Donnerstag, 28. Januar 2016

Hackbraten aus der Rinderbrust

Familienessen von Montag bis Sonntag. Das ist weder besonders schnell, noch extrem zeitraubend, sondern liegt so mittendrin.  Vor allem macht es sich weitestgehend von alleine und man kann es gut mit den Vorräten bestreiten, die man beim Wocheneinkauf mitbringt. Ich kaufe häufig größere Stücke Fleisch, die ich nicht in einem Mal verbrauche und dann teile ich das Fleisch auf mehrere Gerichte auf. Rinderbrust ist ein Stück zum Schmoren. Daraus kann man einen Braten machen, oder Pastrami, oder wenn man das Fleisch vorher zerschreddert oder wolft, auch einen Hackbraten. Da ich meistens noch nicht weiß was ich abends zu essen mache, wenn ich nach Hause komme, ist es für mich wichtig, dass ich immer Zutaten habe, mit denen man unterschiedliche Gerichte kochen kann, je nachdem was die Familie gerne essen möchte.


Zutaten für 4 Personen:

1 Kilo Rindfleisch

3 Zwiebeln
1 Ei
2 Scheiben Toastbrot
Paniermehl
Rotwein trocken
1 Liter Brühe am besten selbst gemacht
Speisestärke
1 Kilo Kartoffeln
Schnittlauch


Das Stück hat gute 2 Kilo. Ich nehme ungefähr 1 Kilo für den Hackbraten davon ab.. 


Fett und Sehnen mit dem Keramikmesser parieren.


Fleisch in Streifen schneiden


Fleisch würfeln


Das Fleisch in zwei bis drei Durchgängen im Mixbecher schreddern, oder mit dem Fleischwolf wolfen. Ich schätze daran, dass man dann weiß, dass man nur das Fleisch von einem Tier im Topf hat und nicht solche unglaublichen Zahlen wie 120 Tiere auf ein Kilo Rinderhack, wie es im Handel üblich ist. 


Das Hackfleisch in eine Schüssel geben.


Zwei Scheiben Toast würfeln


Toast zum Fleisch geben.


Ein Ei für die Bindung


Schnittlauch für den guten Geschmack


1 gehackte Zwiebel


Paniermehl, damit es locker wird, Salz und Pfeffer zum Würzen verwenden.


Hackfleisch ordentlich verkneten und hinterher einen Hackbraten formen.


Hackbraten in der Pfanne von allen Seiten anbraten.


Wenn das Fleisch von allen Seiten angebraten ist, kommt der Braten in eine Ofenform. 


Boden der Form mit Rotwein bedecken


Zwei Zwiebeln schälen und in die Ofenform legen


Form mit Alufolie abdecken und bei 150 Grad in den Ofen stellen. Ich weiß ja nicht, was Euer Ofen so kann, aber ich habe nur Unterhitze und deswegen brauche ich immer länger, als alle, die Ober- und Unterhitze benutzen können. Prima wäre, wenn Ihr ein Bratenthermometer habt, denn über die Kerntemperatur kann man von außen gut feststellen, wie es im Braten aussieht. Ich gehe von einer Stunde im Ofen aus. DIe Kerntemperatur des Hackbratens sollte zwischen 75 und 80 Grad liegen, dann ist der Braten noch saftig, aber auch durch.


Kartoffeln schälen


Kartoffeln in Brühe kochen, dann schmecken sie noch besser, als wenn man einfach nur Salzwasser verwenden würde. 


Die Kartoffeln 20 Minuten lang kochen, danach die Kartoffeln aus dem Topf nehmen, aber die Flüssigkeit nicht wegkippen, die brauchen wir noch.


Jetzt ist der Hackbraten gut, was die Kerntemperatur betrifft. Zeit sich um die Soße zu kümmern.


Die Brühe wieder aufkochen, in der die Kartoffeln gekocht wurden.


Die Zwiebel aus er Ofenform dazu geben.


Den Rotwein und den Bratensatz aus der Ofenform zur Soßenbasis geben.


Falls die Soße noch zu dünn ist, nehmen wir ein wenig Speisestärke zum Binden.


1 Esslöffel Speisestärke mit ein wenig Wasser auflösen.


Den Braten bei niedrigster Temperatur wieder in den Ofen stellen und die Alufolie über die Form legen. Der soll nur noch warm bleiben, aber nicht weiter garen.


Die Kartoffeln dazu legen, damit sie nicht auskühlen, bis zum Servieren.


Soße pürieren. 


Ich sage das nicht gerne, aber die Soße war ziemlich salzig und meine dauerkrittelnde Ehestute findet bei sowas immer eine Gelegenheit mir das unterzuschmieren. Deswegen habe ich noch einen Becher Sahne eingekocht, um das zu dämpfen. Hätte ich sonst nicht gemacht, also Augen auf beim Salzen und immer noch ein bisschen Platz zum Nachsalzen lassen. 


Sahne einkochen


So, jetzt geht es ans Servieren.


Das Fleisch lässt sich gut mit dem Keramikmesser schneiden, oder auch mit einem Elektromesser.


Sieht gut aus, finde ich.


Kartoffeln auf den Teller legen.


Ein bisschen Soße auf dem Teller ausbringen.


Fleisch auf den Teller legen


Sieht zwar nicht besser aus, schmeckt aber besser, wenn man auch von oben noch ein wenig Soße darüber kippt.


Schönes zartes Rindfleisch, mit geschmackvollen, in Brühe gekochten Kartoffeln und eine kräftige Rotweinsoße. Das ist Luxus in der Woche und geselliges Essen am Wochenende, wenn es nichts mit der Goldkante sein soll.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.




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