Samstag, 28. Februar 2015

Kartoffelsalat für faule in 30 Minuten

Melonenbowle mit ganzen Früchten. Nein, Scherz beiseite, Kartoffelsalat für faule, ist eine coole Idee, die nicht viel Zeit braucht und einen davor schützt, sich irgendeinen scheiß fertigen Kartoffeldreck mit Benzoesäure und 34823498 Zusatzstoffen zu kaufen. 


Zutaten:

1 Kilo Drillinge (Kartoffeln)
1 Topf saure Sahne
Milch
1 Zwiebel
5 Eier
Salz
Pfeffer 
Zucker
Petersilie
Essig
Pflanzenöl


Wo steht eigentlich geschrieben, dass man Kartoffelsalat immer nur aus Kartoffelscheiben herstellen darf? Das nächste Problem ist dann immer noch die Schälerei und wenn man Pech hat, sind die Kartoffeln entweder noch zu hart, oder so weich, dass der Kartoffelsalat beim Rühren auseinander fällt. Ich hätte hier eine Geheimwaffe, bei der die oben genannten Gefahren komplett ausgeschlossen werden. Ich nehme Drillinge. Das ist eine sehr feine Kartoffelsorte, mit einer ganz dünnen Schale. Wer nur so derbe Feldkartoffeln hat, kann die auch nehmen, dann wird es eben nicht ganz so fein. Der Kartoffelsalat für faule funktioniert mit den Drillingen so gut, weil sie so klein und fein sind, dass man im Prinzip ohne schneiden auskommt. 


Kartoffeln in stark gesalzenes kaltes Wasser legen und aufkochen. Für 17-18 Minuten kochen lassen, wenn das Wasser sprudelt. Wenn die Kartoffeln auf dem Herd stehen, würde ich auch die 5 Eier in zehn Minuten hart kochen.


In der Zwischenzeit eine Zwiebel häuten.


Zwiebel grob zerkleinern.


Ein Becher saure Sahne für das Dressing


Ich nehme meinen Tupperware Quick Chef, aber man kann natürlich auch einen Mixbecher und einen Pürierstab benutzen. 


Zwiebel und saure Sahne in den Quick Chef geben.


Salz, Pfeffer, Zucker dazu geben, nicht sparen, weil nach irgendwas soll es am Ende ja schmecken


Das ist noch nicht so richtig flüssig, deswegen einen Schuß Milch dazu geben, sowie einen kleinen Schuß Öl und ganz wenig Essig, aber das ist Geschmackssache.


Petersilie dazu streuen.


Eier von der Schale befreien.


Kartoffeln abgießen und abkühlen lassen, oder unempfindlich sein.


Kartoffeln von der dünnen Schale befreien.


Die Eier mit dem Eierschneider in Scheiben schneiden.


Kartoffeln und Eier in eine Salatschüssel geben.


Salatdressing dazu geben und vorsichtig verrühren.


Durch das Eigelb der Eier zieht das Dressing noch an und wird deutlich dickflüssiger, wenn man den Kartoffelsalat ein wenig marinieren lässt.


Den habe ich aber erst direkt am Abend vor dem Servieren hergestellt. Am nächsten Abend war er immer noch toll und die Kinder waren total begeistert. Das ist für mich immer ein wichtiger Indikator, wie verständlich mein Essen für den Rest der Welt ist.


Hier ist der Kartoffelsalat für faule in seiner ganzen Pracht, auf dem Teller. Den kann man nartürlich auch zum Grillen, zu Fleisch, zu Fisch, oder zu allem nehmen, worauf man Lust hat.


Kartoffeln haben den großen Vorteil, dass sie sehr sättigend sind. Ich brauchte für einen gemischten Gemüseteller eine Komponente, die den Magen füllt und für Sättigung sorgt.


Das schmeckt sehr fein, die Kartoffeln haben geben ein tolles Mundgefühl und das Dressing fühlt sich richtig teuer an, ohne Chemie und Dreck. Sehr zu empfehlen.


Hier habe ich den Salatteller für Euch fotografiert. Ein wilder Mix aus frische und Ofengaren und kochen und marinieren, aber eben echt toll und vor allem gesund. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Marinierter Blumenkohl - 15 Minuten für das Wohlbefinden

Das kann alles! Marinierter Blumenkohl, lecker angemacht und kalt serviert. Fünfzehn Minuten für die Gesundheit, ohne sich wie eine Spaßbremse zu fühlen.



