Samstag, 26. Dezember 2015

Butter mit dem Mixer machen

Butter selbst gemacht! Das ist richtig klasse und vor allem schmeckt diese Butter auch mehrfach so gut, wie gekaufte Butter. Das geht so schnell und ist so einfach, wenn man einen Mixer oder Handrührer besitzt. Das scheint aber sowas wie verschüttetes Wissen zu sein, denn ich kenne niemanden, der das regelmäßig macht. Spätestens wenn man den Geschmacksunterschied kennengelernt hat, wird man das öfter machen.



Zutaten:

2 Becher Sahne á 200 Gramm
1 Prise Salz oder Zucker

Nachdem ich Butter gerade kürzlich mit der Hand geschüttelt habe, möchte ich Euch auch die maschinelle Version zeigen. Das Schütteln ist ja eher Folkore und lustig, dass es funktioniert, aber wenn man mehr Menge braucht, dann ist die Version mit dem Rührer deutlich praktikabler. Um noch mal darauf zurück zu kommen, dass ich keinen kenne, der seine Butter selbst macht. Natürlich gibt es die sicherlich, aber ich kenne halt keinen und dabei ist Butter so elementar in der täglichen Ernährung, aber in dem Maße wie sie immer billiger und für jeden erschwinglich wurde, ging halt auch das Besondere flöten. Früher als jeder Haushalt noch ein Butterfaß hatte und jede Hausfrau die selbst gestampft hat, genoss sie auch einen ganz anderen Stellenwert und erfuhr auch mehr Liebe bei der Herstellung. Leider habe ich keinen mehr den ich danach fragen könnte.


Sahne und eine Prise Salz in einen Mixbecher geben.


Den Mixer auf höchster Stufe laufen lassen.


Ich lasse den Deckel beim Butter machen natürlich drauf und mache das jetzt nur für Euch auf. Als erstes tut die Sahne das, wofür sie bezahlt wird, nämlich vom flüssigen Zustand zu Schlagsahne werden. Das merkt man von außen daran, dass das Rührergeräusch langsamer und zäher wird.


Wenn man dann noch weiter rührt, dann muss man einen kleinen Moment Geduld haben, dann sieht man irgendwann, dass sich an der Wand der Schüssel Butterflocken bilden und dann wird der Rührer auch wieder schneller und es ist wieder Flüssigkeit in der Schüssel, wenn sich die Butter und die Buttermilch getrennt haben. Ich schaue nicht auf die Uhr, aber es werden vielleicht 5 oder 7 Minuten sein. Höchstwahrscheinlich sogar noch schneller.


Hier kann man das bei dem schlechten Licht einigermaßen erkennen, wie sich Buttermilch und Butter getrennt haben.


Nun noch einmal aus der Nähe. 


Die Butterflocken und die Buttermilch durch ein Sieb abkippen.


Die Buttermilch fange ich in einer Schüssel auf. Die schmeckt sehr gut und ist nicht so sauer wie gekauft. 


Die Butterflocken werden noch ein bisschen geknetet, damit die Flüssigkeit ablaufen kann und dann zieht die Butter in ein eigenes Gefäß um. 


Die Butter ist sehr cremig und schmeckt sehr frisch. Auf Brot ist sie toll, aber auch zum Kochen und Backen, sehr gut geeignet.  


Die Kinder wollten auch mal wissen, wie die frische Buttermilch schmeckt.


Selbst gemachte Butter ist eine tolle Basis für ausgefallene Kreationen, wenn man zum Beispiel Kräuterbutter, Pfefferbutter, Paprikabutter, oder Knoblauchbutter herstellen möchte. Keine Plastikaromen und keine Mogelzusätze beim Geschmack, sondern nur das, was Ihr hinein gebt.


Ich habe auch extra frische Rosinenbrötchen gebacken (Rezept folgt), damit die Butter eine ordentliche Unterlage bekommt.


