzdem frisch und lecker und vor allem gesund. Das passt auch gut zu einer Diät, wenn man den Magen schon mal mit der Suppe füllt, bevor man zu einem entsprechend schmalen Hauptgericht übergeht. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. hast du auch einen zauberstab von esge? auf der vorführung bei der grünen woche, haben sie so immer suppen vorgeführt, allerdings mit suppenpulver. den rest auch so mit frischem gemüse. ist ja nicht so, dass ich vorher nicht auch schon so gearbeitet habe, aber mit dem neuen werkzeug macht es gleich noch mal mehr spaß und klappt noch besser

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    1. Ich habe ein paar "normale" Pürierstäbe, die ihre Arbeit auch ganz ordentlich machen. Kartoffeln pürieren ist riskant, da durch zu hoh eSchalgazaheln zu viel Stärke freigestezt wird und das Ganze dann schnell Fensterkitt ist. Bei Suppe mache ich das auch, bei Kartoffelbrei würde ich aber davon abraten.

      Statt Schnittlauch könnte ich mir auch gut Kresse vorstellen, oder, wenn noch nicht welk, die Radieschenblätter selbst.

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