Montag, 5. Oktober 2015

Roggen-Dinkel-Weizenbrot - one bread fits all!

Ich hatte ausnahmsweise Lust auf ein richtig normales Abendbrot. Dazu gehört auch ein frisches Brot. Da ich diese Woche smart cooking als Thema habe, habe ich natürlich das Brot selbst gebacken. Ich wollte ein etwas deftigeres und derberes Brot haben und kein reines Weizenbrot. Deswegen habe ich es mit Roggenmehl, Dinkelmehl und Weizenmehl gebacken. Smart cooking ist für mich das Synonym für Kochen mit Mehrwert. Arbeit die sich in irgendeiner Form auszahlt, weil das Resultat besonders gut schmeckt, weil man daraus verschiedene Dinge herstellen kann und für ein paar Tage darauf zurück greifen kann, weil es eben da ist. Das befeuert auch den Geist beim Kochen, wenn man weiß, da ist noch was, das weg muss und wertvoll ist. 



Zutaten:

100 Gramm Roggenmehl
100 Gramm Dinkel Vollkornmehl
800 Gramm Weizenmehl
600 Milliliter Wasser
100 Milliliter Wasser zum Auflösen der Hefe, bis 40 Grad
1 Würfel Hefe
1 Teelöffel Salz

Mein "normales" Abendbrot fiel gar nicht in die Woche, sondern ich habe das an meinem dritten freien Wochenende in diesem Jahr gemacht (und wir haben schon Oktober). Eine meiner besonderen Erkenntnisse aus ein paar Jahrzehnten Kocherei ist nämlich, dass die vermeintlich einfachen Gerichte in der Küche immer besonders viel Zeit brauchen, da es dabei immer wieder zu Ruhezeiten kommt, oder weil man dabei besonders viele Komponenten braucht. Viele Komponenten sind beim Brot aber nicht das Problem, sondern wenn man es als Problem sehen möchte, dann sind es beim Brot eher die Ruhezeiten. Selbst das muss einem aber nicht davon abhalten es zu tun, denn man kann Brotteig auch von einem Abend zum anderen Ruhen lassen und der wird mit jeder Stunde noch besser, bevor das Brot dann in den Ofen kommt. Alles super, aber eben nicht für die spontane Brotbackidee. Selbst dafür gibt es Rezepte, wenn man wirklich nur eine Stunde Zeit hat. 


100 Gramm Roggenmehl
100 Gramm Dinkel Vollkornmehl
800 Gramm Weizenmehl abwiegen und in eine Rührschüssel geben.


1 Teelöffel Salz


600 Milliliter lauwarmes Wasser


1 Würfel frische Hefe in knapp 100 Milliliter Wasser mit maximal 40 Grad Temperatur auflösen und 20 Minuten stehen lassen, bis die Hefe richtig schäumt und Sprudelgeräusche macht. Viele Brotbäcker zählen mich immer wieder wegen meiner Hefemengen an, aber ich mag Hefe. Das ist einfach eine meiner Leidenschaften, dass ich Lebensmittel mag, die ursprünglich schmecken und dass man gerne merken darf, was drin ist.


Nach zwanzig Minuten Ruhezeit, kommt die Hefe zum Mehl und dem restlichen Wasser in die Rührschüssel.  Ich rühre das mit einem Pfannenwender, oder Kochlöffel so weit es geht und den Rest knete ich mit der Hand, wenn ich das Gefühl habe, dass sich die Zutaten noch nicht richtig vermischt haben.


Danach den Teig abdecken und mindestens vier Stunden gehen lassen. 


Nach vier Stunden ist der Teig schön aufgegangen. 