Zutaten:

1 Blumenkohl
3 Lauchzwiebeln
Salz
Pfeffer
Zucker
Essig
Pflanzenöl

Kennt noch irgendwer Blumenkohl aus dem Glas, in Kombination mit anderen ganz schrecklichen Gemüsen? Mixed Pickles! Geht gar nicht! Der einzige, der aus dem Produkt einen Nutzen zieht, ist der Essighersteller und derjenige, der das Zeug verkauft. Wer das isst, wird spontan wieder Jungfrau, weil das Zeug so sauer ist. Puääh! Deswegen hier die reine Lehre für eine leckere Gemüsebeilage, für einen Snack zwischendurch, für eine feine Gemüsekomponente auf einem Salat, einen Kracher auf einer Antipastiplatte und so einfach, dass man sich hinterher fragt, wieso man nicht schon viel früher auf die Idee gekommen ist. Ich bin kein großer Blumenkohlesser und meine Frau auch nicht. Meine Aufgabe ist es dann immer einen Weg zu finden, das leckerer zu machen, als man es bis zum diesem Zeitpunkt kannte. Geht schon los...


Wasser in einem Topf erhitzen. Ordentlich Salz und Zucker ins Wasser geben. Nach irgendwas soll es am Ende ja auch schmecken. 


Blumenkohl von den grünen Blättern befreien.


Kleine Blumenkohlröschen aus dem Kopf schneiden.



Wenn das Wasser kocht, die Blumenkohlröschen mit Deckel auf dem Topf 8 Minuten lang kochen. Dann mit einem Schaumlöffel aus dem Topf holen. Wir brauchen noch ein wenig von dem Blumenkohlwasser, für das Dressing. Deswegen nicht mit Zucker und Salz sparen. 


Blumenkohl im Sieb abkühlen lassen.


Den abgekühlten Blumenkohl in eine Schüssel umfüllen, in der er auch mariniert werden kann. Muss groß genug sein, dass man auch noch umrühren kann. 


Drei Lauchzwiebeln zerkleinern.


Die Lauchzwiebeln zum Blumenkohl geben.



Ich habe zwei Schöpfkellen von dem Blumenkohlwasser zu den Blumenkohlröschen gegeben. Das schmeckte nach dem Kochen sehr intensiv nach Blumenkohl, kann als für den Geschmack nicht schaden. 



Salz, Pfeffer, Zucker zum Würzen. 


Essig und Öl zum Marinieren. Auch da geize nicht nicht rum und rechne nicht in Fingerhüten, als Einheit. Ich sage bewusst keine Mengen, weil jeder Mensch einen anderen Geschmack hat und etwas anderes mag. Ich mag es gerne voll, also nicht salzig, süß, sauer, oder scharf, sondern salzig, süß, sauer UND scharf. Eben voll! Das kann man so frisch wie es ist sofort essen, oder auch schon toll einen Tag vorher herstellen und am nächsten Tag essen. So koche ich. Alles schon mal vorbereiten was Zeit kostet, schon mal marinieren für den nächsten Tag. Alles so nebenbei laufen lassen, damit man nicht die Idee bekommt, dass es anstrengend sein könnte. 


So, hier haben wir die die marinierten Blumenkohlröschen. Die schmecken mal richtig gut!


Ganz toll ausgeprägt in sämtliche Geschmacksrichtungen, bissfest, aber nicht zu fest, gleichzeitig meilenweit entfernt von der totgekochten Altenheimkost. Frisch mit den Lauchzwiebeln und würzig mit der schönen Marinade. Wer braucht dafür eine Würzmischung, wenn er Salz, Pfeffer, Zucker, Essig und Öl hat? 


Das ganze habe ich für einen gemischten Gemüseteller gemacht, bei dem ich gekochtes, rohes und Ofengemüse miteinander serviert habe. Das ist total super, auch wenn man kein Vegetarier ist. Man lernt so viele Gemüsesorten noch einmal neu kenne und entdeckt daran Nuancen, die einem noch nie aufgefallen sind. Hardcore Fleischessen, können das so auch zum Grillen als Beilage nutzen, oder für einen gemischten Salat zum Stück Fleisch, oder Fisch, oder.oder, oder. Die 15 Minuten hat jeder!


