Samstag, 26. September 2015

Schoko-Bananenkuchen - extrem bananig

Meine Rezepte entstehen auf dunklen Wegen. Dieser Schoko-Bananenkuchen verdankt seine Entstehung dem Kaufland in Berlin Biesdorf. Dort gab es nämlich kurz vor Feierabend 2,5 Kilo Bananen für einen Euro. Ich kaufe die natürlich nicht nur, weil sie fast nichts kosten, sondern weil ich mich von dem Angebot inspirieren lasse und mir dann schnell etwas einfallen lasse, was man damit anstellen könnte.


Zutaten für den Teig:

600 Milliliter Mehl
200 Milliliter Pflanzenöl
200 Milliliter Zucker
200 Milliliter Mineralwasser
Backkakao
2 Eier
1 Tüte Backpulver, oder Weinsteinbackpulver

Zutaten für die Füllung:

2,5 Kilo Bananen
Limettensaft
Zucker
5 Esslöffel Speisestärke

Zutaten für die "Deko":

200 Gramm Kuvertüre
2 Bananen
Puderzucker


Ich arbeite immer nur nach dem Tassenprinzip, weil ich keine Lust habe, meine Zutaten abzuwiegen. Mein Mass ist ist ein Kaffeepott mit 0,3 Litern Fassungsvermögen. Damit werden totale Backnieten zu Bäckern und es kann wirklich nichts schief gehen. Augen zu und durch! Bevor Ihr mit den Zutaten anfangt, könnt Ihr schon den Ofen vorheizen. Ich habe einen Gasofen, der nur Unterhitze hat. Den stelle ich auf Stufe 4 und wenn Ihr Ober- und Unterhitze habe, solltet Ihr 180 Grad bei Elektro nehmen.


Zwei Eier aufschlagen



600 Milliliter Mehl


200 Milliliter Zucker


Hier habe ich etwas Neues. Weil immer alle an meinem Backpulver rumningeln und dem irgendeinen Nachgeschmack an den Hals dichten, den ich noch nie selbst geschmeckt habe, probiere ich auf den ausdrücklichen Rat einer sächsischen VegetarierIn nun bio Weinstein Backpulver aus. Phosphatfrei UND glutenfrei, wenn das nix ist...


200 Milliliter Mineralwasser


200 Milliliter Pflanzenöl


Alle Zutaten für den Teig versammelt,


Den Teig habe ich mit dem Pfannenwender von Hand gerührt, bis keine Klumpen mehr da sind. Ihr könnt natürlich auch ein elektrisches Rührgerät nehmen, aber man kann auch ohne. Mir macht backen Spaß, weil ich dafür keinen großen Zirkus veranstalten muss.


Wenn der Teig glatt ist, kommt der Backkakao dazu. Ich mag es eher kräftig, deswegen spare ich nicht mir dem Kakao.


Kakao unter den Teig rühren.


Kakao in eine 30 cm Springform füllen und dann in den Ofen stellen. Ich bin nach 40 Minuten fertig, Ihr solltet nach 30 bis 40 Minuten nach dem Kuchen schauen. Die Zwischenzeit kann man für die Füllung nutzen.



Die Bananen kosten nur noch einen Euro, weil sie schon ziemlich braun sind. Die sind aber so reif, dass man sie für die Füllung richtig gut benutzen kann, weil sie richtig intensiv nach Banane schmecken.


Limettensaft entweder frisch nehmen, oder aus der Flasche. Die habe ich für Notfälle immer lagernd.


Bis auf zwei Bananen, die ich später für die Schokobananen nehmen will, nehme ich alle, um daraus die Füllung für den Kuchen zu machen. Bananen in den Topf geben, Limettensaft nach Geschmack dazu und dann noch Zucker. Nicht übertreiben, erst mal einkochen und dann später probieren, ob noch irgendwas beim Geschmack fehlt. Die Füllung wird noch nicht komplett fertig gemacht, sondern erstmal nur eingekocht. Da dürfen auch noch Bananenstücke drin sein. Das Finish kommt erst, wenn der Kuchen auskühlt.


Nach 40 Minuten ist mein Kuchen gut gebacken.


Einen Zahnstocher in den Teig stecken.


Wenn beim Rauziehen kein Teig mehr daran haftet, ist der Kuchen gut gebacken.


Während der Kuchen auskühlt, geht es wieder mit der Füllung weiter. Die Bananenstücke, die noch nicht zerkocht sind, mit dem Pürierstab zerkleinern, damit man eine homogene Masse bekommt. Die Masse wieder aufkochen.


Den Kuchendeckel mit einem scharfen Messer, mit glatter Klinge vom Boden abtrennen.


Weil ich keinen Teigtrenner habe, nehme ich einen Frühstücksuntersetzer, um den Teigdeckel vom Boden zu heben


Hier ist der Boden.


Hier der zwischengelagerte Teigdeckel


Um den Boden wird nun wieder die Springform gelegt, damit die Füllung nicht weglaufen kann.


5 Esslöffel Speisestärke mit Wasser auflösen.


Die aufgelöste Speisestärke langsam in die Bananenmasse laufen lassen und daben permanent rühren , damit sich keine Klumpen bilden.


So lange rühren, bis die Bananenmasse durch das Erhitzen Blasen schlägt und andickt.


Wenn die Masse eine gute Konsistenz hat und auch so schmeckt, wie Ihr das mögt, wird sie über den Kuchen gekippt und glatt gestrichen.


Eine Stunde aushärten und abkühlen reicht im Normalfall. Auf der Fensterbank kalt stellen ist beim Nachtbacken (wie immer bei mir) auch eine gute Idee.



Wenn die Füllung fest geworden ist, kommt der Teigdeckel wieder auf den Kuchen.


Jetzt werden die verbliebenen zwei Bananen in Scheiben geschnitten



200 Gramm Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Bananenscheiben mit Kuvertüre überziehen.


Die Schokobananen auf den Kuchen legen und erkalten lassen.


Hier ist der Kuchen am nächsten Morgen, nach dem Auskühlen.


Man könnte als Krönung darüber jetzt noch Karamell kippen, aber ich hatte Besseres vor, nämlich zur Arbeit zu gehen. Auf die Gefahr hin, dass mir einer meiner zahlreichen Kandidaten den Kuchen tagsüber entweder durch entfernen der Schokobananen zerstört, oder meine Ehefrau mit einer Horde Diplommütter komplett verspeist, habe ich den schnell noch in einem besseren Licht, als nach Mitternacht fotografiert und mit Puderzucker bestäubt, damit er nicht so nackt aussieht. 


Vor dem Entfernen des Ringes, mit einem scharfen Messer einmal um den Kuchen gehen, damit die Füllung nicht noch daran klebt und beim Öffnen der Form reißt.


Sehr schön, so habe ich mir das vorgestellt. Schokoladiger Teig, gut aufgegangen, die Füllung nicht zu fest, aber mit genug Stand, um den Kuchen gut schneiden zu können..


Die Füllung ist echt toll. Schmeckt super bananig mit der Säure des Limettensafts. Zusammen mit dem lockeren Teig, ergibt das ein gutes Mundgefühl.


Das war dann auch gleich mein Frühstück im Stehen, bevor ich zur Arbeit gefahren bin.


Das ist ein leckerer Kuchen für den Familienkaffee, oder einfach nur so, weil man Lust auf Kuchen hat. Der schmeckt Kindern genau so gut, wie den Erwachsenen.


Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.



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