Dienstag, 18. August 2015

Marmorkuchen ohne zu wiegen

Meine Backwelt kommt zu 99,9 % ohne Zutaten zu wiegen aus. Ich mache das alles nur mit einem 0,3 Liter Kaffeepott und habe somit alles eleminiert, was mich früher immer daran gehindert hat zu backen. Backen für Doofe, ohne dass das hinterher jemand merkt.


Zutaten:

600 Milliliter Mehl
200 Milliliter Mineralwasser
200 Milliliter Pflanzenöl
200 Milliliter Zucker
1 Päckchen Backpulver
2 Eier
Backschokolade nach Geschmack
Butter zum Buttern der Form
Paniermehl für die Form

Ich selbst bin kein großer Freund von Marmorkuchen, aber meine Frau mag den gerne und bei den Kindern werde ich den auch immer gut los. Deswegen muss ich mir für solche familiären Auftragsbäckereien immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Ich wälze in solchen Fälle keine Bücher, sondern versuche logisch an die Sache heran zu gehen. Für mich zählt am Ende nur das Ergebnis. Bevor Ihr mit dem Teig anfangt, könnt Ihr schon den Ofen vorheizen. Ich habe einen lahmen Gasofen, der nur Unterhitze hat, deswegen wird das bei Euch mit Oberhitze, von oben auf jeden Fall dunkler als bei meinem Kuchen. Ich nehme Stufe 4, das entspricht 200 Grad bei Elektro. Jeder Ofen backt anders, deswegen würde ich bei Elektroöfen nicht über 180 Grad gehen. Mein Kuchen bleibt 50 Minuten im Ofen. Ihr solltet nach 40 Minuten mal nach dem Rechten schauen


Zwei Eier in einer Rührschüssel aufschlagen


600 Milliliter Mehl 


200 Milliliter Zucker


1 Päckchen Backpulver


200 Milliliter Pflanzenöl


200 Milliliter Mineralwasser


Den Teig mit einem Löffel, oder mit einem Rührgerät verrühren.


Den Marmorkuchen backe ich in einer Kastenform.


Die Form von innen mit Butter ausstreichen.


Das soll dann ungefähr so aussehen.


Den Boden mit Paniermehl bedecken


Die Kastenform anschließend in alle Richtungen schwenken, damit sich das Paniermehl an den Seiten der Form verteilt. Der Vorteil ist, dass der fertige Marmorkuchen sich nach dem Erkalten leichter von der Form löst. Ich denke diesen Großmuttertrick kennt jeder und ich erwähne das nur der guten Ordnung halber. 


Jetzt bedecke ich den Boden der Form mit dem Teig ungefähr daumendick.


Jetzt ist in der der Rührschüssel noch circa dreiviertel der ursprünglichen Teigmenge.


Die Hälfte davon, fülle ich in eine kleinere Schüssel um.


Jetzt hängt es von Euch ab, wie schokoladig Ihr den dunklen Teil des Marmorkuchens haben möchtet. 


Als Verfechter von viel kann viel, spare ich nicht mit Backschokolade, damit der Teig ordentlich dunkel wird.


Den dunklen Teig gebe ich nun in die Kastenform. Das ist eine reine Frage der Optik, aber ich gebe den dunklen Teig eher in die Mitte der Form und nicht bis an die Ränder.


Wenn der schokoladige Teig in der Kastenform ist, kippe ich den restlichen hellen Teig in die Kastenform.



Prima, sieht aus wie neu.


Mit einem Löffelstiel gehe ich nun in den Teig und vermische den dunklen mit dem hellen Teig, um später im gebackenen Teig diese Marmorierung zu bekommen. 


Wie man auf den Bild ganz gut sieht, habe ich den dunklen Teig bis nach oben gezogen. Das sind nur wenige Handgriffe mit dem Löffelstiel. Von vorne nach hinten in der Form vielleicht fünfzehn Mal, um den Effekt zu bekommen. 


Dann kommt der Kuchen für 50 Minuten (bei Euch weniger) in den Ofen. Bitte mal darauf achten, wie viel Platz noch in der Form ist.


Hier kommt der Kuchen 50 Minuten später aus dem Ofen. Mit einem Zahnstocher in den Kuchen stechen. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist der Kuchen gut gebacken.


Jetzt kann man den Kuchen aus der Form holen und wer lustig ist, auch noch mit Schokoladenkuvertüre bestreichen, oder mit Puderzucker bestäuben.


Meine Dreckspatzenarmee macht das aber beides zu einer schlechten Idee, weil weder geschmolzene Schokopatschen auf den Möbeln, noch Puderzuckerstaub, der nur darauf wartet, mit irgendeiner umgekippten Flüssigkeit klebrig zu werden, begeistern meine Frau. Damit warten wir noch, bis der/die letzte seinen Führerschein gemacht hat.



Es erfolgt der Anschnitt für die Familie.


Schöner lockerer Teig, die Stücke halten trotzdem gut die Form und brechen nicht auseinander. Geschmacklich alles so wie es sein soll, wenn man eine Marmorkuchenpuristin am Tisch sitzen hat.



Das ist der perfekte Begleiter zu einer Tasse Kaffee, gerne auch mit Schlagsahne


Verträgt auch den Transport zum Spielplatz, zur Arbeit, oder zur Gartenparty.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Uhm, das Muster haste ja wieder künstlerisch einzigartig hingekriegt. Glaub, du bist der Picasso der Kuchenbäcker! Bin allerdings skeptisch wegen dem Öl. Öl kommt ja nur in Hefeteig bei mir. Bei Kuchen kommt mir nur gute Butter in die Schüssel.

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    1. ich habe kein problem mit öl. ist beim abmessen einfacher als butter. es verbindet sich besser mit dem teig und vor allem komme ich ohne elektrisches rührgerät aus. da ist alles auf einfachheit und zeitersparnis ausgelegt.

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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