Freitag, 26. Juni 2015

Gurken einkochen 1.0

Das könnte ein neues Hobby von mir werden! Gemüse einkochen ist eine extrem einfache und meditative Tätigkeit. Ich habe die Gurken einfach mal als Testballon für die nächsten Gemüsesorten eingekocht, die da noch kommen werden. Bislang habe ich Gurken nur eingelegt und dann im Kühlschrank aufbewahrt. Jetzt wollte ich mal schauen, wie es funktioniert, sie mit Hitze im Glas zu konservieren. 



Zutaten kleiner Ansatz zum Üben:

2 Kilo Gurken
Salz
Pfefferkörner
Senfkörner
Essig
Zucker
Zwiebeln
Dill
Wasser

Das hätte mir mal vor zehn Jahren jemand sagen sollen, als wie cool das irgendwann angesehen wird, wenn man sein Gemüse selbst einkocht. Das haben doch nur Omas und Gartenzwergbesitzer gemacht. Aber damals haben Frauen auch nur Männer ohne Bart gesucht und jetzt reißen sie sich alle um Hipster, die aussehen, wie eine Mischung aus Abraham Lincoln und einem Salafisten. 


Gurken in eine Schüssel legen, die man hinterher gut abdecken kann. Vorher abwaschen ist klar, oder?


Ordentlich Salz darauf geben. Damit zieht man Flüssigkeit aus dem Gurken. Nicht rumgeizen, sind ja keine schottischen Gurken.


Richtig gut ist blühender Dill, ich hatte nur getrockneten Dill. Schmeckt auch, ist aber nur zweitklassig.


Wacholderbeeren, Senfkörner und Lorbeerblätter für den guten Geschmack


Pfefferkörner


Das Ganze gut umrühren und 24 Stunden stehen lassen. Mit einem Deckel abdecken und kühl weg stellen.


Nach einem Tag umrühren, schauen, ob sich Flüssigkeit abgesetzt hat, die gerne auch mal probieren, wenn es nicht salzig genug ist, noch Salz dazu geben. Jetzt 20 Esslöffel Essig dazu geben. Ich habe nur welchen mit 5 % Säure, besser ist 10 % Säure. Das Schüssel mit Wasser auffüllen, so dass die Gurken bedeckt sind und mit einem Teller beschweren, damit die Gurken gleichmäßig in der Flüssigkeit liegen. Wieder kühl weg stellen. Wer Gurken eher süß-sauer mag, nimmt auch noch ein wenig Zucker.


So kann man die Gurken, wenn es draussen nicht gerade 35 Grad hat, ein bis zwei Tage ziehen lassen. Nun geht es ans Einkochen. Die Gläser werden in kochendem Wasser sterilisiert.


Gurken einfüllen.


Zwei Kilo Gurken sind nicht viel. Das sind fünf Gläser, um mal zu schauen, ob es einem schmeckt.


Zwiebel zerkleinern


Die wird nun auch noch in die Gläser gestopft, man kann die aber auch schon gleich beim Einlegen zu den Gurken geben. Das schadet dem Geschmack auf keinen Fall. 


Einen Trichter auf die Gläser setzen 


Durch den Trichter, wird die Lake in der die Gurken eingelegt waren, in die Gläser gefüllt. 


Gläser mit den Deckeln verschließen und dann für ca 40 Minuten bei 150 Grad in den Ofen stellen.


Danach sind die Gurken noch nicht total weich und die Gläser haben am Deckel ein Vakuum gezogen, halten sich also eine Weile. Deswegen sind Salz und Essig wichtig, weil beides eine konservierende Wirkung hat. Wie immer ist da kein Dreck und kein Aroma drin, damit die Gurken immer gleich schmecken, wie in der Industrie. Wenn man das ein paar mal gemacht hat und sich an sein Lieblingsrezept heran getastet hat, kann man auch noch mit Senf, Knoblauch, oder anderen Gewürzen arbeiten. Das ist sowas wie eine Grundübung zum Einkochen, so als wenn man auf dem Klavier immer Tonleitern rauf und runter spielt, um die Technik zu erlernen


Die Gurken schmecken toll und vor allem nicht nach Plaste und Elaste. Vor allem ist es schön, etwas selbst gemachtes im Mund zu haben. Ich wünsche viel Spaß beim Einkochen und einen guten Appetit.


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