Montag, 5. Oktober 2015

Smart cooking - die tolle Rolle

Guten Tag, hier gibt es adeliges Essen, das ist nämlich VON gestern. Da hat es Euch zwar als Baconrolls nicht wirklich interessiert, aber vielleicht jetzt, wo ihr erkennt, wie clever das ist, nichts wegwerfen zu müssen und sich Arbeit nur ein Mal machen zu müssen, um am zweiten Tag ein komplett neues Essen zu bekommen, ohne bei null anzufangen.


Zutaten: 

Kartoffeln
700 Milliliter Brühe
100 Milliliter Tomatenmark
Petersilie oder Schnittlauch.

Ihr habt das sicherlich schon mitbekommen, dass ich sechzig Stunden in der Woche arbeite und dann immer noch für ordentliches Essen sorge, weil meine Frau mit kochen nicht viel am Hut hat. Ich koche deswegen jeden Abend etwas Neues für meine Frau und mich und die Kinder bekommen das dann am nächsten Tag zu essen. Wenn die aus irgendeinem Grund das Essen nicht haben wollen, oder weil keine Zeit war, verwerte ich das dann stattdessen erneut als Erwachsenenessen.



Mein Problem ist, dass ich überhaupt kein Resteessen mag und mit Ausnahme von Bolognese und Chili auch nichts aufgewärmtes esse, es sei denn, dass man gar nicht merkt, dass man das Essen schon mal hatte. Die Baconrolls sind bei mir aber nicht nur irgendwelche doofen Fertighackrollen aus dem Supermarkt, sondern mein Rinderhack habe ich selbst aus einem Stück falschem Filet geschreddert. Sowas wirft man natürlich nicht weg.


Die Baconrolls habe ich am Tag davor angebraten und dann im Ofen ziehen lassen. Die würden furztrocken werden, wenn man die erneut so anwärmen würde. Da hilft eigentlich nur ein Dampfgarer, oder wenn man sie zum Erhitzen sanft schmort. So bin ich auch noch voll im Trend, wenn ich zur Arbeitsersparnis ein one pot cooking Gericht daraus mache, auch wenn ich den Begriff total dämlich finde, fragt mich nicht warum.


Brühe zu den Baconrolls kippen.


Tomatenmark


100 Milliliter Tomatenmark in den Topf geben.


Deckel auf den Topf legen und auf ganz kleiner Flamme erwärmen


In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen.




Wenn die Soße im Topf köchelt, kommen die Kartoffeln zum Fleisch.


Die Kartoffeln werden noch gewürfelt, damit sie schneller garen und mehr Geschmack aufnehmen.


Wieder Deckel auf den Topf legen und die Kartoffeln zwischen 25 und 30 Minuten mit dem Fleisch garen lassen.


Der Kartoffeln sollen nicht mehr knüppelhart sein, aber auch nicht schon zerfallen. Die goldene Mitte eben. Gerne auch noch mal den Geschmack überprüfen und eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen, bevor das Essen auf den Tisch kommt.


Fleisch auf dem Teller drapieren und noch ein bisschen Schnittlauch oder Petersilie darüber streuen.


Das ist sehr kompakt, schmeckt total lecker, der Fleisch ist super zart, die Kartoffeln sitzen voll Geschmack durch die Brühe und das Fleisch, mit dem sie zusammen garen durften. Das ist wirklich keine Resteessen und das macht sich fast von ganz alleine.


So kann man auch während der Woche nach einem langen Arbeitstag Essen wie am Wochenende, oder das Gefühl haben, viel mehr auf dem Teller zu haben, als man an Arbeit investiert hat. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Kommentare:

  1. Wenn ich das gewusst hätte, dass da ein Rezept mit den Rolls nachkommt, hätte ich mir meine "Panier-Idee" verkniffen :-)

    Beizeiten lasse ich dir das Rezept von meinem Chutney mal zu kommen; die zwischenzeitlich verbloggte Soße ist sensationell geil !

    Resultat meiner frittierten Baconrolls waren 5 zufriedene Esser und einer, der dafür jetzt regelmäßig in der Küche stehen wird...dreimal darfst du raten, wer das ist...

    Florian

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hallo florian, das ist der fluch der guten tag. damit kannste aber bestimmt umgehen, oder? ich finde das sehr entspannend abends zu kochen und den ganzen tag von sich fallen zu lassen. ein chutneyrezept nehme ich gerne von vor. schönen gruß jörg

      Löschen