Nachdem mein Brot nach dem Backen meistens so blass war, wie ich im Sommer, habe ich mal den guten Tipp bekommen, Brot abgedeckt zu backen. Dafür kann man zum Beispiel einen Geflügelbräter nehmen, oder einen Römertopf. Der Vorteil beim abgedeckten Backen ist, dass die Hitze sich besser um das Brot verteilt und so das Brot besser gebräunt wird. Außerdem geht der Teig auch besser auf. Ich streue ein bisschen Mehl auf den Boden des Entenbräters und geben den Teig hinein. Deckel auf den Bräter legen und den Teig erneut mindestens eine Stunde ruhen lassen, damit er erneut aufgehen kann, nachdem er aus der Schüssel in den Bräter umgezogen ist. Mein ewiger Dank für den Tipp, an die oft kopierte und nie erreichte Maria Stadlbauer


Bei der Temperatur muss jeder sein richtiges Maß finden. Ich habe nur einen Gasofen mit Unterhitze. Den heize ich auf Stufe 4 vor, was 200 Grad bei Elektro entspricht, aber Ihr habt im Gegensatz zu mir auch Oberhitze. Mein Brot mußte bei der Teigmenge auch richtig lange Backen, fast 90 Minuten, aber dann sieht es im Gegenzug aus so aus.


Eine ordentlich braune Kruste, schön knackig.


Das Brot löst sich durch den bemehlten Boden gut vom Bräter. Ich habe den Bräter einfach nur über Kopf gestellt, nachdem er aus dem Ofen kam und von oben auf den Bräter gehauen. Dann habe ich es drinnen schon poltern gehört, weil sich das Brot gelöst hat.


Das sieht gut aus und duftet auch richtig appetitlich


Das ist ein rustikales Brot das toll zu Wurst, oder Käse passt, oder auch einfach nur so mit Butter schmeckt. Da das keine 0815 Industriebackmischung ist, schmeckt es natürlich auch anders, als das Brot aus dem Backshop.


Vor lauter Vorfreude und Neugierde habe ich das Brot gleich noch warm angeschnitten. Sieht besser aus, wenn man es erst abkühlen lässt, aber ich finde so frisch aus dem Ofen, schmeckt Brot irgendwie immer am geilsten. 


Das erste Stück so richtig knusprig mit Butter zu genießen, ist immer ein Fest.


Hier mal die Krume zum Anschauen. 


Was will uns der Künstler damit sagen? Na was schon? So normal war das Essen dann am Ende doch nicht, sonst könnte ich das Brot samt Auflage auch im Supermarkt kaufen.


Das ist so fuckin' smart, selbst gemachter Salat, selbst gemachtes Bauchfleisch (Rezept kommt), selbst gemachter Senf. Klar, stehen da ein paar Stunden auf dem Teller, aber die meisten davon sind für Warterei drauf gegangen und wie oft kann man das nutzen, wenn man es gut lagert? Was für ein Geschenk!


Das rustikale Brot als geröstete Brotwürfel in der ersten Avocado meines Lebens, die mir wirklich geschmeckt hat. (Rezept kommt auch). So smart ist smart cooking.



. Fortsetzung folgt! Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

Kommentare:

  1. Den kriegst noch höher wenn mit dem Mehl einen Vulkan baust, dann oben ein Loch machst, da warme MILCH REIN SCHÜTTEST. Dann in die Milch Hefe rein bröseln, mit dem Finger paar umrühren und alles gleich schön durchkneten. An wärmer Stelle abdecken im Topf 1. Gären lassen 1 std. Danach noch mal rausnehmen und den Teig wieder gesund heidig kneten 20 Min. kräftig, dann abbacken. Wird höher so u nicht zu sagen sehr hoch. Du verpulverst die Hefe Gärung 1 x für nüscht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich habe noch nie ein seriöses brot mit milch gesehen, wenn man keine hamburger buns, toastbrot, oder milchbrötchen backen will.

      Löschen
  2. Den kriegst noch höher wenn mit dem Mehl einen Vulkan baust, dann oben ein Loch machst, da warme MILCH REIN SCHÜTTEST. Dann in die Milch Hefe rein bröseln, mit dem Finger paar umrühren und alles gleich schön durchkneten. An wärmer Stelle abdecken im Topf 1. Gären lassen 1 std. Danach noch mal rausnehmen und den Teig wieder gesund heidig kneten 20 Min. kräftig, dann abbacken. Wird höher so u nicht zu sagen sehr hoch. Du verpulverst die Hefe Gärung 1 x für nüscht.

    AntwortenLöschen
  3. Alles von Oma gelernt. Eine Brote sollte mal sehn!!!!

    AntwortenLöschen