Das ist wirklich Luxus, alles frisch und Brötchen, die noch warm aus dem Ofen kommen. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Wow. Vielen Dank für das Rezept!
    Das werde ich nächste Woche mal testen, wenn ich meine Kräuterbutter mache.
    Eine Frage hätte ich da: wieviel Butter kommt denn bei 400g Sahne heraus?
    Beste Grüße, Steff

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    1. hallo steff, dieses behältnis, ist genau die menge die du heraus bekommst. ich denke es werden so um die 200 gramm sein. ich habe das aber nicht nachgewogen.

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    2. Danke. Diese Angabe genügt mir schon. Konnte es nur so gar nicht einschätzen, was da so bei rum kommt.

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    3. viel spaß bei der kräuterbutter. das wird dir gefallen. ich habe zum weihnachtsessen knoblauchbutter genommen und die auf den schwarzwurzeln verteilt. das war auch sehr lecker

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  2. Von wie vielen Kühen stammte die Bukkake-Sahne?

    Quatsch, alles richtig gemacht. Geiles Zeug!

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    1. erbsenzähler, das ist für mich etwas total anderes, ob ich milch vom lebendigen tier habe, oder fleisch von 60 toten tieren habe. wir arbeiten das zusammen noch ganz genau heraus, was mich bei dem gedanken am hackfleisch von 60 tieren auf 500 gramm stört. höchstwahrscheinlich, dass sie alle tot sind und ich nur das fleisch von einer kuh dafür bräuchte. mir ist schon klar, dass da ein knoten im kopf ist, weil die ja nicht nur für mich geschlachtet wird.

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  3. Schöne Butter! Und mit guter frischer Sahne (z.B. von Molkerei Schrozberg) ohne Wärmebehandlung oder Carrageen drin wirds noch schöner. Buttermilch enthält normalerweise noch Milchsäurebakterien, deswegen ist sie "säuerlicher".

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    1. hallo petra, du hast vollkommen recht. die sahne könnte noch deutlich besser und unbehandelter sein. da bin ich ganz bei dir. vielleicht hat ja jemand das glück näher am ausgangsmaterial zu sein, als ich. das prinzip bleibt das gleiche. schönen gruß jörg

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    2. Hallo Jörg,

      wann kommen denn deine Rosinenbrötchen an den Start.
      Ich warte schon drauf damit ich sie mit der Selbermacherbutter servieren kann!!

      LG
      Isolde

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    3. isolde, das rezept gibt es quasi schon. die rosinenbrötchen sind mit dem gleichen teig gemacht, wie die burger buns für den weihnachtlichen burger. dazu einfach noch rosinen werfen und vielleicht noch sukkade und orangat, falls du das magst. mag bei mir niemand. ich hatte nur noch keine zeit das schreiben, weil ich trotzdem nicht so fließbandartig arbeite und die texte nur kopiere. ich finde das gut, dass man irgendwas auch mehrfach verwenden kann... http://glatzkoch.blogspot.de/2015/12/hamburger-buns-fur-x-mas-burger.html

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  4. Ich hab früher öfters mal Butter gemacht,
    leider unabsichtlich,
    aber wir haben sie auch gegessen.
    Ich bin in dem Alter,
    wo die Oma noch ein Butterfass hatte.
    Viele Grüße
    Nähoma

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  5. Eine gute Butter hat auch im Supermarkt keine andere Zutat als Butter. :D Ich weiß ja nicht, mit was du da so vergleichst? Aber unsere Ammerländer Butter hier vor Ort hat genau eine Zutat: Butter. Da wird deine aus der Carragensahne mehr Zusätze haben. *gg* Ich bin ein Spielverderber, ich weiß. Aber ich gebe zu, ich finde das mit der selbstgemachten Butter trotzdem cool!

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. ist doch schön, wenn du regional mal nicht so eine nestle mogelei hast. carragen nervt mich auch in der sahne, aber finde die mal ohne irgendwas

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    2. Biosahne kann das, die haben wir hier immer. Ich bin ja sonst nicht so der Bioverfechter, aber das ist gut!
      Die Ammerländer sind eine Genossenschaft hier in der Region, die unterstütze ich gerne. Dass da Nestle hintersteckt, wäre mir?!

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