Mittwoch, 29. Juli 2015

Mirabellen einkochen ohne Firlefanz

Das ist dieses Jahr auch Neuland für mich, denn ich habe bislang noch nie Obst eingekocht. Es gibt aber so viele Mirabellen und ich bin so davon infiziert, so viel es irgendwie geht selbst zu machen, dass ich mich nun auch mit diesem Thema beschäftigte. Am längsten dauert das Pflücken der Früchte, aber sowas wie das Einkochen läuft neben dem normalen Abendprogramm nebenbei. Da verbringt man ein paar Minuten mit dem Befüllen der Gläser, sorgt für passende Temperaturen und schaut danach sporadisch nach den Gläsern, oder stellt sich eine Eieruhr. Alles nicht so schwierig, dass es in Anstrengung ausarten würde.



Zutaten:
Mirabellen
Zucker
Limettensaft
Zimt

Wasser

Das Leben ist immer einem gewissen Wandel unterworfen und es ist echt verrückt, wie oft man seine Ansichten zu irgendwas ändert. Ich kenne selbst eingekochtes Obst noch von meiner Oma. Sowas gab es am Sonntag immer als Nachtisch zu einem Vanillepudding. Natürlich war das irgendwie lecker, aber dann wurde es total modern, irgendwelches Fürst Pückler Eis, oder Vienetta Eis zu essen und man fand selbst eingemachtes Obst extrem piefig. Heute bin ich froh, dass ich das aus alten Zeiten noch kenne und ein Vorbild habe, nach dem ich das jetzt machen kann.


Obst zu pflücken muss ich ja keinem erklären, aber ich finde das extrem erholsam, wenn man sonst den Rest der Woche, die meiste Zeit im Laden verbringen muss. 


Die Gläser gut 3/4 hoch befüllen


2,5 Esslöffel Zucker pro Glas


Einen Schuss Limettensaft


eine Prise Zimt pro Glas


Gläser mit Schraubdeckeln verschliessen.


Ich habe die Gläser in eine hohe Grillpfanne gestellt und dann von aussen Wasser in die Form gegeben. Füllhöhe bis knapp an den Rand der Form. Danach habe ich die Gläser wieder aus der Form genommen. Und die Form zum Aufheizen des Wassers in den Backofen bei 150 Grad gestellt. Nach einer halben Stunde kommt dann die Form wieder aus dem Ofen und die Gläser werden in die Form gestellt. Bei 130 Grad bleiben die Gläser 35-40 Minuten im Ofen stehen. 


Die Mirabellen sind dann gut, wenn die Flüssigkeit im Glas sprudelt. Dann den Ofen abstellen und die Gläser auskühlen lassen. Optimal ist es wenn man die Deckel knacken hört, dann haben die Gläser ein Vakuum gezogen.


Ich habe die Mirabellen nicht sonderlich süß eingekocht, sondern eher säuerlich. Wenn man mehr Süße haben möchte, braucht man bestimmt 4 Esslöffel Zucker pro Glas. Da ich meinen Kindern aber von vorherein zeigen möchte, dass nicht alles immer pappsüß schmecken muss, habe ich mich mit der Süße ein wenig zurück gehalten.


Schönes neues Hobby. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und einen guten Appetit.



Kommentare:

  1. Man kann den Kindern nicht nur zeigen, das es nicht immer pappsüß sein muss, sondern das man es auch selber machen kann.

    Super Rezept! Marillenbäume gibt es bei uns hier leider nicht und am Einkochen habe ich mich auch noch nicht probiert. Aber Marmelade koche ich selber (mit Rohrzucker-Gelierzucker von DM), naja besser gesagt mein Thermomix macht das für mich.

    Sprach Sharon
    und ging wieder zum Kirschentkerner zurück...

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    1. kirschentkerner brauche ich auch dringend. ich habe nur zwei an denen man sich die finger bricht. hast du was besseres? ich habe gehört, die soll es auch mit double action geben? ich sollte dringend mal zu dm gehen. ist der gelierzucker auch 1 zu 2 im verhältnis? mann, bist du ne fachkraft ;-)

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    2. Keine Ahnung ob der jetzt mit Double Action ist, aber ich habe meinen gestern aus des Kauflands Tchibo-Abteilung geholt. Wenn man den Dreh raus hat funktioniert es ganz gut, schaffen vielleicht sogar die Kinder. Waren aber leider auch ein paar Blingänger dabei, habe nach dem Entkerner noch mal alle duchgeguckt. Ich empfehle allerdings einen Spritzschutz...

      Ja der Gelierzucker ist 1:2 ist allerdings auch teurer, aber auch BIO.

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    3. das schaue ich mir am wochenende mal an. danke für den tipp. bio schadet beim gelierzucker bestimmt nicht.

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  2. Ich habe in diesem Jahr schon über 60 Gläser Konfitüre eingekocht. Mehr als 20 Gläser davon sind Schattenmorellen, mit Liebe entkernt. ;-))
    Und weil ich sicher sein möchte, dass wirklich KEIN Kern ins Glas kommt, mache ich das wie meine Großmutter. Eine Haarnadel wird mit den offfenen Enden in einen Weinkorken geschoben. Der Drahtbogen, der ca.6cm aus dem Korken herausschaut, sticht in die Kirsche und 'umkreist' den Kern und dann fällt er beim Herausnehmen der Nadel mit heraus.
    Das geht schnell und man erledigt das nebenbei. Also 'double action' braucht es da nicht, glaube ich. ;-))

    LG Anke

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    1. anke, ich bin schwerst beeindruckt. eigentlich braucht man die ganzen gerätschaften nicht, aber nun zu meinem problem... wo bekommt ein glatzkoch eine haarnadel her? ich glaube ich suche am kommenden wochenende mal nach double action.

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