Sonntag, 14. Februar 2016

Erdnussbutter selbst gemacht

Erdnussbutter wollte ich immer schon mal selbst herstellen. Bis ich mich eingelesen habe, hatte ich überhaupt keine Ahnung wie man das macht und deswegen hat es mich total erstaunt, wie einfach das ist. Das ist dann auch immer der einzige Grund, dass man es vorher nicht besser wußte, warum man es vorher noch nicht gemacht hat. 




Zutaten:

200 Gramm geröstete, gesalzene Erdnüsse
1 Esslöffel Pflanzenöl
2 Esslöffel Puderzucker

Der nächste Schwierigkeitsgrad wäre, die Erdnüsse selbst in der Pfanne zu rösten und zu salzen. Auch keine Hürde, aber ich habe die "frischen" Erdnüsse in den Schalen erst bekommen, nachdem ich die Erdnussbutter schon gemacht hatte. DIe gesalzen Erdnüsse habe ich freitags bei Metro gekauft und die puren Erdnüsse in der Schale am Samstag Abend bei Kaufland. Mir gefiel nämlich meine Deko auf den Fotos nicht und ich dachte, ich sollte Euch dazu noch ein paar Erdnüsse ins Bild legen.


Ihr braucht einen Mixbecher, einen Foodprozessor, eine Küchenmaschine,  oder einen Pürierstab.  Ich habe eine Zauberette von Esge. Vorher hätte ich meinen Pürierstab benutzt.


Das sind 200 Gramm handelsübliche Erdnüsse, geröstet und gesalzen. Die haben fast so viel Kalorien wie kalter Hund, deswegen esse ich Erdnussbutter auch nur fünfmal im Jahr und das auch nur sonntags. Mir ist das erst beim Prüfen der Kalorien aufgefallen, dass die Zutatenliste bei Erdnüssen nicht viele Komponenten enthält, außer Erdnüsse, Salz und Öl. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist wieso da Palmöl verwendet wird. Das würde ich mir aus diesem Grund nicht wieder kaufen, lecker hin, oder her. Wo ist der Nutzen und was kann das Palmöl, was nicht auch jedes andere Öl könnte? Beim Nachlesen bin ich darüber gestolpert, dass diese ganzen Knabbersachen von Chips bis Grissini irgendwie Palmöl enthalten. Da ich die nie esse, wusste ich das bis jetzt gar nicht. Immerhin ein neues Betätigungsfeld für mich, die ganzen Leckereien, ohne solche Plaste und Elaste herzustellen. Kommt! Bei der Ernussbutter kann man das Palmöl jedenfalls ganz einfach von vornherein eleminieren, wenn man die rohen Erdnüsse aus der Schale pult und selbst in der Pfanne röstet und salzt. Beim nächsten Mal mache ich das auch genau so.


Geröstete Salzerdnüsse in den Mixbecher geben.


So sehen die Erdnüsse nach ein paar Sekunden aus.


Je länger man das Mahlwerk laufen lässt, desto klebriger und pastenartiger werden die Erdnüsse. Einfach ein paar Minuten laufen lassen und immer wieder nachsehen, wie sich die gemahlenen Erdnüsse zu einer Masse verbinden.


Ich habe nicht auf die Uhr geschaut und das wird mit jedem Gerät anders sein, wie lange es dauert, aber hier kann man schon erkennen, wie aus den Erdnüssen eine Paste geworden ist. 


Nun noch 5 Esslöffel Pflanzenöl dazu geben. Optimal wäre Erdnussöl, aber das haben höchstwahrscheinlich nur Menschen daheim, die viel mit dem Wok arbeiten, oder? Im Prinzip ist das auch total egal, welches Öl Ihr nehmt, außer 10w 40 (Motoröl die Damen) und Olivenöl. 


2 Esslöffel Puderzucker. Zucker wäre auch o.k, aber ich nehme gerne Puderzucker, weil der sich besser auflöst.


Jetzt erneut den Mixer anwerfen und Öl und Puderzucker unter die Erdnusspaste rühren.


Jetzt ist die Erdnussbutter schön cremig und schmeckt auch toll. Wer die Erdnussbutter mit Stücken haben will, kann sich ein paar Erdnüsse zur Seite legen und schreddert sie erst JETZT ganz kurz mit der Creme.


Mit sowas als Titelbild, wollte ich dann doch nicht an den Start gehen, aber hier testen meine Kinder mit mir, die erste selbst gemachte Erdnussbutter. Die mochten bislang keine, aber es ist wie immer. Wenn die Kinder beim Machen dabei sind und auch mal auf den Knopf an der Maschine drücken dürfen, ist vieles kein Problem und plötzlich schmeckt es dann auch. Soll mir recht sein.


 Das ist eine tolle Basis als Brotaufstrich zum Frühstück, für Kuchen, für Pralinen, für asiatische Küche, wie z.B. Saté Spieße und was Euch sonst noch so einfällt. Ich bin jedenfalls begeistert, dass es schmeckt und wie einfach es ist. 


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen