Freitag, 1. Januar 2016

Dattelsenf selbst gemacht

Senf zu machen ist total einfach. Eigentlich glaubt man so lange, bis man es mal selbst gemacht hat, dass man das nur in der Fabrik herstellen kann und dass es bestimmt total kompliziert sein muss. Spätestens beim zweiten Mal, schüttelt man sich den Senf aus dem Arm und bekommt dann auch immer mehr Lust mit den Zutaten zu spielen. So geht es mir auch. So kann man sich zu jedem Essen den passenden Senf basteln und nicht umgekehrt Senf suchen, der zum Essen passt. 



Zutaten:

60 Gramm Senfmehl
80 Milliliter Essig
Pflanzenöl
Wasser
Salz
8 Datteln


Zum Rühren kann man einen Mixbecher / Blender, oder einen Pürierstab benutzen. 


8 Datteln


60 Milliliter Essig



1 Teelöffel Salz


Die Datteln mit dem Essig und dem Salz zerkleinern.


60 Gramm Senfmehl dazu geben und mit den anderen Zutaten vermischen. Das ist jetzt noch so trocken wie die Wüste Gobi. .


Das kann man hier sehen. Viel zu fest.


Deswegen den Senf mit ein wenig Rapsöl geschmeidig rühren. 


Ist jetzt zwar geschmeidiger, aber irgendwie immer noch nicht so leicht flüssig mit einem guten Stand. Noch mehr Öl wäre zu viel, mehr Essig wäre zu sauer. 


Frisches Senfmehl hat die Angewohnheit ca 3242492344434995 mal schärfer zu schmecken, als die Industrieplörre, die man überall kaufen kann. Deswegen ist es in diesem Fall auch nicht schlimm, wenn man da nun mal ein paar Tropfen Wasser verwendet, um den Senf glatt zu rühren. Bevor ich das vergesse, mein Senfwissen habe ich von der oft kopierten und nie erreichten Claudia Diewald erlesen, die ein ganz tolles Senfbuch verfasst hat. Wer das auch als Netz und doppelten Boden haben möchte, findet es hier


Schön glatt, oder? Jetzt hat der Senf dann auch ungefähr die Senffarbe die man normal kennt. Der Geschmack ist toll. Schön kräftig, ohne die Geschmacksnerven zu töten, angenehme Süße durch die Datteln. Ein echt toller Senf für alle Fälle. Ich habe den Senf für eine Mayonnaise gebraucht. Senf soll man vor dem Servieren drei Tage im Kühlschrank reifen lassen. Wenn sie Zeit nicht da ist, dann eben nicht.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit. 

Kommentare:

  1. Na, der kommt sofort auf die Nach-Bastel-Liste. Ich mag "normalen" Senf pur so gar nicht. Aber in allen möglichen fruchtigen Varianten ist er lecker. Gibt´s bei uns dann z.B. statt Butter auf´s Brot, Käse drauf, lecker. Deinen Dattel-Senf werde ich auch austesten! Klingt auch Mitbringsel-tauglich.
    Frohes Neues
    von Natalie

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    1. hallo natalie. wenn man seinen senf selbst macht, kannst du alles was du bislang an senf gegessen hast auf null stellen. das hat damit überhaupt nichts zu tun. dieser senf knallt, ohne zu zerstören. du brauchst viel weniger davon und es regt die phantasie an, sich immer wieder neue senfkreationen auszudenken.

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