Samstag, 6. Februar 2016

Kotelettbraten vom bunten Bentheimer Schwein

Das ist ein richtiges Stück Fleisch! Schwein das nicht nach Schwein schmeckt, Schwein das in der Pfanne und im Ofen nicht schrumpft, Schwein das soooo viel Fett hat, von Schweinen die auch mal Tageslicht gesehen haben und nicht den ganzen Tag doof in der Box gestanden hat. Das schmeckt kalt so gut wie warm. Gibt es nicht? Doch bei Kalieber!  



Zutaten

Kotelett am Strang
Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Habt Ihr die Speckschwarte gesehen? Ekelig? Nö, die gibt Geschmack, die macht das Fleisch zart, die kann man hinterher noch recyclen und einen Brühe daraus kochen. 


Ich habe vorher noch nie so eine fette Schwarte gesehen. Wer sein Fleisch darauf reduziert, dass es nur aus einem fleischigen Teil besteht, den die meisten Leute wohl als "essbar" bezeichnen würden, der hat dieses Stück Fleisch irgendwie noch nicht richtig verstanden, denn daran hat am Ende alles einen Sinn. Ich will hier zeigen, wie toll das ist und mache dieses Mal nicht viel Zirkus mit Beilagen, damit Ihr mehr Zeit habt, Euch auf das bunte Bentheimer Schwein zu konzentrieren. Wer das als Braten servieren möchte, der muss halt noch ein paar Kartoffeln und ein wenig Gemüse am Start haben.


Weil das Fleisch so besonders ist, mache ich nicht viel Gewese beim Würzen, damit das Fleisch die Gelegenheit hat, nach sich selbst zu schmecken. Wer sich immer so allwissend hinstellt und sagt, ich mag diesen Nachgeschmack von Schwein nicht, hat DAS hier noch nicht probiert.


Die Schwarte habe ich auf der Rückseite eingeschnitten, das sieht man hinterher auch noch auf den Fotos. Der Plan ist aber nicht, die Kruste kross zu machen, sondern das Kotelettfleisch einfach nur maximal zart auf den Teller zu bekommen 


Das Fleisch in vier Lagen Alufolie einschlagen und dabei darauf achten, dass es möglichst dicht wird, damit kein Bratensaft austreten kann.


So sieht das Bratenpaket aus. Den Backofen auf 100 Grad einstellen und das Fleisch für 5 Stunden in den Ofen legen, ODER bis es eine Kerntemperatur zwischen 75 und 80 Grad hat. Nicht umdrehen, einfach im Ofen liegen lassen.


Nach fünf Stunden im Ofen, sollte man es 30 Minuten in der Folie liegen lassen, bevor das Fleisch angeschnitten wird. Ich habe das Fleisch bis irgendwann in die frühen Morgenstunden zubereitet und dann einfach nur den Ofen abgestellt und das Fleisch abkühlen lassen. Das ist warm wie kalt gegessen ein echtes Erlebnis..


Das Fleisch habe ich mit dem Keramikmesser ausgelöst. Es lässt sich sehr gut vom Knochen lösen. Den Fettrand haben die Kinder total begeistert mitgegessen, der war kein Thema. Ich habe den für die spätere Weiterverwendung zur Seite gelegt.


Das ist wirklich ein sensationelles Stück Schwein, Kilometer entfernt von der Supermarktware. Preislich zahlt man ungefähr den dreifachen Preis vom Billigfleisch, aber auch hier gilt wieder, was immer gilt, wenn Ware eine gute Qualität hat. Man isst deutlich weniger davon, bis man satt ist. Am Ende ist es nicht teurer und ich habe das Fleisch drei mal verwendet. Einmal hier, dann als Basis für einen 20 Liter Topf Brühe und noch für ein weiteres Abendessen. Ich würde das als kostenneutral bezeichnen.


Das bleibt übrig, wenn man das Fleisch vom Knochen ablöst und das Fett entfernt.


Darüber berichte ich Euch demnächst, wie ich daraus eine richtig tolle Brühe gekocht habe.


Mit dem Rest des ausgelösten Koteletts habe ich noch ein leckeres Abendessen gezaubert. Rezept kommt natürlich auch noch. Kalieber ist echt ein anderes Kaliber. Danke, dass Ihr so tolles Fleisch verkauft.


Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.


Kommentare:

  1. Hallo Glatzkoch, wo bekommt man das Frischfleisch von Kalieber?
    Marion

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    1. hallo marion, klicke doch mal auf das farbig unterlegte wort kalieber, in meinem text. dann kommst du auf die webseite von kalieber. frischfleisch haben sie nicht immer. einfach eine mail schicken, oder anrufen. die sind dort alle sehr freundlich.

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  2. Vielen Dank, werde mal telefonieren��

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