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Knusprige Hähnchenteile in 45 Minuten

Schnelles Familienessen in einer Stunde. Wir haben dazu nur am Wochenende die Gelegenheit und wollen dabei möglichst viel vom Tag haben und nicht in der Küche stehen. Deswegen probiere ich immer wieder etwas anderes aus, bei dem alle mitessen mögen. Wenn Kinder am Tisch sind, muss es nichts mit viel Chi Chi sein, sondern es muss denen einfach nur schmecken und je weniger man dabei erklären muss, desto besser. Wenn es dann auch noch den Eltern schmeckt, dann ist es rund!



Zutaten für vier Personen

2 Kilo Hähnchenteile
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
1 Kilo Kartoffeln für Kartoffelecken (Rezept kommt)
Bananenketchup selbst gemacht

Die Kunst bei Hähnchen besteht darin es von außen möglichst knusprig zu bekommen und einen guten Garpunkt zu finden, bei dem sich das Fleisch gut vom Knochen löst und gleichzeitig nicht so trocken ist, dass man die Fleischfaser von vorne nach hinten durchziehen kann. Deswegen braucht man eine ordentliche Grundtemperatur und eine nicht zu lange Garzeit. Immer wenn Wörter farbig unterlegt sind, dann ist darunter ein Link hinterlegt. Wenn Ihr den anklickt, kommt Ihr auf das jeweilige Rezept.


Fleisch von beiden Seiten salzen


Pfeffern und mit Paprikapulver bestreuen. Den Gasofen habe ich auf Stufe 5 vorgeheizt. Der hat aber nur Unterhitze. Wenn Ihr einen Ofen mit Ober- und Unterhitze habt, dann werdet Ihr zwischen 175 und 200 Grad landen. Ich habe das Fleisch zuerst so auf das Blech gelegt, dass das was ich am Ende als Oberseite zeigen möchte, auf dem Blechboden liegt.


Nach einer halben Stunde, werden die Hähnchenteile umgedreht. Dann ist die Haut, die auf dem Blech lag, schön kross. Die andere Seite noch 15 Minuten im Ofen garen.


Nach insgesamt 45 Minuten im Ofen ist das Fleisch genau richtig. Krosse Haut, zartes Fleisch, das sich leicht von den Knochen löst, ohne dass es noch irgendwie blutig wäre. Wer ordentlich gewürzt hat, bekommt ein leckeres Fleisch.


Da habe ich mich einfach mal getraut. Normal lege ich auf die Haut keinen großen Wert, sondern gehe lieber mit Niedrigtemperatur über Stunden, damit das Fleisch zart ist. Hier habe ich dann mal normal Gas gegeben und es eine halbe Stunde auf der Stelle liegen lassen. Alles richtig gemacht, denn die Haut ist wirklich schön knackig geworden.


Als Beilage habe ich dazu Kartoffelecken gemacht und ein Bananenketchup . Das kann man beides ganz locker nebenher machen, wenn die Hähnenteile im Ofen liegen.


Die Kartoffelecken sehen gut aus, oder? Dafür habe ich mir extra für Euch etwas neues ausgedacht, bei dem man ohne eine Fritteuse besitzen zu müssen, auf sein adäquates Ergebnis zu kommen.



Geschmacklich ganz weit vorne, Bananenketchup. Die fruchtig pikante Note macht aus einem 0815 American Diner Essen gleich eine ganz andere Preisklasse. Frische Kartoffelecken sind halt auch frisch und nicht so lappig, wie Tütenzeug aus der Truhe.



Die Zeit hat sogar noch für einen Krautsalat mit Apfel gereicht.


Der ist Euch sicher viel zu gesund und Ihr wollt das Rezept dafür gar nicht haben.


Schaut sich vielleicht mal jemand die Kartoffelecken an? Sind die goldbraun, oder sind die goldbraun? Die Kinder haben jedenfalls gefressen wie die Raupen. Die wurden vorher bestimmt von den Körperfressern geholt, wenn ich mir überlege, was das manchmal für ein Gesinge bei Tisch ist, bis die Ihren Teller mal leer haben. Bei solchen Gerichten ist man am Ende froh, wenn die Menge gereicht hat, weil plötzlich kleine Kinder scheinbar einen Raubtiermagen haben. Wer von Euch so ne Horde Mäkelgören sein Eigen nennt, hat hier vielleicht mal eine diskussionsfreie Mahlzeit entdeckt.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.