Dienstag, 8. Dezember 2015

Pommes duchesse - Herzoginnenkartoffeln

Herzoginnenkartoffeln sind die schöne Schwester von Kartoffelpüree. Die kommen immer dann zum Einsatz, wenn man dicke Hose machen möchte und wenn es mal etwas zu feiern gibt. Ich kenne die auch nur von früher aus der Tiefkühltüte. Bei uns war verkaufsoffener Sonntag und ich wollte eigentlich eine Nudelmaschine haben. Die gab es aber irgendwie nicht, so wie ich die wollte. Stattdessen stand ich dann vor einer Spritztüte für Gebäck und dann kam mir spontan der Gedanke Herzoginnenkartoffeln zum Abendessen zu machen. Die fehlten mir sowieso noch in meinem Blog und Euch vielleicht für den nächsten passenden Einsatz, wie Weihnachten.  Die reine Arbeitszeit sind 15 bis 20 Minuten, die Zubereitungszeit im Topf und im Ofen sind knapp eine Stunde. Man kann das aber auf zwei Tage verteilen.


Zutaten für vier Personen:

750 Gramm Kartoffeln
2 Eigelb für den Kartoffelteig
1 Eigelb zum Bestreichen
Salz
Pfeffer 
Muskatnuss
Backpapier

Die Kartoffeln werden in stark gesalzenem Wasser als Pellkartoffen zubereitet. Für Kartoffelteig aller Art bevorzugen Profis mehligkochende Kartoffeln, aber ich nehme meistens festkochende. Das einzige was wichtig ist, ist dass man die Kartoffeln mit Schale kocht, damit die Stärke in den Kartoffeln bleibt und beim Kochen nicht ausgewaschen wird.  


Ich habe ziemlich dicke Kartoffeln verwendet, deswegen habe ich die dreißig Minuten gekocht. Wenn sie kleiner sind, reichen auch zwischen 20 und 25 Minuten. 


Wenn die Kartoffeln ein wenig abgekühlt sind, die Schale abpellen.


Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.


Zwei Eigelb zu den Kartoffeln geben.


Ein Backblech mit Backpapier auslegen.


Ofen auf 200 Grad vorheizen, dann geht es los mit der eigentlichen Herstellung der Herzoginnenkartoffeln. Die Sprutztüte mit dem Kartoffelteig füllen. Wer noch keine hat, die kostet bei Kaufland um die fünf Euro und leistet auch beim Kuchen dekorieren oder backen gute Dienste. Man kann sie gut auswaschen und hinterher wiederverwenden. Es lohnt sich also immer, sowas zu besitzen.  


Kartoffelteig in die Spritztüte einfüllen, am hinteren Ende zusammendrehen, damit der Kartoffelteig nicht oben heraus quillt und so gibt man auch Druck auf die Tüte.


Kamerakind Emma hält hier meinen ersten Versuch mit dem Teufelswerkzeug, für die Nachwelt fest. 


Jetzt im Nachhinein weiß ich das auch, dass man die Spritztüte einfach nur ansetzen und dann abdrücken und hochziehen muss. Ich habe irgendwie ein wenig unmotiviert rumgekringelt und war froh, dass die Tüte leer und das Blech voll wurde.


Die Kartoffelteigmenge musste ich auf zwei Tütenfüllungen aufteilen. 


Tüte leer, Blech voll!



Die Herzoginnenkartoffeln sehen nach dem Backen deutlich besser aus, wenn man sie von oben mit Eigelb bepinselt. 


Jeder der im Gegensatz zu mir einen Ofen mit Ober- und Unterhitze besitzt, hat sowieso die Nase vorne. Ich rechne ungefähr 18 bis 20 Minuten im Ofen. 


Hier sind die fertigen Pommes duchesse, mit Schweinefilet auf Wermutsoße (Rezept kommt). 


Die Herzoginnenkartoffeln passen auch gut zu Fisch, oder vegetarischen Gerichten. Ich hätte auch gerne noch mehr Gemüse serviert, aber meine Frau verträgt im Moment so wenig, weil vieles bläht und dann direkt über die Muttermilch zum jüngsten Kind durchgereicht wird und dann kann man sich den ganzen Abend hinterher mit einem schreienden Kind rumärgern. Also ist da im Moment weniger mehr. 


Die Kartoffeln sind toll. Leicht kross von außen, zart von innen und natürlich lecker, wenn man bei der Würzung ein bisschen hinlangt. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Menn o Jörg, det is der Knaller vom Kudamm. Ick gloob es ja nit. Du machst Herzoginnenkartoffeln als Unadeliger? YEAH. Det nenn ich echt ne Kamikatze-Leistung! Feinjustierung is ja net so dein Ding, ich weiss... ABER... man muss dir manchmal uff de Finger kloppen Herr Kollege! Die RÖSCHEN werden nämlich jaaanz jenau in RÖSCHEN-FORM gespritz und nicht wie Hundeköttel vom Welpen. Strenge Vorgabe! Röschenform! Röschen!

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    1. ich möchte nicht über die handwerkliche ausführung sprechen ;-). beim nächsten mal gelingen sie besser, versprochen. hauptsache die lunte ist gelegt.

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