Montag, 14. September 2015

Colakuchen á la Glatzkoch

Der Colakuchen spukte mir schon länger im Kopf rum. Dafür hatte ich kein Rezept und ich habe mich auch nicht eingelesen, ob jemand anders sowas schon mal gemacht hat, aber ich gehe wie immer davon aus, dass ich das Rad nicht neu erfunden habe. Wegen des Teiges hatte ich keine Befürchtungen, aber ich war ein wenig nervös, wie gut die Füllung steht und ob der Kuchen schnittfest wird. Das war mein Knackpunkt bei dem Rezept, aber ich kann Euch beruhigen, die Füllung steht wie eine eins.  


Zutaten Springform rund 28 cm Durchmesser:

Für den Teig:
2 Eier
600 Milliliter Mehl
100 Milliliter Zucker
200 Milliliter Pflanzenöl
200 Milliliter Cola
1 Tüte Backpulver
1 Limette
1 Prise Zimt

Für die Füllung:

800 Milliliter Cola
2 Limetten
Zucker nach Geschmack
5 Teelöffel Speisestärke


Ich backe wie immer nach dem Tassenprinzip. Mein Kaffeepott mit 300 Millilitern Fassungsvermögen ist mein Maß. Deswegen ist wiegen total überflüssig. Gerührt wird mit der Hand. Den Ofen könnt Ihr schon gleich vorheizen. Ich habe einen Gasofen, der nur Unterhitze hat. Den stelle ich auf Stufe 4 an. Bei Elektro und Ober- und Unterhitze werden 180 Grad reichen. Meine Backzeit waren 40 Minuten. Ihr schaut nach gut 30 Minuten nach dem Kuchen.


Zwei Eier aufschlagen


600 Milliliter Mehl


1 Tüte Backpulver


200 Milliliter Pflanzenöl


200 Milliliter Cola


Den Saft einer Limette auspressen und zum Teig geben.


100 Milliliter Zucker (eigentlich nehme ich bei dem Teigansatz 200 Milliliter Zucker, aber da die Cola auch schon genug Zucker enthält, ziehe ich das beim Teig wieder ab. 1 Prise Zimt zum Teig geben.


Teig mit einem Löffel verrühren, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind.


Teig in die Springform füllen und den Kuchen in den Ofen stellen. 


Nach 40 Minuten ist mein Kuchen gut gebacken. Einfach mit einem Zahnstocher aus Holz testen. Wenn kein Teig mehr daran haften bleibt, ist der Kuchen gut gebacken. 


Den Kuchen auskühlen lassen, damit man hinterher den Deckel vom Kuchenboden abtrennen kann. Wenn der Kuchen zu heiß ist, kann der leichter reißen. 


Den ausgekühlten Kuchen mit einem scharfen Messer in der Mitte horizontal halbieren und dann als Teigtrenner eine Frühstücksunterlage nehmen.  


Den Deckel in Sicherheit bringen.


Den Boden packt man wieder in die Springform, damit später die Füllung nicht weglaufen kann.


Den Rest Cola aus der Flasche, also 800 Milliliter in einen Topf geben und den Saft von zwei Limetten dazu kippen. Gerne abschmecken und prüfen, ob man noch mehr Süße haben möchte.


Cola aufkochen


Während die Cola erhitzt, 5 gehäufte Esslöffel Speisestärke mit Wasser auflösen. 


Wenn die Cola kocht, die aufgelöste Speisestärke unter ständigem Rühren in die Cola einrühren, bis man merkt, dass die Flüssigkeit merklich anzieht. 


Dann kommt die Cola vom Herd und man soll sie ein bisschen auskühlen lassen. Ich hatte aber noch etwas mit meinem Kindern auf dem Zettel und alle drängelten mich zum Aufbruch. Deswegen habe ich die Flüssigkeit stumpf über den Kuchen gekippt und unterwegs hinterher fünf Stunden lang Blut und Wasser geschwitzt, ob die Colamasse auch fest wird, bis wir wieder von unserem Sonntagsausflug zuhause sind. Leider habe ich keine Möglichkeit den Kuchen im Kühlschrank zu lagern, weil der immer knallvoll und dafür kein Platz ist. Das wäre auch noch mal mein Tipp, den Kuchen in den Kühlschrank zu stellen, auch später, wenn er fertig ist, falls Ihr den nicht gleich ratzfatz verspeist.


Glückes Geschick, Stunden später ist die Cola wirklich schnittfest geworden. Ich liebe es, wenn ein Plan gelingt.


Bevor ich die Springform öffne, gehe ich ein Mal mit einem Messer am Rand entlang, damit die Füllung beim Öffnen der Form nicht aufreisst. Das geht tadellos und man sieht schon, dass die Konsistenz gut ist. Da war ich dann beruhigt. 


Hier ist der Colakuchen schon aus der Form heraus.


Deckel drauflegen, passt, wackelt und hat Luft.


Den Kuchen schneide ich natürlich sofort an, den will ich Euch unbedingt zeigen!


Der Teig schmeckt gut, ist schön locker, aber da würde man jetzt nicht sofort sagen, oh der ist ja mit Cola gebacken. 


Die Füllung ist geil und da gibt es dann keinen Zweifel mehr, woraus die gemacht ist. Für echte Kuchenproleten kann man daraus natürlich auch eine Cola Whiskey, oder Cola Baccardi, oder Cola Weinbrandfüllung machen. Da ich immer nur Kinder und eine abwechselnd schwangere oder stillende Mutter am Tisch habe, verzichte ich auf solche Ausführungen, aber Ihr solltet das unbedingt mal machen, wenn Ihr das sonst auch gerne trinkt. 


Du kannst alles haben und vielleicht bin ich ja gar nicht der Glatzkoch, sondern Deine Freundin, oder Manuel Neuer? Wo war ich? Ach ja, Colakuchen á la Glatzkoch. Oft kopiert und nie erreicht.


Öfter mal was Neues zu probieren schadet jedenfalls nicht und der Colakuchen wird Euch auf jeden Fall gefallen. Entweder schnell essen, oder kalt lagern, nicht vergessen.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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