Freitag, 10. Juli 2015

Red Habanero Dip - von zart bis hart

Holla die Waldfee, das geht mal richtig ab. Man kann es sich aber auch für die eigenen Geschmacksnerven domestizieren, wenn man ein Mädchen ist, also nicht nur geschlechtlich, sondern auch gesinnungstechnisch. Hier kommt meine persönliche Geschmacksbombe im one size fits all Format. Einmal so scharf, dass man Löcher damit brennen kann, oder mit Frischkäse entschärft, für den normalen Gaumenkitzel.



Zutaten:

1 Packung Red Habanero (gute 100 Gramm, nach oben keine Grenzen)
Olivenöl
1 Knoblauchknolle
Salz
Pfeffer 
Zucker
1 Limette

Da brennt mir die Zunge noch aus der Erinnerung. Hammergeiles Zeug, universell einsetzbar für alles, aber seht selbst. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich letztens irgendwo jemanden gelesen habe, der erzählte, was er für so ein bisschen Tingeltangel an so einem pseudomediterranen Stand für ein paar Dips und Oliven bezahlt hat. Da dachte ich mir 25 Euro sind ganz schön flott. Beim nächsten Mal einkaufen, habe ich mir mal die Preisschilder an so einem Stand angeschaut, und da lagen die Kilopreise  zwischen 25 und 40 Euro, wenn man sich da irgendwas mit Frischkäse oder Quark verrührtes kauft. Ganz ehrlich, das kann man selbst frischer und besser und vor allem viel günstiger. Ich habe noch ein paar andere Sachen in petto, aber mit dem scharfen Zeug fangen wir mal an.


Red Habaneros haben bis zu 500000 Scoville Schärfegrad. Das ist was für ganze KerlInnen.


Ich habe die Deckel abgeschnitten, Kerne gleich drin lassen, scharf soll es ja sein. Habaneros in eine Ofenform geben.


Eine Knoblauchknolle dazu geben. Da am Ende alles mit dem Pürierstab zerkleinert wird, reicht grobes Zerkleinern und ganz faule Patrone, können es auch am Stück in die Form werfen..


Habaneros und Knoblauch


Mit Salz, Pfeffer, Zucker würzen


Mit Olivenöl begießen


Eine Limette darüber auspressen.


In den vorgeheizten Backofen bei 200 Grad stellen und je nachdem ob Ihr Ober- und Unterhitze habt, oder so nen lahmen Gasofen wie ich, der nur Unterhitze hat, alle 15 Minuten wenden und nach 35 bis 45 Minuten wieder aus dem Ofen holen. 


Die Habaneros sollen weich sein und ein paar Röstaromen gebildet haben.


Alles aus der Ofenform in einen Mixbecher umfüllen


Mit dem Pürierstab zerkleinern, bis eine homogene Masse entsteht.


Das ist jetzt die erste Stufe, die man so schon auf den Tisch stellen kann.


Man kann das natürlich auch in ein Glas umfüllen und bei 150 Grad im Ofen noch eine Stunde einkochen und konservieren, oder gekühlt im Kühlschrank aufbewahren. Bei der Schärfe höchstwahrscheinlich bis Sankt Nimmerlein.


So ist das ziemlich mörderisch, einfach auf Brot. Da muss man Schärfe schon sehr mögen. Damit habe ich Samstag am Tisch ein paar Lacher geerntet und durfte hinterher reichlich Milch ausschenken.


Deswegen habe ich davon noch eine Mädchenversion mit Frischkäse gemacht. In dem Verhältnis, ist das aber immer noch für Kampflesben, die irgendwo in der fünften Herrenmannschaft Fußball spielen. Alter Schwede.


Ich schätze der Normalbürger kommt mit einem Viertel der Menge an Habanero aus, wenn danach Frischkäse damit verrührt wird, 


Das sieht auf jeden Fall deutlich niedlicher aus, als es im Hals kratzt, wenn ich die Rauchzeichen richtig gedeutet haben, die meiner Frau aus den Ohren aufgestiegen sind. 


Ich habe es deswegen auch lieber pur als Soßenbegleitung zu meinem selbst gewolftem Hamburger genommen, nur keine Schwäche zeigen...


Geiles Zeug! Das gehört in jeden gut sortierten Haushalt. Daraus kann man von der Mutprobe bis zum alles Genußmittel machen. Die Dosis macht das Gift, weit entfernt von 40 Euro pro Kilo.




Kommentare:

  1. Das ist mit zu scharf....ich warte auf die milderen Varianten

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    1. butzkehase, das kannst du doch selbst milder machen, indem du weniger von der roten paste und mehr frischkäse, oder andere milchprodukte nimmst. schmeckt ganz toll

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  2. Antworten
    1. ölmenge ist egal. das kann man immer brauchen. ich würde so nehmen, dass der boden leicht bedeckt ist

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