Samstag, 20. Juni 2015

Brühe vom Ochsenschwanz

Da geht die Post ab. Ich kenne keine bessere Brühe, als die vom Ochsenschwanz. Davon bekommt man tolles Fleisch und von den Knochen einen irren Geschmack. Das ist eine super Basis für Suppen, oder Soßen und gut eingekocht, kann man sie längere Zeit lagern. 



Zutaten:

1,5 Kilo Ochsenschwanz
4 Zwiebeln
1/2 Staudensellerie
3 Möhren
1/2 Flasche Rotwein
4 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
Salz
Pfeffer
Wasser bis der Topf 3/4 voll ist.

Die erste Amtshandlung ist die Brühe, in der die Ochsenschwänze ausgekocht werden.


Olivenöl im Topf erhitzen


Ochsenschwänze im Topf anbraten


Wenn das Fleisch Farbe bekommen hat, kommt das Gemüse dazu


Möhren grob zerkleinern. Das Gemüse ist hinterher sowieso durch. Also nicht viel Zirkus beim Schneiden damit machen.


Ordentlich Salz, Pfeffer zum Würzen nehmen


Staudensellerie dazu geben.


Zwiebeln nicht vergessen


Weiter anbraten das Gemüse mit dem Fleisch anbraten.


Lorbeerblätter und Wacholderbeeren sind auch ganz wichtig für den guten Geschmack.


Wenn sich am Topfboden Bratensatz bildet, ist es Zeit den mit dem Rotwein abzulösen. 


Ich habe eine halbe Flasche Rotwein genommen. Den habe ich letztens bei Metro gekauft. Brasilianischer Rotwein. Hatte ich noch nie und ich trinke keinen Rotwein, sowas habe ich nur zum Kochen. Dafür war er o.k und meine Sehstärke ist auch nicht schlechter, seit ich davon mal probiert habe.


Wenn der Rotwein ein paar Minuten eingekocht ist, mit kaltem Wasser den Topf 3/4 voll auffüllen. Ich weiß ja nicht, wie groß Euer Topf ist, ich habe einen mit ungefähr fünf Liter Volumen genommen. Da werden so 2,5 Liter Wasser gepasst haben


Hier ist die Brühe aufgefüllt. Deckel auf den Topf legen und auf der kleinsten Herdplatte auf kleinster Stufe drei Stunden vor sich hin köcheln lassen. In der Zeit kann man schlafen, lesen, vögeln, zum Einkaufen gehen. Alles kann, nix muss.


Nach drei Stunden hat man eine super leckere Brühe, die von den Knochen richtig kräftig schmeckt. Was der noch an Salz und Pfeffer fehlt, kann man jetzt noch nachwürzen.


Das Ochsenschwanzfleisch wird mit den Fingern, oder mit einem Messer von den Knochen gelöst. Das ist durch das schonende Schmoren total zart und fällt so von den Knochen.


Das Fleisch habe ich dann erneut mit dem Keramikmesser in noch kleinere Stücke geschnitten und wenn ich irgendwas knorpeliges gefunden habe, abgeschnitten und aussortiert. Das ist aber zu vernachlässigen.




Die Brühe habe ich durch ein Sieb in eine Schüssel abgekippt, um die Feststoffe grob heraus zu bekommen.


Feststoffe, die weg können, falls Ihr damit nicht noch Babybrei, oder irgendwas anderes zaubern wollt.


Geile, kräftige Brühe vom Ochsenschwanz. Die könnt Ihr entweder gleich so löffeln, oder Euch eine Ochsenschwanzsuppe mit dem ausgelösten Fleisch zubereiten. Ich gehe den dritten Weg und Koche die Brühe für später ein, weil sie so ein toller Geschmacksbringer ist, wenn man zum Beispiel eine Soße zu einem Gericht machen möchte, das keine gescheite Soßenbasis hat. Wer sich fragt, was ich denn mit dem Fleisch gemacht habe, hier ist die Lösung, ich habe damit eine Spargelsülze mit Ochsenschwanz hergestellt. Wer auf das farbig unterlegte Wort klickt, kommt zum Rezept.


Um die Brühe noch ein wenig zu entrümpeln, habe ich mein Küchensieb mit Küchenkrepp ausgekleidet. 


Das Sieb über den Topf halten, oder reinlegen, in dem die Ochsenschwanzbrühe gekocht wurde.


Dann aus der Schüssel ins Sieb umkippen. Von dort läuft die Brühe, gefiltert durch das Küchenkrepp, in den Topf, .



Wenn die Brühe durch das Küchenkrepp durch ist, nehme ich aus meinem Bestand an leeren Gläsern, ein paar passende und fülle die Brühe darin um. Das ist dann bei den nächsten passenden Gelegenheiten eine tolle Basis für Soßen, oder auch für Suppen. Kann man immer gebrauchen.


Hier ist die Brühe schon im Glas.


Die habe ich dann auf eine Ofenform gestellt, damit nichts in den Ofen läuft, wenn es beim Einkochen überkocht.


Im Ofen bei 150 Grad 1,5 Stunden einkochen


Wenn die Gläser abkühlen, dann knacken die Deckel, da sich beim Einkochen ein Vakuum gebildet hat. Deswegen kann man die Brühe auch ewig und drei Tage lagern, aber so ein Schatz wird bei Euch garantiert nicht alt, denn den verwendet man auch, wenn man ihn zur Verfügung hat.

Kommentare:

  1. in den drei köchelstunden schaffe ich auf jeden fall alles ;)))))))

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    1. achso, liebe grüße von der ostsee! soviel zeit muss sein...
      marion

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    2. echt? ich würde schlafen, einkaufen und lesen nicht mehr schaffen ;-)

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